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Windows 10: Microsoft zeigt neuen Tablet-Mode für Convertibles

Microsft bringt einen neuen Tablet-Mode für Convertibles. (Bild: Microsoft)

Mit dem Build 18970 der Windows 10 Insider Preview Build (20H1) hat Microsoft einen neuen Tablet-Mode eingeführt, der sich radikal vom bisherigen Modus unterscheidet.

Registrierten Beta-Testern der für das erste Halbjahr 2020 zu erwartenden neuen Windows-Version, den sogenannten Insidern, stellt Microsoft mit dem aktuellen Build eine „neue Tablet-Erfahrung“ zur Verfügung. So nennt der Softwarehersteller den neuen Modus in einem Blogpost.

Der neue abgespeckte Tablet-Mode ist ein Kompromiss

Künftig soll auf Convertibles automatisch der neue Modus verwendet werden, wenn Nutzer nicht ausdrücklich in den dedizierten Tablet-Modus wechseln. Der dedizierte Tablet-Modus schaltet bekanntlich den Touchscreen auf eine Kachelansicht um, die Microsofts Modern UI entsprungen ist. Apps können nur noch im Vollbildmodus oder nebeneinander, nicht aber in Fenstern, verwendet werden und der Desktop ist verschwunden.

So soll die „neue Tablet-Erfahrung“ aussehen: Wie der Desktop mit mehr Platz in der Taskleiste. (Screenshot: Microsft)

Die „neue Tablet-Erfahrung“ arbeitet nicht so. Hier bleibt der Desktop aktiv, lediglich die Benutzeroberfläche ändert sich in geringem Maße. So rutschen etwa die Icons auf der Taskleiste am unteren Desktop-Rand etwas weiter auseinander und die Suchleiste wird ausgeblendet. Die virtuelle Tastatur aktiviert sich automatisch, wenn ein Textfeld geöffnet wird und der Explorer erscheint in einer touch-freundlicheren Ansicht. Das erinnert stark an den Touch-Modus von Office 365.

Laut Microsoft aktiviert sich dieser neue Tablet-Mode automatisch, wenn Nutzer eines Convertible etwa die Tastatur abdocken oder das Gerät per Scharnier zu einem Tablet verdrehen. Für reine Windows-Tablets soll es beim reinen Tablet-Modus bleiben. Dessen Ersatz durch die „neue Tablet-Erfahrung“ ist angeblich nicht geplant.

Windows-Installation aus der Cloud

Eine weitere nennenswerte Neuerung des Build 18970 ist die Möglichkeit, das Betriebssystem künftig aus der Cloud zu re-installieren. Anders als bisher braucht es dafür keine versteckte Partition mit Wiederherstellungsdaten mehr. Stattdessen wählt der Nutzer schlicht die Cloud als Installationsquelle. Ob das bei einem Volumen von mindestens drei Gigabyte für eine Neuinstallation letztlich so sinnvoll ist, muss der Nutzer jeweils individuell entscheiden.

t3n meint:

Sicherlich, Microsoft verneint, den echten Tablet-Mode durch die aufgehübschte Desktop-Ansicht mit den größeren Abständen, die es uns vollmundig als „neue Tablet-Erfahrung“ verkaufen will, ersetzen zu wollen.

Wenn wir uns aber mal die Evolution von Windows nach dem großen Kacheldesaster von Windows 8 ansehen, so hat Microsoft seither große Ruderschläge rückwärts vorgenommen. Und, wenn wir mal ehrlich sind, wäre es uns doch allen am liebsten, der gewohnte Windows-Desktop wäre einfach touch-optimierter. Genau daran scheinen die Redmonder derzeit zu arbeiten.

Dieter Petereit

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