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Whatsapp: Schwerwiegende Sicherheitslücke in der Desktop-App

Sicherheitslücke in Desktop-App von Whatsapp. (Foto: Shuttestock-Ink Drop)

Ein Sicherheitsforscher hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Desktop-Client von Whatsapp gefunden. Wer die Software einsetzt, sollte dringend überprüfen, ob auch die neuste Version installiert ist.

Eine Sicherheitslücke in Whatsapp erlaubt es Angreifern, mithilfe einer manipulierten Nachricht auf das Dateisystem des Opfers zuzugreifen. Betroffen sind Nutzerinnen und Nutzer, die den Desktop-Client von Whatsapp für Mac und Windows in der Version 0.3.9309 oder niedriger einsetzen. Whatsapp-Mutter Facebook hat im Januar 2020 reagiert und die Lücke mit einem Update geschlossen. Wer die Desktop-App verwendet, der sollte dringend sicherstellen, dass die neuste Version installiert ist. Entdeckt wurde die Lücke von dem Sicherheitsforscher Gal Weizman.

Veraltete Electron-Version ist der Grund für die Sicherheitslücke im Desktop-Client von Whatsapp

Konkret ging die Gefahr davon aus, wie Whatsapp mit der Link-Vorschau umgeht. Die wird nämlich auf Client-Seite erstellt, wodurch sich schadhaftes JavaScript darin verstecken lässt. Moderne Browser verfügen über Sicherheitsmechanismen, um einen solchen Angriff zu unterbinden, die Desktop-App von Whatsapp hingegen bis vor kurzem nicht. Der Grund: Facebook nutzte eine veraltete Version des Open-Source-Frameworks Electron als Grundlage für die Desktop-App von Whatsapp.

Electron basiert auf Chromium, also der Open-Source-Grundlage des Chrome-Browsers, und dient dazu, native Applikationen aus Web-Anwendungen zu machen. Als Weizman die Sicherheitslücke entdeckte, setzte Whatsapp die Electron-Version 4.1.4 ein, die wiederum auf der Codebasis von Chrome 69 basierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Electron allerdings bereits Version 7 erreicht. Chrome wiederum lag in Version 78 vor, als die zugrundeliegende Sicherheitslücke entdeckt wurde – und war da bereits immun gegen den Angriff.

„Wenn Whatsapp seine Electron-Webanwendung von 4.1.4 auf die neueste Version 7.x.x aktualisiert hätte, als diese Schwachstelle gefunden wurde, hätte es dieses Cross-Site-Scripting-Lücke nie gegeben“, so Weizman. Der Sicherheitsforscher schließt aus seiner Entdeckung, dass Entwickler von Electron-basierten Apps ihre Anwendungen immer auf den neusten Stand halten sollten. Wer darüber hinaus wie Whatsapp die Link-Vorschau auf der Senderseite generiert, sollte sicherstellen, dass diese auf der Empfängerseite ordentlich geprüft werden.

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