News

So wollen Kunden heute in Onlineshops bezahlen

So wollen Kunden heute in Onlineshops bezahlen. (Foto: Shutterstock)

Welche Zahlungsverfahren gehören in den Onlineshop und was ist Kunden wirklich wichtig beim Bezahlen? Aktuelle Studien geben Antworten.

Kunden möchten so bezahlen, wie sie wollen. Zu den führenden Zahlungsverfahren gehören laut aktueller Studien und Umfragen Paypal, Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte. Wichtig ist den meisten Kunden eine einfach nutzbare Zahlungsmethode, allerdings gehen die Vorlieben auseinander. Die einen lieben Paypal, die anderen hassen es. Für Händler ist es wichtig, die Kundenvorlieben zu kennen und bedienen zu können.

Coronakrise: Kauf auf Rechnung wird stärker genutzt

Der Zahlungsdienstleister Paysafe hat 8.000 Verbraucher in Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien, den USA, Kanada und Bulgarien zu ihren Zahlungsgewohnheiten befragt und Bezug auf die Coronakrise genommen.

  • 32 Prozent der deutschen Kunden kauften im vergangenen Monat auf Rechnung ein, im Vorjahr waren es 23 Prozent.
  • 39 Prozent der österreichischen Kunden kauften im vergangenen Monat auf Rechnung ein, im Vorjahr 24 Prozent.

Die befragten Kunden nannten mehrere Zahlungsmethoden, es wurde also nicht ausschließlich auf Rechnung eingekauft. Eine mögliche Interpretation dieser Veränderung wäre ein wachsender Anteil von älteren, konservativen Kohorten, die vorher weniger oder gar nicht online eingekauft haben.

Mehrere Bezahloptionen sind ein Muss

Paysafe stellt in seiner Umfrage fest, dass deutsche Kunden Geschäfte, die mehrere Bezahloptionen anbieten, für besonders kundenfreundlich und modern halten. Das hört sich nett und wachsweich an, hat aber in der Praxis konsequente Folgen für Umsatz und Konversionsrate.

In der Studie „Erfolgsfaktor Payment 2020“ von Ibi Research stellt sich heraus, dass 72 Prozent der Kunden ein bevorzugtes Bezahlverfahren haben. Wird es nicht angeboten, ist das ein großes Problem, wie Forrester in einer Studie im März 2020 in Zusammenarbeit mit Bloomreach festgestellt hat: 32 Prozent der Kunden störten sich beim Checkout vor allem daran, dass die bevorzugte Zahlungsmethode nicht vorhanden war.

Bezahlen soll einfach und bequem sein

Kunden sind bequem; wenn die Zahlungsdaten aus einem früheren Einkauf in einem Shop sicher hinterlegt sind, kaufen 67 Prozent der deutschen Verbraucher eher wieder dort ein, statt in einem Shop, in dem die Zahlungsdaten neu hinterlegt werden müssen. Laut der Studie von Ibi Research sind die beiden führenden Gründe, sich für eine Zahlungsmethode zu entscheiden, zu 35 Prozent der garantierte Käuferschutz und zu 25 Prozent die einfache Nutzung des Zahlungsverfahrens.

Als einfach betrachten Kunden folgende Zahlungsverfahren:

  • Paypal (81 Prozent)
  • Rechnung (62 Prozent)
  • Lastschrift (46 Prozent)
  • Kreditkarte (46 Prozent)

Übrigens führen diese vier Zahlungsverfahren auch bei der Frage nach dem sichersten Zahlungsverfahren.

Diese Zahlungsmethoden müssen Onlinehändler anbieten

Die Autoren der Studie von Ibi Research bringen in einem Absatz die wichtigsten Erkenntnisse über die Zahlungsvorlieben von Onlinekunden auf den Punkt.

„Über alle betrachteten Fälle hinweg kamen am häufigsten die vier verbreitetsten Verfahren für die Online-Shopper in Frage: Paypal (58 Prozent), Rechnung (47 Prozent), Kreditkarte (29 Prozent) und Lastschrift (28 Prozent). Das bedeutet, dass Händler, die nur ein Verfahren anbieten, maximal sechs von zehn Kunden erreichen. Auch Verfahren, die von der breiten Masse an Kunden nicht genutzt werden, haben Nutzer, die diese Verfahren bevorzugen.“

Das Fazit daraus ist schnell gezogen: Jeder Onlinehändler sollte mindestens die vier am weitesten verbreiteten Zahlungsverfahren nutzen. Am deutlichsten sticht Paypal hervor. Es wird von der Mehrheit (57 Prozent) der Kunden mit eine festen Präferenz für ein Zahlungsverfahren bevorzugt.

Die 4 wichtigsten Zahlungsverfahren

  • Paypal
  • Rechnung
  • Kreditkarte
  • Lastschrift

Der Nachsatz, dass auch Verfahren, die nicht so häufig genutzt werden, von Kunden bevorzugt werden, sollte zu dem Schluss führen, dass auf jeden Fall weitere Zahlungsverfahren in den Zahlungsmix eines Händlers gehören. Damit lässt sich verhindern, dass Kunden abspringen. Denn laut Ibi schließen 60 Prozent der Kunden bestimmte Zahlungsverfahren kategorisch aus. Diese Kunden brauchen Alternativen.

Passend zum Thema

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung