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Nach Zoff mit Facebook: Whatsapp-Gründer reicht Kündigung ein

Whatsapp-Gründer Jan Koum. (Foto: dpa)

Nach einem internen Zoff mit Facebook verlässt Whatsapp-Erfinder Jan Koum das Unternehmen. Grund dafür sollen Pläne von Facebook sein, den Datenschutz des Messengers aufzuweichen.

Whatsapp-Erfinder Jan Koum verlässt das Unternehmen, das ihn vor vier Jahren zum Multi-Milliardär gemacht hat. Grund dafür soll ein Streit mit der Facebook-Mutter über die künftige Strategie des weltweit größten Messengers sein. Dies berichtet die Washington Post unter Berufung auf informierte Personenkreise. Koum selbst hat den Abschied inzwischen auf seiner Facebook-Seite bestätigt.

Whatsapp-Gründer Jan Koum bricht mit Facebook

Dem Bericht zufolge soll Facebook zum wiederholten Male versucht haben, die bestehenden Datenschutz-Regelungen sowie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Whatsapp aufzuweichen. Facebook werden bereits seit Jahren Ambitionen nachgesagt, die Daten der insgesamt 1,5 Milliarden Whatsapp-Nutzer für Werbezwecke nutzen zu wollen. Für Mitgründer Jan Koum, der den Messenger 2014 für rund 19 Milliarden US-Dollar an Facebook verkaufte, offenbar ein absolutes No-Go. Bislang kommt Whatsapp komplett ohne Werbeanzeigen aus.

Die Werbefreiheit von Whatsapp ist Facebook offenbar ein Dorn im Auge. (Foto: Nadir Keklik / Shutterstock.com)

Im Zuge des geplanten Abschieds von Whatsapp will Koum angeblich auch den Aufsichtsrat von Facebook verlassen, dessen Mitglied er seit der Übernahme ist. Die entsprechenden Führungskräfte bei Facebook und Whatsapp habe er bereits über seine Entscheidung informiert, schreibt die Washington Post weiter. Ein konkretes Datum nennt das Blatt zwar nicht. Allerdings soll Koum in den vergangenen Monaten nur noch unregelmäßig in den Büroräumen erschienen sein.

Werbefreiheit immer ein Grundsatz von Whatsapp

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Führungsspitze von Whatsapp mit der Facebook-Mutter aneinandergerät. Erst im März hatte Whatsapp-Mitgründer Brian Acton, der den Messaging-Dienst im vergangenen Herbst verlassen hat, zu einer kollektiven Löschaktion von Facebook-Konten aufgerufen. Hintergrund war der damalige Skandal um die millionenfache Weitergabe von Nutzerdaten an die umstrittene Marktforschungsfirma Cambridge Analytica.

Für die Whatsapp-Gründer ist vor allem die Werbefreiheit des Messengers ein hohes Gut. In einem Blogbeitrag im Jahr 2012 – und damit vor der Übernahme durch Facebook – hatten sich Koum und Acton gegen ein werbefinanziertes Geschäftsmodell ausgesprochen. „Niemand geht Abends ins Bett und freut sich über die Anzeigen, die er am nächsten Tag sieht“, schrieben die Gründer.

Zum Weiterlesen:

 

 

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