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Windows 10 öffnet sich für Sprachassistenten wie Alexa

Im aktuellen Preview-Build des kommenden Windows-Updates findet sich die Möglichkeit, Sprachassistenten von Drittanbietern, etwa Alexa, bereits auf dem Lock-Screen zu verwenden.

Microsoft hat den Windows-10-Insider-Preview-Build 18362.10005 (19H2) offiziell gemacht. Nutzer, die im Insider-Programm registriert sind, können die Preview seit gestern installieren. Eines der Features der aktuellsten Beta ist die Unterstützung von Sprachassistenten direkt auf dem Lock-Screen, also vor der eigentlichen Benutzeranmeldung. So wird die Voraussetzung dafür geschaffen, Anmeldungen per Wake-Word, etwa das Ausrufen von „Alexa“, einzuleiten.

Im Auslieferungszustand der Preview ist die Funktion zwar enthalten, aber nicht aktiviert. Microsoft behält sich vor, die Funktionalität schrittweise für begrenzte Zahlen an Nutzern zu aktivieren, um ein „kontrolliertes Feedback” zu erhalten.

Microsoft spricht von Dritt-Anwendungen

Das Unternehmen aus Redmond spricht in seiner Feature-Ankündigung nicht von Alexa, sondern pauschal von Dritt-Anwendungen. Tatsächlich ist aber Alexa derzeit der einzige Sprachassistent, der von der Integration profitieren könnte, denn Cortana ist integriert und andere Drittanbieter bieten bislang keine Sprachassistenten unter Windows an.

Alexa gibt es bereits als App im Microsoft-Store. (Screenshot: t3n.de)

Alexa steht bereits jetzt als App im Microsoft-Store zur Verfügung und kann seit kurzem auch per Wake-Word aktiviert werden. Das gilt allerdings alles erst ab dem Zeitpunkt, ab dem der Nutzer in sein System eingeloggt ist. Das Aufwecken eines schlafenden Systems mit anschließendem Login ist so nicht möglich. Genau diese Funktionalität soll die neue Integration leisten.

Cortana wird zur separaten App

Cortana selbst wird ebenfalls aus dem System-Core entfernt und in eine separate App ausgelagert. Eine erste Beta steht bereits im amerikanischen Microsoft-Store zur Verfügung. Unklar scheint derzeit, wie die vor zwei Jahren verkündete Integration von Cortana und Alexa in diesem Szenario fortschreiten wird.

Eine Beta der Cortana-App ist im amerikanischen Store erhältlich. (Screenshot: t3n.de)

t3n meint:

Microsoft gibt die Idee eines voll integrierten Sprachassistenten im Stile eines Google Assistant oder einer Siri endgültig auf und fokussiert sich darauf, andere Assistenten mit dem eigenen Betriebssystem nutzbar zu machen. Auf der diesjährigen Build-Konferenz hatte Microsoft erstmals Softwarekonzepte für Unternehmen gezeigt, in denen Cortana als Funktionsassistent umgesetzt war. Offenbar wollen die Redmonder die Sprachtechnologie im Rahmen einer größeren AI-Strategie in ihren Enterprise-Lösungen einsetzen. Damit bliebe das Feld eines generellen, persönlichen Assistenten für Wettbewerber wie Amazons Alexa frei.

Dieter Petereit


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