Ratgeber

Wi-Fi 6 erklärt: Warum der neue Standard nicht nur schneller ist

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Geringerer Stromverbrauch und erhöhte Sicherheit

Ein weiteres Feature von Wi Fi 6 ist TWT, das für „Target wake Time“ steht und die Batterielaufzeit von verbundenen Geräten deutlich erhöhen soll. Im Verbund mit entsprechenden Routern „planen“ die Geräte, wann sie sich mit dem Router verbinden sollen und wann nicht, was dafür sorgt, dass die WLAN-Antenne seltener mit Strom versorgt werden und nach dem Signal suchen muss. Was wiederum dazu beiträgt, dass das Netzwerk weniger verstopft und somit schneller ist. Ob das Feature tatsächlich so viel Strom spart, bleibt für den Heimgebrauch abzuwarten, denn Smartphones und Laptops senden ohnehin dauernd Daten. Interessanter wird es hier vermutlich für andere IoT-Geräte, die beispielsweise nur alle paar Minuten oder Stunden einen neuen Status brauchen. Smarthome-Geräte sind hier heiße Kandidaten, aber vor allem auch Devices in Maschinenhallen.

Für die IT-Security-Fans unter uns hat die Wi-Fi Alliance den neu verabschiedeten Sicherheitsstandard WPA3 zur Pflicht erklärt, sofern man sein Gerät als „Wi-Fi 6 zertifiziert“ verkaufen will. WPA3 erweitert den seit 2004 etablierten Vorgänger WPA2, der durch die Sicherheitslücke „Krack“ einige Geräte für immer unsicher zurücklässt. Während neue Router den Standard bereits implementiert haben, wird er bei Wi-Fi 6 jetzt eben zur Pflicht und macht Dictionary-Attacks vor allem für das Erraten schwacher Passwörter nahezu unmöglich. Der Cracker muss jetzt dauerhaft mit dem zu knackenden Netzwerk verbunden sein und kann Passwörter nur einzeln abschicken, was unglaublich zeitaufwendig ist.

Neue Hardware notwendig

Zudem vereinfacht WPA3 die Anmeldung an öffentliche Hotspots, die kein Passwort benötigen, beispielsweise in Cafés. Gleichzeitig ist der Datenaustausch verbundener Geräte individuell verschlüsselt und Unternehmen dürfen sich über eine 192-bit-Suite freuen, wenn sie mit sensiblen Daten arbeiten. Insgesamt ist Wi-Fi 6 also ein sinnvoller Schritt nach vorne, für den aber wiederum die Anschaffung neuer Hardware notwendig ist. Denn allein mit einem Wi-Fi 6 zertifiziertem Smartphone bringen euch die ganzen Vorteile nichts, wenn nicht auch der Router den Standard unterstützt. Und merklich ist der Unterschied dann auch erst richtig, wenn mehrere Geräte mit Wi-Fi 6 in eurem Netzwerk funken.

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4 Kommentare
Atalanttore
Atalanttore

Ist Wi-Fi 6 auch robuster, wenn in der Nachbarschaft weitere 15 WLANs funken?

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Jake Pietras

Gute Frage, ich würde aufgrund von MU-MIMO und OFDMA aber mal auf „Ja“ tippen. Ansonsten macht man für Wi-Fi 7 einfach einen neuen Frequenzbereich auf ;)

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Atalanttore
Atalanttore

Gibt es überhaupt noch freie Frequenzbereiche, die genügend Reichweite ermöglichen?

Jake Pietras

War nicht ganz ernst gemeint, aber rein physikalisch sicherlich ja. Es wird nur die Herausforderung sein, da eine saubere Trennung reinzubringen. Reine Reichweite bekommst du im Terahertz-Bereich hin, wenn du nach Alpha Centauri funken willst ;)

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