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Erst hat WhatsApp die SMS getötet, jetzt soll es der Mail an den Kragen gehen

Erst letzte Woche hat WhatsApp den Schalter zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgelegt. Jetzt kündigt WhatsApp-Gründer Jan Koum an, der klassischen E-Mail und auch Slack den Kampf anzusagen.

WhatsApp: Ausweitung der Datei-Übertragung unterwegs

Vor knapp einem Vierteljahr hat WhatsApp-Chef Jan Koum im Zuge der DLD-Konferenz den Messenger kostenlos gemacht und darüber hinaus angekündigt, den Unternehmenseinsatz des Tools zu prüfen. Mittlerweile unterstützt der Messenger das Versenden von PDF-Dateien. Dabei soll es aber nicht bleiben.

Jan Koum will WhatsApp für Unternehmen interessanter machen. (Foto: Dan Taylor for tech.eu. www.tech.eu)
Jan Koum will WhatsApp für Unternehmen interessanter machen. (Foto: Dan Taylor for tech.eu. www.tech.eu)

Wie Jan Koum gegenüber Holger Schmidt, seines Zeichens „Chefkorrespondent mit Schwerpunkt Internet“ für das Magazin Focus, berichtet, wird der Messenger bald mit weiteren Dateiformaten hantieren können. Damit wolle man das Tool „auch für Mitarbeiter in Unternehmen, die Geschäftsdateien austauschen wollen“ attraktiver machen. Durch diese Funktionserweiterung und der Integration der automatischen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung könnte WhatsApp eine sichere Alternative zur E-Mail werden. Vorteil von WhatsApp sei beispielsweise, dass eine Datei nicht im Spam-Ordner landet oder gar „verloren“ geht.

WhatsApp fürs Web wird ausgebaut

Nutzer synchronisieren WhatsApp-Web per QR-Code mit ihrer Smartphone-App. (Screenshot: WhatsApp/ t3n)
Nutzer synchronisieren WhatsApp-Web per QR-Code mit ihrer Smartphone-App. (Screenshot: WhatsApp

Damit WhatsApp besser in den Unternehmensalltag integriert werden kann, soll in Zukunft die Funktion der Web-Version aufgebohrt werden. Wie das Ganze aussehen wird, hat Koum nicht erläutert. Angesichts der Funktionsweise des Web-Clients, der lediglich die Inhalte der mobilen WhatsApp-Version spiegelt, dürfte somit unter anderem bald eine praktische Dateiverwaltung auf dem Desktop Einzug halten.

Die während der DLD angedeuteten Unternehmens-Funktionen sind nach Angaben Koums noch nicht weiterentwickelt worden. Nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten an der Verschlüsselung wolle man das Thema aber angehen.

WhatsApp: Kein Snapchat-Konkurrent, keine VR-Pläne

WhatsApp für virtuelle Welten wird es nicht geben. (Bild: Samsung)
WhatsApp für virtuelle Welten wird es nicht geben. (Bild: Samsung)

Weiter erläutert Koum, dass das Unternehmen kein Interesse hege, dem Snapchat-Trend zu begegnen. Auch wenn Snapchat neue Funktionen wie Telefonie und Chat eingeführt habe, werde man darauf nicht hektisch reagieren und WhatsApp beispielsweise mit neuen Funktionen überfrachten. WhatsApp befinde sich trotz der mittlerweile einer Milliarde Nutzer weiterhin im starken Wachstum. Snapchat sei laut Koum bei Jugendlichen so beliebt, weil Eltern die App nicht verstehen.

Allerdings zieht man in Erwägung, die Beschränkung der Broadcast-Funktion, die derzeit bei 256 Usern liegt, an- oder gar gänzlich aufzuheben. Diesbezüglich sei aber noch keine finale Entscheidung gefällt worden. Sicher ist indes, dass WhatsApp nicht auf VR-Brillen oder dem iPad landen wird. Koum begründet diese Entscheidung damit, dass WhatsApp für Geräte konzipiert wurde, die man mit sich herumtragen könne. „Niemand nimmt sein iPad mit, wenn er ins Kino oder zum Essen geht.“

Passend zum Thema: WhatsApp weiß trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung immer noch mit wem ihr chattet und So kannst du Wörter in WhatsApp fett, kursiv und durchgestrichen posten

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10 Reaktionen
virtualart

Mit WhatsPRO https://whatspro.de bieten wir ebenfalls einen Service an um mit seiner Zielgruppe auf WhatsApp oder auch dem Instagram Messenger zu kommunizieren oder Newsletter zu versenden. Meiner Meinung nach bekommt WhatsApp für einiges zu unrecht viel Prügel ab. Die neu eingeführte Verschlüsselung ist m.E. state-of-the-art und auch sonst sind die Bemühungen von WhatsApp und Facebook besser als die öffentliche Resonanz vermuten lassen könnte.

