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Französischer Staat entwickelt eigene Whatsapp-Alternative

(Foto: Shutterstock)

Zum Schutz vor möglichen Spionageaktionen hat die französische Regierung einen eigenen Messaging-Dienst entwickelt. Die verschlüsselte Whatsapp-Alternative wird derzeit bereits von einer kleinen Gruppe von Staatsbediensteten getestet.

Der französische Staat will Beamte und Politiker besser vor einer möglichen Überwachung aus dem Ausland schützen. Dazu entwickelt das französische Digitalministerium eine eigene Messaging-App. Die Software wird derzeit von etwa 20 Staatsbediensteten getestet und soll auf einer Open-Source-Lösung basieren. Von offizieller Seite gibt es derzeit keine Angaben dazu, auf welcher Software der Messenger basiert.

Aussagen des britischen Entwicklers Matthew Hodgson legen jedoch nahe, dass sich die französische Regierung die Arbeit der dezentralen und quelloffenen Messaging-Lösung Matrix zu Nutze macht. Hodgson ist einer der Mitbegründer des Projekts, das laut seinen Angaben die französischen Entwickler bei ihrer Arbeit unterstützt. Eine Bestätigung von offizieller Seite gibt es allerdings nicht.

Französische Whatsapp-Alternative könnte später einmal allen Franzosen offenstehen

Sofern die Tests erfolgreich sind, soll die französische Messaging-App schon ab Sommer 2018 verpflichtend für die gesamte Regierung eingeführt werden. Später einmal könne die Software dann allen Franzosen zugänglich gemacht werden, so das Digitalministerium. Genauere Details über einen möglichen Ablauf gab das Ministerium indes nicht bekannt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein innerer Zirkel sollen begeisterte Telegramnutzer sein. Der Messenger wirbt damit, die Nachrichten der Nutzer nicht entschlüsseln zu können, und wurde deswegen auch in Russland blockiert. Einige Sicherheitsexperten sind von der App allerdings weniger überzeugt. Eine 2017 von MIT-Forschern durchgeführte Sicherheitsanalyse attestierte der proprietären Software teilweise schwerwiegende Probleme auf Ebene des selbstentwickelten Protokolls.

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