News

Whatsapp-Werbung: Jetzt will Facebook mit dem Messenger Geld verdienen

Whatsapp für iOS. (Foto: BigTunaOnline / Shutterstock.com)

Whatsapp verlor am 1. Februar seine Werbefreiheit. Jetzt darf im beliebten Messenger jeden Tag Werbung auftauchen.

Seit Mai 2018 ist bekannt, dass Facebook mit dem Messenger, der von 1,5 Milliarden Menschen genutzt wird, Geld verdienen will. Stichtag für diese grundlegende Änderung der Plattform ist der 1. Februar 2019: Ab diesem Tag darf Facebook auf dem Messenger Whatsapp Werbung schalten.

Werbung auf Whatsapp: Ab Februar 2019 kann es losgehen

Nachdem Facebook den Messenger-Dienst 2014 für 19 Milliarden US-Dollar gekauft hatte, will das Unternehmen nun mit Whatsapp Geld verdienen. Bislang bestand eine vertraglich geregelte Vereinbarung, derzufolge Facebook fünf Jahre nach Übernahme auf der Plattform keine Anzeigen schalten durfte. Der Zeitraum ist am 1. Februar 2019 abgelaufen, sodass Facebook mit dem Dienst Geld verdienen kann.

Wie Carolyn Everson, Facebooks-Vizepräsidentin für globale Marketingstrategien, gegenüber dem Wall Street Journal bestätigte, könne auf Whatsapp ab Februar 2019 Werbung eingeblendet werden. Wie die Anzeigen konkret aussehen werden, ist noch nicht kommuniziert worden. Bekannt ist einzig, dass sie im Status-Bereich eingeblendet werden sollen. Da sie an die Story-Funktion von Instagram angelehnt ist, dürfte die Werbung ähnlich wie auf Facebooks Foto-Plattform umgesetzt werden, die das Unternehmen von Snapchat kopierte.

Whatsapp-Werbung womöglich zuerst in der iPhone-App

Wenngleich unklar ist, wann Facebook die Werbeanzeigen scharf stellt, berichtete der Twitter-Kanal WABetainfo schon im September 2018, dass Whatsapp an der Integration von Anzeigen für die iOS-App arbeite. Es könnte daher durchaus möglich sein, dass zuerst iPhone-Besitzer Werbung im Status-Bereich zu Gesicht bekommen.

Die Whatsapp-Gründer – Jan Koum und Brian Acton – hatten sich stets gegen Werbung in in ihrer Messenger-App ausgesprochen. In einem langen Blogpost von 2012 erklärte Jan Koum umfangreich, weshalb er auf Whatsapp keine Werbung duldet. Eine der Kernaussagen: „Sobald Werbung im Spiel ist, bist du, die Nutzerin, der Nutzer, das Produkt.“ Fünf Jahre nach der Übernahme durch Facebook ist nun Schluss mit dieser vertraglich geregelten Auflage.

Mehr zum Thema: 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung