Fundstück

Der Whatsapp-Gründer verrät, wie er auf die 22-Milliarden-Dollar-Idee kam

Whatsapp-Gründer Jan Koum. (Foto: dpa)

Wie entstand eigentlich die Idee zu Whatsapp, die zwei Amerikaner steinreich machte? Bei einem Vortrag an der Stanford-Universität plauderte Gründer Jan Koum jetzt aus dem Nähkästchen. 

Bis heute ist es eine der spektakulärsten Übernahmen im Silicon Valley. Als Whatsapp vor drei Jahren für rund 22 Milliarden US-Dollar von Facebook geschluckt wurde, waren zwei Gründer über Nacht steinreich – und die damals 450 Millionen Nutzer geradezu empört. Sind die Daten noch sicher? Wird es nun Werbung im Messenger geben? Die mitunter berechtigten Sorgen sowie Sicherheitslücken und zeitweilige Abwanderungseffekte konnten der Popularität von Whatsapp jedoch nichts anhaben. Aktuell verwenden über 1,2 Milliarden Menschen den Dienst auf ihren Smartphones.

Doch wie ist die Idee eigentlich entstanden?

Whatsapp: Alles begann auf einem Nokia 6610

Wie Whatsapp-Gründer Jan Koum jetzt in einem Vortrag vor Studenten der Stanford-Universität verriet, begann alles mit einer Reise nach Argentinien – im Jahr 2008. Koum hatte gerade seinen Job bei Yahoo gekündigt und nahm eine mehrmonatige Auszeit. Während seines Aufenthalts in Südamerika stellte er fest, dass das Telefonieren mit Freunden (Koum besaß damals noch ein Nokia 6610) wegen der länderspezifischen Vorwahlen schwierig war. Zudem musste man immer „auf gut Glück“ anrufen, da man nie wusste, ob der Gesprächspartner gerade beschäftigt war oder nicht.

Whatsapp: Von einer virtuellen Status-Anzeige zum Milliarden-Messenger. (Foto: Shutterstock)

Nach seiner Rückkehr, so erzählt Koum, habe er sich schließlich ein iPhone gekauft. Während er auf dem Apple-Smartphone rumgespielt habe, sei ihm aufgegangen, was für neue Geschäftsmodelle der erst wenige Monate alte App Store ermöglichte.

Die anfänglichen Schwierigkeiten im Gedächtnis hielt es Koum daraufhin für eine gute Idee, ein virtuelles Adressbuch zu programmieren, das die Namen der Gesprächspartner um persönliche Status-Texte erweitert, wie man sie etwa von ICQ kannte. So konnte man seinen Freunden anzeigen, ob man gerade für ein Telefonat zur Verfügung stand, auf der Arbeit war oder bereits schlafend im Bett lag. Der Name der App war da nur noch Formsache: Whatsapp. Der Rest ist Geschichte.

Die komplette Whatsapp-Story und weitere Details im folgenden Video. 

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