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Wien hat jetzt zwei autonome E-Busse

Ein autonomer E-Bus des Herstellers Navya. In Wien wird zurzeit der Fahrgastbetrieb getestet. (Foto: Wiener Linien)

Die Busse bieten Platz für jeweils elf Personen und fahren durch das Viertel Seestadt. Fahrgäste können das Angebot im Testbetrieb kostenfrei nutzen.

In Wien sind seit Donnerstag zwei autonome E-Busse unterwegs. Im neu entwickelten Stadtteil Seestadt Aspern decken sie eine Strecke mit zehn Haltestellen einschließlich der U-Bahn-Haltestelle „Seestadt“ ab. Etwa ein Jahr lang waren die Busse des Projekts „Auto.Bus – Seestadt“ in einer Betriebsgarage durchgecheckt worden und nahmen heute ihren Testbetrieb im öffentlichen Verkehr auf, wie der städtische Verkehrsbetrieb Wiener Linien bekannt gab.

In den autonomen Bussen des französischen Herstellers Navya gibt es Platz für jeweils zehn Fahrgäste. Auch wenn die Fahrzeuge keinen konventionellen Fahrer mehr brauchen, ist immer ein Operator mit dabei. „Bei jeder Fahrt wird aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und technischer Notwendigkeit ein geschulter Operator mit an Bord sein“, heißt es in der Mitteilung der Wiener Linien. Der Operator kann eingreifen, wenn die vorgesehene Route von einem unerwarteten Hindernis wie einem falsch parkenden Auto blockiert ist und ihn um das Hindernis herum zurück auf die ursprüngliche Strecke navigieren.

Zuvor hatte ein Messfahrzeug auf mehreren Scan-Fahrten die Strecke mit optischen Abstandsmessungen mittels 3D-Lidar-Aufzeichnungen erfasst. In den vergangenen Tagen wurden dann der exakte Streckenverlauf und markante Stellen wie Haltestellenstangen und Gehsteigkanten in die Rechner der autonomen Busse eingespielt. Temporäre Hindernisse wie Falschparker und Baugerüste werden von den Bussen als nicht umfahrbar erkannt. Hier kommen die menschlichen Operatoren zum Einsatz.

Testbetrieb für Fahrgäste kostenfrei

Als Höchstgeschwindigkeit für die autonomen Busse sind aktuell 20 km/h festgelegt. Einen Fahrplan mit verbindlichen Zeiten gibt es im Testbetrieb noch keinen. Sind die Busse im Einsatz, wird ihr aktueller Standort auf einer Karte angezeigt. Für Fahrgäste ist das Angebot kostenlos.

Die Gesamtleitung des Forschungsprojekts liegt bei den Wiener Linien, die wissenschaftliche Leitung bei der außeruniversitären Forschungseinrichtung Austrian Institute of Technology (AIT). Weitere Projektpartner sind das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), TÜV Austria, Siemens Mobility und der Bushersteller Navya. Das Projekt wird vom österreichischen Verkehrsministerium im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ gefördert.

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