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Digitale Wirtschaft

WhatsApp: „Geld verdienen hat noch Zeit“ [DLD 2014]

WhatsApp: 430 Millionen Nutzer aber (noch) kein Profit.

WhatsApp hat rund 400 Millionen Nutzer, die nicht weniger als 18 Milliarden Nachrichten pro Tag verschicken. Was nach Profit klingt, ist für den Kurznachrichtendienst in Wahrheit ein Verlustgeschäft – und das soll nach dem Willen des Gründers auch vorerst so bleiben.

WhatsApp-Gründer: „Geld verdienen hat noch Zeit“

Im Rahmen der DLD-Konferenz hat sich der Gründer des populären Kurznachrichtendienstes WhatsApp zur künftigen Strategie seines Unternehmens geäußert: „Geld verdienen hat noch Zeit“, sagte Jan Koum in München. Man sei „immer noch ein Startup“, das sich vorerst auf das weitere Nutzerwachstum konzentrieren wolle. „Mit der Moneterisierung beschäftigen wir uns im Jahr 2016 oder 2018“, so Koum.

WhatsApp hat 430 Millionen Nutzer weltweit.

Mit dieser Aussage dürfte das 2009 gegründete US-Unternehmen durchaus überraschen: Immerhin nutzen aktuell etwa 430 Millionen Menschen den Dienst, um Kurznachrichten sowie Multimedia-Inhalte an andere Smartphone-Nutzer zu verschicken. Allein in Deutschland ist die App auf etwa 30 Millionen Smartphones installiert. Eine solide Grundlage für ein Geschäftsmodell, die WhatsApp auch schon abzuschöpfen versucht: Finanzierte sich WhatsApp zu Beginn zum Teil über den Kaufpreis für die App, müssen Nutzer inzwischen jährlich eine Gebühr von 0,89 Euro entrichten. Vor dem Hintergrund der jüngsten Aussagen des WhatsApp-Gründers dürften die Betriebskosten allerdings noch um einiges höher liegen.

WhatsApp will auch weiterhin auf Werbung verzichten

WhatsApp: Der Kurznachrichtendienst will auch in Zukunft ohne Werbung auskommen.
WhatsApp: Der Kurznachrichtendienst will auch in Zukunft ohne Werbung auskommen.

Ein denkbares Szenario ist daher – branchenüblich – die Schaltung von Werbeanzeigen. Kein Wunder, die stetig wachsende und mehrheitlich junge Nutzerschaft von WhatsApp weckt auch bei Werbetreibenden Begehrlichkeiten. Doch dieser Strategie erteilt das Unternehmen eine klare Absage: „Keine Werbung, keine Spiele, keine Gimmicks“, sagte Koum in München. Man habe von Anfang an das Gefühl gehabt, keine Werbung auf „persönliche“ Geräte wie Smartphones bringen zu wollen, so der 37-jährige weiter.

„Wir sammeln keine Nutzerdaten“

Angesichts der anhaltenden Überwachungsproblematik hat auch WhatsApp noch einmal betont, keine Daten seiner Nutzer zu sammeln. Demnach sei es die Philosophie des in San Francisco ansässigen Unternehmens, „so wenig über die Nutzer zu wissen, wie möglich“, sagte Koum. Zudem könne sich der WhatsApp-Gründer, der in der Sowjetunion aufgewachsen ist, selbst noch an eine Zeit erinnern, „wo die Wände Ohren hatten“. Nach Angaben des Unternehmens erfolgt die Kommunikation zwischen den Smartphones der Nutzer und den WhatsApp-Servern verschlüsselt. Allerdings kam es in der jüngeren Vergangenheit schon zu Verschlüsselungstechnik.

via www.sueddeutsche.de

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4 Reaktionen
Hans

der kann sagen was er will. die verschlüsselung ist bestimmt auch weiterhin eher schlecht umgesetzt und als US unternehmen muss er eine schnittstelle zur verfügung stellen. "telegram" ist ziemlich gut als alternative. open source client, ende-zu-ende verschlüsselung und eine API für z.b desktop clients und co.

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Mark

Die Gebühr beträgt nicht 0,89 Cent, sondern 0,89 Euro. Oder eben 89 Cent.

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Martin @pokipsie rechsteiner

@bartosch solche Dienste werden weniger genutzt und evtl. Sind auch genau deshalb noch keine sicherheitslücken aufgetaucht. Bei 400 Mio. Nutzern gibts da unglaublich viele Leute die es probieren.
(Womit ich aber nicht gegen andere Apps sprechen möchte, bin auch kein Fan von whatsapp und nutze auch alternativen)

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Bartosch

Ich vertraue lieber anderen Diensten wie Enjoystr, sicher und ohne Datenlecks.

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