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Experten infizieren Windows 10 S mit Ransomware

(Foto: Microsoft)

Das abgesicherte Betriebssystem Windows 10 S hatte Microsoft vor allem für seine Sicherheit angepriesen. Jetzt zeigt ein Sicherheitsexperte, dass daran wohl doch nicht so viel dran ist.

Auch Windows 10 S ist nicht gefeit vor Ransomware

Mit Windows 10 S hat Microsoft eine Variante des Betriebssystems vorgestellt, auf der Nutzer ausschließlich Apps aus dem Windows-Store installieren können. Dadurch, so Microsoft, soll das Betriebssystem sicher gegen Schadsoftware sein. Wie sich zeigt, hat Microsoft allem Anschein nach aber doch etwas zu viel versprochen. Dem Sicherheitsexperten Matthew Hickey gelang es in nur drei Stunden, Ransomware auf dem Betriebssystem zu installieren.

Mit Windows 10 S hat Microsoft vor allem mehr Sicherheit versprochen. (Bild: Microsoft)

Damit beauftragt hatte ihn ZDNet. „Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass es so einfach war“, erklärte Hickey gegenüber der US-Publikation nach dem erfolgreichen Hack. Microsoft wiederum weist darauf hin, dass der Konzern Anfang Juni 2017 lediglich erklärt habe, dass das Betriebssystem gegen alle zu diesem Zeitpunkt bekannten Arten von Ransomware sicher sei. „Wir erkennen an, dass neue Angriffe und Schadprogramme kontinuierlich auftauchen“, so Microsoft weiter.

Windows 10 S: So funktionierte der erfolgreiche Hack

Um Ransomware auf dem abgesicherten Betriebssystem zu installieren, hat Hickey zunächst ein Word-Makro geschrieben. Das wiederum hat er über ein geteiltes Netzwerk heruntergeladen und ausgeführt. Dieser Schritt ist kritisch, da Word standardmäßig keine Makros zulässt, die aus dem Internet heruntergeladen wurden. Netzwerkressourcen sieht das Programm jedoch als sichere Quelle an.

Microsofts Surface Laptop: Das erste Notebook mit Windows 10 S
(Bild: WalkingCat)

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Das Word-Makro wiederum gab ihm Zugriff auf die Shell, wodurch er die Pen-Testing-Software Metasploit herunterladen konnte. Dadurch konnte er sich Systemprivilegien verschaffen und die Schutzmechanismen von Windows 10 S deaktivieren. Für seinen Hack hat Hickey nur auf bereits bekannte Methoden gesetzt.

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