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Analyse

Woran ICOs scheitern können

Scam-ICOs sind einer der Hauptgründe für das Scheitern von Krypto-Projekten. (Bild: Shutterstock/Anastasiia Bakai)

Mehr als drei Milliarden US-Dollar sammelten Startups 2017 bereits über ICOs ein. Doch die neuartige Finanzierungsform birgt noch große Risiken, meint unser Gastautor Sergej Müller.

Bis zum 16. Oktober dieses Jahres wurden insgesamt 211 ICOs (Initial Coin Offerings) mit einem Finanzierungskapital in Höhe von mehr als drei Milliarden US-Dollar durchgeführt. Eine wahnsinnig hohe Summe an realen Geldern, die in hochgepriesene Blockchain-Startups geflossen ist – mit der Hoffnung auf Erfolg.

Der Ethereum-Gründer Vitalik Buterin ist allerdings der Meinung, „90 Prozent der ICOs werden scheitern“. Das Scheitern jedes einzelnen Unternehmens beerdigt gleichzeitig die investierten Beträge. Für immer. Bei der Beschäftigung mit den Startup-Finanzierungen vergangener Monate stellt sich die Frage: Welche Projekte waren erfolgreich, und wenn etwas schief gelaufen ist – woran hat es eigentlich gelegen? An dieser Stelle sind Risiko-Szenarien zusammenfasst, die während ICO-Finanzierungsphasen aufgetreten sind.

1. Scam

Ein Projekt wird auf die Beine gestellt mit dem einzigem Ziel, Investoren das Geld aus der Tasche zu locken. Nicht mehr und nicht weniger. In der Regel steckt ein vielversprechender Geschäftsplan, eine professionell gestaltete Website und nicht zu übertriebene Zielsetzungen dahinter. Alles realistisch und perfekt aufbereitet für ein grandioses Schauspiel.

Geht der Token-Sale zu Ende, ist auch das Theater vorbei. Eingesammelte Gelder werden auf Drittkonten umverteilt, die Website geht offline. Das war’s.

2. Hacking

Bittere Erkenntnis: Hacker sind in der Kryptowährung-Szene nicht wegzudenken. Und so passiert es leider nicht selten, dass Webservices oder Websites der ICO-Anbieter hinterhältigen Angreifern zum Opfer fallen: Es werden für die ICO-Abwicklung zuständige Dienste, Ziel-Adressen und ENS-Domains manipuliert.

Die Zielsetzung der Einbrüche liegt auf der Hand: durch die Umleitung der Transaktionen an das Geld der ICO-Teilnehmer rankommen.

3. Interne Unstimmigkeiten

Während der Token-Sale-Phase oder kurze Zeit später kommt es im Team des Startups zu Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten. Wenn’s gut läuft, verzögert sich die Roadmap des Projektes um einiges und alles läuft weiter nach Plan.

Im schlimmsten Fall fällt das Team auseinander, das Vorhaben wird eingestellt. Ohne Rückzahlungen an Investoren.

4. Bugs im Code

Die meisten ICOs setzen aktuell auf Smart Contracts. Die „smarten Verträge“ haben Ethereum in der Blockchain-Szene berühmt gemacht. In den Jahren 2016 und 2017 (sogar zwei Mal) haben Fehler im Code der Wallet-Anbieter dazu geführt, dass Gelder in betroffenen Smart Contracts gestohlen oder eingefroren worden sind.

Als Investor ist man dann direkt betroffen, wenn der beim ICO verwendete Smart Contract zum Ziel der Angreifer wurde. Das leergeräumte oder eingefrorene Konto führt zwangsläufig zum Scheitern des Startups.

Fazit und Tipps

Grundsätzlich liegt die Entscheidung und die Risikobereitschaft beim Investor. Allerdings sprechen Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) eine explizite Warnung aus. Empfehlenswerte Websites zur weiteren Information sind:

  • Etherdelta führt neue Tokens unmittelbar nach deren Sale-Phase. Meist zu deutlich günstigeren Preisen als während der ICO-Kampagne.
  • Für Durchblick im ICO-Dschungel sorgen folgende Websites mit ihren Analysen: Icorating, Icobench, Topicolist, Icodrops

Zum Weiterlesen: 

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Eine Reaktion
ezhkov.vadim74

their ratings on investing in ICO, I build on the basis of site data:
https://cryptototem.com/ico-list/
The site has its own rating system.
Well, for a more balanced approach, you need to analyze 3 or more sites + social networks of the company

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