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Digitale Wirtschaft

Macht Airbnb den Berliner Wohnungsmarkt kaputt? Datenjournalisten werfen einen Blick auf Zahlen

(Foto: m.a.r.c. / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Ein Datenjournalismus-Projekt beschäftigt sich mit der Frage, ob Anbieter wie Airbnb einen Einfluss auf die Verknappung von Wohnraum in Berlin haben. Auch wenn die Ergebnisse beileibe nicht eindeutig sind, bieten die Macher doch einen interessanten Einblick in die Materie.

Airbnb: Schadet die Sharing-Ökonomie dem Berliner Wohnungsmarkt?

Die Mieten in Berlin steigen immer weiter an. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche von Dezember 2014 geben die Bewohner der bundesdeutschen Hauptstadt bereits etwa 22,9 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Grund dafür ist neben den steigenden Mieten das vergleichsweise niedrige Lohnniveau in Berlin. Was aber tun, wenn bezahlbarer Wohnraum knapp wird? Eine solche Lösung sollte das Zweckentfremdungsverbot in Berlin sein. Damit wurde es Wohnungsbesitzern untersagt, Wohnungen ohne vorherige Anmeldung kurzfristig an Touristen zu vermieten oder anderweitig gewerblich zu nutzen.

Das Gesetz zielt vor allem auf Anbieter, die Wohnungen über Plattformen wie Airbnb, Wimdu oder 9flats feilbieten. Doch haben diese Plattformen tatsächlich einen merklichen negativen Einfluss auf den Berliner Wohnungsmarkt? Eine Gruppe von Studenten FH Potsdam versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, indem sie sich der Problematik auf datenjournalistischer Ebene nähern.

Datenjournalismus: Studenten FH Potsdam untersuchen die Auswirkungen von Airbnb auf den Berliner Wohnungsmarkt. (Screenshot: airbnbvsberlin)
Datenjournalismus: Studenten FH Potsdam untersuchen die Auswirkungen von Airbnb auf den Berliner Wohnungsmarkt. (Screenshot: airbnbvsberlin)

Airbnb vs. Berlin: Studenten untersuchen Einfluss der Sharing-Ökonomie auf den Berliner Wohnungsmarkt

Über die anschauliche Website von „Airbnb vs. Berlin“ präsentieren die Studenten einige interessante Fakten über Airbnb in Berlin. So werden laut der Website beispielsweise 0,4 Prozent aller Berliner Wohnungen über die Plattform an Touristen offeriert. Auch dürfte es einige überraschen, wie viele Anbieter gleich dutzende Wohnungen über Airbnb anbieten. Der Spitzenreiter, laut „Airbnb vs. Berlin“, hat sogar 44 Wohnungen im Angebot.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt einen Blick auf das Projekt der Studenten werfen. Eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob Airbnb eine Mitschuld an der Verknappung des bezahlbaren Berliner Wohnraums trägt, bieten die dort aufgelisteten Daten allerdings nicht. Dennoch bieten die Informationen genug Diskussionstoff.

In diesem Zusammenhang könnte euch auch unser Artikel „Big Data und Interior Designer: So verschönert Airbnb dieses Jahr seine Bilder“ interessieren.

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2 Reaktionen
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UPDATE: Börsen-TV berichtet aktuell, das in London jeder OHNE GENEHMIGUNG seine Wohnung bis 90 Tage sharen darf. Es wären schon 39.000 Wohnungen in London bei AirBnB gelistet.

An sowas erkennt man gute und schlechte Regierungen und Agentur-Praktikanten. Denn bei Uber wird nie erwähnt das Washington sein altes Uber-Verbots-Gesetz nach einem Jahr stressfrei beseitigt und Uber erlaubt hat.
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Restaurants müssen wohl für fehlende Parkplätze bezahlen. Ich glaube bis zu 13.000 Euro pro Jahr hier in der Nähe. Ob davon systematisch Parkplätze gebaut werden kann sich jeder denken und sehen.
Folglich müssten Startups und Arbeitgeber in einen Pool zahlen damit günstige Wohnungen verfügbar werden. Zu jedem Arbeitsplatz müsste ein Parkplatz und eine Wohnung existieren. Abzüglich ÖPNV-Nutzern die keinen Parkplatz brauchen und abzüglich Verheirateten die gemeinsam wohnen. Zuzüglich Touristen die auch Wohnraum brauchen.
Airbnb ist nur ein Indikator für die Lage.

Data-Journalismus gibts bisher zu wenig.

Wie viele Wohungen hat Rot-Grün 2000 bauen lassen ? Grüne Wähler verdienen m.W. überdurchschnittlich.
Großstädte werden oft von SPD regiert. Den Wohnraum-Mangel gibts dort oft schon seit Jahrzehnten. Ist vielleicht nicht so wichtig.
Mit Abschreibungs-Vorteilen und mikroskopischen! Steuer-Vorteilen würden dort ratz fatz tausende Wohnungen gebaut. Hat man nach der Wiedervereinigung gesehen wo Städte in den neuen Ländern dann 2-3 Einkaufszentren hatten.

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