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Women Who Design: Talentierte Frauen vereint auf einer Website

(Screenshot: Women Who Design)

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Eine Website, die alle Frauen auflistet, die einen Design-Beruf ausüben – das hat sich Women Who Design zur Aufgabe gemacht. Zugegeben: Alle Frauen sind nicht gelistet – aber das kann ja noch werden.

Women Who Design ist ein Projekt, dass seit gestern die Twitter-Profile von talentierten Designerinnen auflistet. Das hat nicht nur den Vorteil, den Frauen gleich auf Twitter folgen zu können, die auch ein Sprachrohr für die Design-Branche sein können. Das wird durch den spezifischen Suchfilter ermöglicht. Demnächst sollen Besucher der Seite neben anderen Features auch noch genauer nach Orten filtern können.

Shopify-Designerin gab den Anstoß zu Women Who Design

Jules Forrest, die Initiatorin, kam durch Helen Tran auf die Idee: Tran, die als Design-Chefin bei Shopify* arbeitet, beschwerte sich darüber, dass in Konferenzen fast ausschließlich männliche Designer als einflussreich genannt werden – und wollte von ihren Followern wissen, welche Frauen in der Branche unabdingbar sind. An den über 400 Antworten orientierte sich Jules Forrest – und listete alle Namen aus den Antworten mit auf Women Who Design.

Der Tweet verbreitete sich bei etlichen Designern aus dem Silicon Valley – und erinnerte daran, dass Frauen auch in der Design-Branche immer noch deutlich unterrepräsentiert sind. Wer jetzt beispielsweise Speakerinnen für Konferenzen sucht, könne auf der Website sehen, dass es nicht nur Männer im Bereich gibt, die zu Panels eingeladen werden können.

Auflistung soll kein Recruiting-Prozess sein

Jules Forrest hatte die Idee, alle Frauen abzubilden, die in verschiedenen Design-Bereichen arbeiten: Von Art Direction bis hin zur Freelancerin. Laut ihrer Aussage auf der Website machten Menschen dann Scherze darüber, dass es eine gute Möglichkeit wäre, Auftraggebern den Recruiting-Prozess zu erleichtern – das sei allerdings nicht der Sinn der Sache gewesen. „Ich versuche nicht, Frauen in einen Bewerbungsprozess zu verwickeln, sondern Frauen ausfindig zu machen, die ihre Tätigkeit exzellent beherrschen und von denen auch ich mehr lernen kann”, so Forrest. Sie hätte es schade gefunden, wenn diese Auflistung bei Twitter verloren gegangen wäre.

Filterfunktion für Fortgeschrittene

So entschied sie sich für Women Who Design und die separate Auflistung, in der nach Design-Schwerpunkten gefiltert werden kann. Die Ergebnisse seien bisher noch vorläufig: Wenn jemandem eine Person fehlt, kann sie hier nominiert werden.

Die Filterfunktion definieren die Frauen gewissermaßen selbst: Sie werden unter den Stichworten gelistet, die sie in ihrer Twitter-Kurzbeschreibung angegeben haben. Alle 24 Stunden werden die Profile ihren Kategorien zugeordnet. Heißt: Wenn sich eine Frau als Freelancerin und Speakerin bezeichnet, wird sie auch in diesen Kategorien bei Women Who Design erscheinen. Je mehr Profile auf der Seite auftauchen, desto mehr Kategorien entstehen. Wer nicht auf der Seite gelistet werden will, kann sich mit einer kurzen Nachricht bei der Initiatorin melden.

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4 Kommentare
Thomas
Thomas

Und es ist selbstverständlich das Patriarchat schuld, dass Frauen unterrepräsentiert sind!

Ich frage mich ob es einen Artikel Wert gewesen wäre, wenn ich ‚Men who design‘ gegründet hätte. Ach ne, dann wäre ich ja ein sexistischer Schweinehund. Hab vergessen: Wenn zwei das gleiche tun und so weiter…

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Kristina
Kristina

Ist doof, wenn man bei was nur aufgrund seines Geschlechtes ausgegrenzt wird, oder?

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Bro
Bro

Ja, aber wozu?
Is ja nicht so als würde es meine arbeitgeber kümmern ob ich nun Frau oder Mann bin solang das Portfolio glänzt. Ich glaube die Designbranche ist soziemlich der Zweig bei dem man am wenigsten Diskriminierung zu finden hat und es meiner Erfahrung nach sogar mehr Frauen als Männer gibt. Mir erstrebt sich wirklich nicht der Sinn dahinter.

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Benny Lava
Benny Lava

Männer, die designen, würden nicht auf eine Webseite passen.

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