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Wirecard: Aktie stürzt nach FT-Bericht auf Sechsmonatstief

Firmenzentrale von Wirecard in München. (Foto: dpa)

Nach neuen Vorwürfen gegen den deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard in der Financial Times ist die Wirecard-Aktie auf ein Sechsmonatstief gestürzt. Wirecard wies die Anschuldigungen zurück.

Einmal mehr haben in der Financial Times (FT) geäußerte Vorwürfe gegen den deutschen Zahlungsanbieter Wirecard zu einem Absturz der Aktie geführt. Anfang dieses Jahres hatte die FT über angebliche Bilanzunregelmäßigkeiten in Singapur berichtet. Wirecard musste daraufhin einräumen, einige Posten falsch verbucht zu haben, wie finanzen.net schreibt. Systematische Luft- und Falschbuchungen wie vorgeworfen schloss das Unternehmen aber aus. Dennoch beschäftigt der Fall weiter die Gerichte – sowohl Wirecard als auch die FT wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit Spekulanten stehen im Visier.

Profite frisiert? Wirecard weist Vorwürfe zurück

Jetzt hat die Londoner Zeitung also noch einmal nachgelegt. Demnach soll Wirecard internen Dokumenten zufolge Verkäufe und Profite in Dubai und Irland frisiert haben. Möglicherweise sollten damit auch die Wirtschaftsprüfer von EY in die Irre geführt werden, wie das Handelsblatt schreibt. Wirecard hat die Vorwürfe derweil zurückgewiesen. Eine Sprecherin erklärte, der Bericht der FT sei „falsch und verleumderisch“. Alle Zahlen des Unternehmens seien im Rahmen des Konzernabschlusses geprüft worden.

Die Wirecard-Aktie stürzte am Dienstagvormittag trotz der Beteuerungen kräftig ab – als einziger Titel im sonst freundlichen Dax-Umfeld. Zu Handelsbeginn ging es an der Börse in Frankfurt mit den Papieren auf bis zu 107,80 Euro hinab – ein Verlust von 23 Prozent. Wirecard verlor innerhalb weniger Minuten rund vier Milliarden Euro an Börsenwert. Die Aktie hatte zuletzt im April so niedrig notiert. Im Laufe des Vormittags erholte sich die Wirecard-Aktie aber wieder und notierte bei gut 115 Euro. Das bedeutet aber immer noch ein Minus von rund 18 Prozent gegenüber dem Kursschluss vom Montagabend.

Dass die Anleger bei dem Thema Wirecard so empfindlich reagieren, liegt nicht nur an dem FT-Bericht vom Jahresbeginn. Schon in der Vergangenheit sah sich das Unternehmen einige Male verschiedenen Vorwürfen ausgesetzt, etwa Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung oder angeblichen Betrugs. Nachgewiesen werden konnte Wirecard aber bisher nichts davon.

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