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Windows-Spiele unter Linux: Wine 3.0 unterstützt jetzt Direct3D 10 und 11

(Bild: Wine)

Wine bringt Windows-Programme auf Linux und macOS, ist aber kein Emulator. Jetzt gibt es Version 3. 

Seit Jahren ist ein Projekt bekannt dafür, Windows-Programme auf Linux-Systeme zu bringen: Wine. Der Name steht ursprünglich für „Wine Is Not an Emulator“. Im Gegensatz zu einer virtuellen Maschine ist keine vollständige Windows-Installation nötig, das Programm baut die Windows-APIs nach.

Wine 3.0: Neue Version mit 6.000 Änderungen

Nachdem Ende Dezember der letzte Release-Candidate von Version 3.0 erschienen ist, wurde jetzt die finale Version des Open-Source-Tools veröffentlicht. Mit rund 6.000 Änderungen haben es einige Verbesserungen in die neue Major-Version geschafft, die vor allem Gamer freuen dürften.

Wine 3.0 unterstützt Direct3D 10 und 11, womit deutlich mehr Spiele damit laufen. Direct3D 12 hat es noch nicht in die neue Version geschafft, das soll aber mit dem nächsten großen Release folgen. Außerdem werden jetzt mehr Grafikkarten von Haus aus erkannt. Die Standard-Kernel-Version wurde auf Windows 7 gesetzt.

Wine 3.0 hat einen Grafik-Treiber für Android

Wine 3.0 enthält einen vollständigen Grafik-Treiber für Android. Damit können auch Apps für das mobile Betriebssystem genutzt werden, allerdings wegen Beschränkungen des Systems nur im Vollbildmodus. Im nächsten Release soll dann OpenGL-ES-Support mit an Bord sein, um Direct3D auch für Android zu unterstützen.

In den Wine-Release-Notes findet sich eine genaue Auflistung der vielen Verbesserungen. Die Download-Seite beheimatet die Binaries, aber auch fertige Pakete für Debian, Ubuntu, Fedora, Mageia sowie macOS.

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