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Geheime Korrespondenz: Wikileaks stand in Kontakt mit Trump Jr.

(Foto: dpa)

Wikileaks stand während des US-Wahlkampfes in Kontakt mit Donald Trump Jr. – dabei ging es unter anderem um geleakte E-Mails von Hillary Clinton.

US-Wahl: Wikileaks hat sich mit Trump-Sohn ausgetauscht

Während des US-Wahlkampfes stand Wikileaks in Kontakt mit Donald Trump Jr., denn der älteste Sohn des jetzigen US-Präsidenten war stark in dessen Wahlkampf eingebunden. Die Kommunikation erfolgte in Form von Direktnachrichten über den Kurznachrichtendienst Twitter. Nachdem die US-Publikationen the Atlantic über den Austausch berichtet hat, hat der Präsidentensohn selbst fotokopierte Screenshots der Konversation auf Twitter veröffentlicht und deren Bedeutung heruntergespielt.

In der Konversation bittet Wikileaks unter anderem um Zugang zu der Steuererklärung von Donald Trump. Dann würde Wikileaks, so die Argumentation der Plattform, unparteiisch wirken und die Veröffentlichung von Informationen über die Trump-Gegnerin Hillary Clinton hätte ein höheres Gewicht. Die Trump-Kampagne hat sich darauf aber offensichtlich nicht eingelassen. Nach den vorliegenden Informationen hat Trump Jr. nur auf insgesamt drei Nachrichten von Wikileaks reagiert und eine ganze Reihe weiterer unbeantwortet gelassen.

Donald Trump Jr. hat im Wahlkampf mit Wikileaks kommuniziert. (Screenshot: Donald Trump Jr. / Twitter)

Wikileaks: Trump sollte Julian Assange als Botschafter vorschlagen

Im Rahmen der Twitter-Konversation hat Wikileaks den Präsidentensohn darum gebeten, den Wikileaks-Gründer Julian Assange als australischen Botschafter für Washington vorzuschlagen. „Sie werden es nicht tun, aber es wird die richtigen Signale an Australien, das Vereinigte Königreich und Schweden senden“, heißt es dazu von Wikileaks. Assange befindet sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London. Gegen den Wikileaks-Gründer wird seit 2010 wegen sexueller Nötigung in Schweden ermittelt. Assange bestreitet die Vorwürfe.

Trump Jr. steht bereits seit Längerem im Fokus der Russland-Affäre. Der 39-Jährige hatte im Juli 2017 eingeräumt, sich während des Wahlkampfes mit einer russischen Anwältin getroffen zu haben, nachdem die ihm belastendes Material über Hillary Clinton angeboten hatte. Die mögliche Einflussnahme der russischen Regierung auf den US-Wahlkampf wird von einem Sonderermittler und mehreren Kongress-Komitees untersucht.

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