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WordPress 5.0 steht vor der Tür: Worauf ihr vor dem Update achten solltet

Vor wenigen Tagen wurde angekündigt, dass am 6. Dezember WordPress 5.0 veröffentlicht werden soll. Das Update kommt mit einem neuen Editor, den ihr vor dem Update testen solltet.

Wie bereits angerissen, wird WordPress 5.0 mit einem komplett neuen Editor daherkommen. Er basiert auf Inhaltsblöcken und wird unter dem Namen „Gutenberg“ entwickelt, benannt nach Johannes Gutenberg. Unter WordPress.org/gutenberg könnt ihr den Editor direkt ausprobieren.

Nun soll WordPress 5.0 nach zwei verpassten Release-Terminen im November heute, am 6. Dezember, veröffentlicht werden. Zu früh und zu überhastet, sagen viele (auch bekannte Gesichter) in der WordPress-Community, wie beispielsweise in den Kommentaren unter dem Ankündigungsbeitrag von Matt Mullenweg.

Wenn der Release nicht noch im letzten Moment erneut verschoben wird:

Testet (eure Site mit) Gutenberg

So sieht Gutenberg beim Bearbeiten des Beispielbeitrags in WordPress 5.0 RC3 aus. (Screenshot: eigene Installation)

Allein durch das Update auf WordPress 5.0 sollte noch kein Inhalt kaputt gehen können, da Gutenberg erst bei der Bearbeitung von Inhalten aktiv wird. Dennoch würde ich empfehlen: Erstellt eine Kopie eurer Website und installiert das Gutenberg-Plugin (oder aktualisiert die Kopie auf 5.0, wenn es da schon draußen ist). Anschließend schaut in der Bearbeitungsansicht Beiträge und Seiten durch und testet, ob alles funktioniert. Bestehende Inhalte werden dabei in einem „Classic Block“ geladen, der quasi dem aktuellen Editor entspricht. Hier habt ihr die Option, diesen großen Block in viele kleinere Blöcke umzuwandeln. Das ist einer der Momente, wo eventuell Dinge schiefgehen können.

Ein besonderes Augenmerk solltet ihr dabei auf Funktionen legen, die Plugins und eventuell auch Themes im Bereich des Editors einbauen oder verändern. Habt auch einen Blick beispielsweise auf Custom-HTML, das ihr für besondere Textauszeichnungen oder Ähnliches verwendet habt (ich bin nicht ganz sicher, wie da der ganz aktuelle Stand ist, aber neulich wurde so etwas bei mir vom Editor entfernt). Wenn ihr einen Page-Builder verwendet, solltet ihr euch informieren ob dieser mit Gutenberg kompatibel ist. Und wenn im Backend alles gut aussieht, schaut im Frontend nach, ob das Theme das geänderte Markup unterstützt (hier sollte es normal zu keinen größeren Problemen kommen, da Gutenberg von Haus aus Styles etwa für den Spalten-Block mitbringt).

Und ebenso wichtig: Testet, ob ihr mit dem neuen Editor zurechtkommt. Wenn ihr darauf angewiesen seid, dass der Editor möglichst barrierefrei ist, könntet ihr bei der Nutzung des neuen Editors Probleme haben (zumindest in der Version, die in 5.0 kommt), da dieses Thema bei der Entwicklung von Gutenberg trotz Anstrengungen des Accessibility-Teams nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hat.

Wenn ihr merkt, dass Plugins nicht kompatibel sind oder ihr den Editor aus anderen Gründen nicht nutzen könnt, habt ihr zwei Möglichkeiten (vorausgesetzt, ihr möchtet nicht direkt das gesamte System wechseln):

  1. Ihr bleibt auf WordPress 4.9.8 und wartet auf nachfolgende 5.0.x- oder Plugin-Releases, bis die Probleme mit Gutenberg behoben sind (es ist geplant, innerhalb eines Zwei-Wochen-Rhythmus neue Minor-Releases vom Core zu veröffentlichen).
  2. Der denke ich bessere Weg: Ihr installiert das Plugin Classic Editor, das Gutenberg deaktiviert und den TinyMCE-Editor wiederherstellt.

Fazit

Ihr solltet euch vor dem Update am besten zumindest ein bisschen mit dem Editor beschäftigen. Wie geschrieben sollte eigentlich durch das 5.0-Update allein nichts kaputt gehen, aber man muss ja nicht unbedingt auf einer Live-Site testen, ob der neue Editor mit allen Funktionen der eigenen Site kompatibel ist oder ob man selbst mit dem Editor zurechtkommt.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

4 Reaktionen
Kevin Kunkel

Richtig ätzend der neue Editor, sollte zumindest etwas konfigurierbar sein. Direkt auf den alten umgestellt.

Antworten
Florian Brinkmann

Hey Kevin,

gewöhnungsbedürftig ist es auf jeden Fall. Was genau meinst du mit »konfigurierbar«?

Viele Grüße
Florian

Antworten
Kevin Kunkel

Hi Florian, villeicht hat es mir an Gedult gefehlt bevor ich umgestellt habe ;)
ich habe zb. nicht direkt gefunden wie ich den Editor breiter mache (ohne auf Fullscreen zu wechseln), ich sehe lieber alles auf einmal :-)

Beste Grüße,
Kevin

Florian Brinkmann

Hi Kevin,

ah okay, stimmt, das war mit dem alten natürlich einfach möglich. Die Breite der Blöcke lässt sich nicht einfach verändern, das muss über CSS gemacht werden. Es ist vorgesehen, dass das von Theme-Seite gemacht wird, damit der Editor im Backend genauso breit ist wie die Inhalte im Frontend dargestellt werden – damit es halt schon eine möglichst gute Vorschau ist, wie die Inhalte dann auf der Site aussehen :)

Viele Grüße
Florian

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