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Hannes M.

Eine ähnliche Entwicklung sehen wir bei optimise-it und haben die erste professionelle WhatsApp-Lösung für Unternehmen veröffentlicht: http://www.whatsappforbusiness.de

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kev

Die Aussage ist einfach nur PR für Whatsapp. Wie oft wurde die E-Mail schon für "tot" erklärt und wird dann wieder gehypt weil es unglaubliche Open Rates/CR erzielt? Man bedenke nur die ganzen Systeme die umgestellt werden müssten, um z.B. Bestellbestätigungen zu versenden? Warum sollte man hier wechseln? Es gibt einfach zu wenig Gründe dafür, im Gegenteil.

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Email vs. Nutzung

Java hat sich gegen C++ auch verbreitet, weil es fertige APIs und oft auch kostenlose Implementierungen (z.b. JBOSS usw.) statt teurer separat zu kaufender Spezial-Produkte anbot. C++ hatte damals Jahre oder Jahrzehnte gebraucht um libSTDc++ oder wie das heisst zu definieren...
ICQ wurde von Skype überholt weil sie nach dem AOL-Übernahme nicht mehr nennenswert weiterentwickelt wurden.
Whatsapp hat Skype überholt weil es nach dem Ebay-Kauf bzw. M$-Kauf nicht mehr nennenswert weiterentwickelt wurde.
Dwolla und Square haben Alternativen aufgebaut weil Paypal nach dem Ebay-Kauf fast nicht mehr nennenswert weiterentwickelt wurde. Seit Musk und Thiel damals Paypal verliessen ist doch praktisch nix dazugekommen.

Wave wollte auch die Email ersetzen. FALSCH. Danke Leistungs-Qualitäts-Presse.
Eine Drohne will ja auch keine LKW ersetzen.

Es geht im Business darum, was man mit Emails notgedrungen macht, weil es hier zu teuer ist (Abmahnungen, Gerichtsprozesse, Softwarepatente,...) triviale Alternativen aufzubauen:
- Termin-Absprachen
- Vertrags-Verhandlungen
- Wer bringt was zur Weihnachtsfeier/Grillfeier mit
- Hochzeitslisten
- Ausschreibungen: jeder Mitarbeiter partizipiert MICRO-Message-Mäßig was am neuen Bauprojekt besser gemacht werden könnte.
MICRO-Message-MÄßIG. Linux-Kernelz oder was hier so die beliebten Projekte sind haben nur microskopische Änderungen an EINZELNEN Stellen und hin und wieder neue Pakete oder Austausch vorhandender Methoden/Funktionen/... . Selbst wenn die Kommunikations-Menge (Github/...-Check-Ins oder wie das heisst) für ein Projekt viel ist, sind die Änderungen überwiegend Punktuell.
Mit dicken Emails ständig die gesamten Vertragsentwürfe an zig Teilnehmer schicken nervt. Google hat die überlegene Wave-Idee wie üblich in den Sand gesetzt...
Da manche Dienste gerne böse PDFs usw. versenden und man dank mieser Email-Clients nicht weiss ob es eine böse Cracker-Phishing-Email ist, welche beim Angucken schon das Handy und Firmen-Netz durchseucht und alle Firmengeheimnisse verrät, sind sichere Alternativen wo jeder jeden kennt oft sinniger. Dieser Vorteil von Whatsapp ist ein Versagen der Email der sowas nämlich bisher völlig egal war. Die Viren- und Spam- und Botnetz-Durchseuchung des Internets durch Emails hat bisher keinen Interessiert. Warum wohl ruckeln Prime-Video und Netflix: Wegen Botnetzen.

Wenn man die Leute also kennt, können sie immer noch verseucht sein aber dafür gibts halt Viren-Checker. Man kommuniziert nur mit Leuten die man kennt. Das ist der große Vorteil und spart gigantomanisch Zeit. Der Email-Praktikant kann die Emails dann durchgehen an einen Dirt-Tablett in einem öffentlichen WiFi welches niemals das Firmen-Netz connecten darf. Bei Krankenhäusern gibts ja auch die physikalisch getrennten Sauberen und Schmutzigen Seiten und mal eben rüberlaufen ist nicht.

Wegen der Präsidentenwahl wäre massive-Broadcasting nett gewesen. Dann würden alle live beim EM-Spiel oder Championsleague Buh oder Yeah per Whatsapp machen oder voten bzw. vorschlagen welche Frage Merkel oder der Präsident oder Fußball-National-Mannschafts-Trainer als nächstes Beantworten soll. Konstruktiv und Legal. Und kein Bilanz-Boni-Manager (z.b. von Autofirmen oder Plagiatoren) könnte der Massen-Befragung entkommen. Schade das Whatsapp diese Möglichkeit zur wahren Demokratisierung nicht nutzt :-(
Sowas ist trivial. Leider kenne ich kein Land wo die zu erwartenden Kosten (jahrzehntelange Prozesse, Softwarepatente, Abmahnungen,...) den schnellen Aufbau sinnvoll machen. Wer die oft erbärmlichen Plenums-Diskussionen oder oft peinlichen Startup-Pitches auf den Massenveranstaltungen sieht, würde mit Whatsapp voll konstruktiv und legal mitmachen können oder bei Löwen mitdiskutieren wenn es Live wäre oder bei DSDS, Promi-Brother, den ganzen Politiker-Talkshows und natürlich auf allen Parteitagen usw. was rot-grün schon 2000 hätte einführen können und besser mal sollen. Denn dafür braucht man keine Gigabit/sek. ISDN oder GSM in Afrika sind immer schneller als die EZB-Rede, als der Politiker bei Anne Will oder als Merkels Weihnachts-Rede.

Solche IP-basierte Demokratisierung ist trivial und einfach. Leider habe ich bisher kein Land gefunden um es mal so eben budget-frei zu realisieren. Aber viele schauen lieber weg wenn die Gemeindeschulden steigen und die Kosten explodieren und der Cashburn steigt. Doch auch in der IT-Branche steigen die Massen-Entlassungen (14.000 bei M$!) und " Akademiker-Amut " sollte man mal bei Google suchen und die Wahrheit endlich mal erkennen wo die Zilliarden versanden. An Briefkastenfirmen welchen ganze Hochpreis-Mietgebiete gehören glaubte bis letzte Woche ja fast niemand.

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Jan

Bei anderen Messengern kann man jeden Dateityp verschicken, hat seit Ewigkeiten eine Verschlüsselung und mindestens den gleichen Funktionsumfang.

Lieber Signal, Threema oder Telegram.

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Thomas

Privatsphäre ist ein Witz, die Verschlüsselung bis auf wenige Details nur ein Marketinginstrument, anfallende Metadaten werden verkauft, Dateiübertragung Mangelhaft, Gruppenchat mangelhaft, keine Integrationen von anderen Diensten, keine API, keine Multi-Geräte Support, die Web-Version ist ein Witz und funktioniert nur 5 Minuten, danach muss ich mein Smartphone entsperren. Kein Tablet-Support. Und zuletzt der Image-Verlust durch Facebook. nuff said

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Dhoughal

Und die Userzahlen steigen und steigen und steigen...

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Thomas

Versteh das mal einer... Ist ja nicht so als gäbe es keine Alternativen. Ich habe WhatsApp exakt an dem Tag als die Übernahme durch Facebook bekannt gegeben wurde gelöscht und seitdem nicht mehr benutzt. Alle Kontakte die seitdem mit mir schreiben wollen haben den Messenger gewechselt. Vielleicht sollte man sich einfach mal dem Gruppenzwang entziehen und plötzlich geht es auch anders.

iraga

Frustriert im Leben?

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ati

Ich kann den Erfolg von WhatsApp nicht nachvollziehen. Schon allein die Bindung an ein bestimmtes Gerät macht es für mich absolut uninteressant. Trotzdem blieb es fast eine Stunde auf meinem Handy - bis ich die Verbindung zu facebook entdeckte ...

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