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WordPress 5.3 erweitert Gestaltungsmöglichkeiten

(Bild: BigTunaOnline / Shutterstock)

Das nun veröffentlichte WordPress 5.3 verbessert vor allem die Möglichkeiten des umstrittenen Gutenberg-Editors. Ein neues Standard-Theme macht davon Gebrauch.

Wie Automattic-Chef Matt Mullenweg in seinem Beitrag zur Ankündigung der neuen WordPress-Version hervorhebt, ging es dem Team dieses Mal besonders darum, die Fähigkeiten des unter dem Namen Gutenberg mit WordPress 5.0 eingeführten Block-Editors zu erweitern. Mehr als 150 neue Features und Usability-Verbesserungen sollen Skeptikern des umstrittenen Design-Editors den Wind aus den Segeln nehmen.

Verbesserungen für Normalblogger

Tatsächlich hat WordPress 5.3 einiges zu bieten. Da ist für Otto Normalblogger zunächst der Umgang mit nicht optimierten Bildern, die etwa direkt aus dem Smartphone hochgeladen werden, zu nennen. Hier kümmert sich WordPress künftig selbst um die Optimierung, indem es eine web-optimized maximum size zur Anwendung bringt.

Das ersetzt zwar professionellere Bildoptimierer-Tools nicht, reicht aber, um die größten Katastrophen zu vermeiden. Zudem soll sich die neue Funktion weiterhin mit dedizierten Optimierern vertragen, sodass hier kein Handlungsbedarf für Anwender von Smushit, Imsanity oder anderen Tools besteht.

Außerdem unterstützt WordPress endlich das Wiederaufnehmen von Uploads, sodass das Hochladen großer Dateien künftig seltener scheitern sollte.

Nachdem der Vorschlag neun Jahre in der Schublade gelegen hatte, kann WordPress nun endlich Fotos automatisch in Hoch- und Querformat drehen. Dazu nutzt das System die im Foto hinterlegten Exif-Daten.

WordPress 5.3 erhält den Beinamen Kirk. (Quelle: WordPress)

WordPress 5.3 erhält den Beinamen Kirk. (Quelle: WordPress)

Verbesserte Tastaturnutzung und Barrierefreiheit

Tastaturnutzern wird auffallen, dass sie mit dem Tabulator nun bequem von Block zu Block springen können, ohne dabei immer mal auf einem Navigationselement oder in den Block-Menüs zu landen.

Weiter verbessert wurden Aspekte der Barrierefreiheit, etwa die Kontrastierung der UI-Elemente im Backend. So zeigen jetzt etwa alle Schaltflächen eine deutliche Abgrenzung zu ihrer Umgebung und die Gestaltung des Backends bleibt konsistent.

Neue und verbesserte Blöcke im Gutenberg-Editor

Design mit WordPress wird flexibler. Insbesondere der neue Gruppen-Block erlaubt visuell interessante Ergebnisse. Damit ist es möglich, Blöcke zu gruppieren und dann dem sie enthaltenden Gruppen-Block übergreifend gestalterische Merkmale, etwa eine Hintergrundfarbe, zuzuweisen. Der Spalten-Block kann nun mit Spalten fester Breite umgehen. Überschriften-Blöcke können mit Hintergrund- und Textfarbe formatiert werden. Über vordefinierte Layouts lassen sich Inhalte schnell und sich in Designs integrieren.

Neues Standard-Theme Twenty Twenty mit variablem Font

Das neue Standard-Theme Twenty Twenty macht Gebrauch von den Neuerungen und bietet eine entsprechend hohe Flexibilität in der Darstellung. Für eine bessere Lesbarkeit und Performance bringt das Theme den variablen Font Inter des Schriftentwicklers Rasmus Andersson mit. Dieser kommt für alle Schnitte mit zwei Dateien aus und sorgt daher für einen geringen Overhead.

Verbesserte Sicherheit

Künftig werden Admins in Abständen von sechs Monaten darum gebeten, ihre aktuelle E-Mail-Adresse zu bestätigen. Damit soll verhindert werden, dass sich Admins selbst aussperren und über eine nicht mehr gültige Adresse dann kein Passwort empfangen können. Das Intervall kann von Entwicklern über den Filter admin_email_check_interval angepasst werden.

Die Funktionen des mit dem letzten Update auf 5.2 eingeführten Site-Health-Tools, das in deutscher Sprache sperrig als Website-Zustand bezeichnet wird, hat Automattic verfeinert, um das Aufspüren von Problemen zu vereinfachen. Das können zum Beispiel inkompatible Plugins oder fehlende Module sein. Die Empfehlungen zu erforderlichen Anpassungen und kritischen Zuständen sind dabei künftig ausführlicher.

Verbesserte Entwicklerfunktionen

Mit Version 5.3 verbessert WordPress den komplexen Bereich der Berechnungen mit Zeitzonen und Datumsangaben. Auch die Rest-API kommt mit zahlreichen Änderungen und Verbesserungen.

Zudem soll die neue Version voll kompatibel zu PHP 7.4 sein. Veraltete Funktionen, die zu Kompatibilitätsproblemen hätten führen können, haben die Entwickler laut Mullenweg entfernt. Ob die volle Kompatibilität erreicht wird, bleibt abzuwarten. PHP 7.4 wird erst für den 28. November 2019 erwartet.

WordPress 5.3 heißt Kirk und wurde von mehr als 650 Entwicklern geschaffen

WordPress 5.3 trägt den Beinamen Kirk. Damit zollt Automattic dem blinden Jazzmusiker Rahsaan Roland Kirk Tribut, der 1977 im Alter von 41 Jahren an einem Herzanfall verstorben ist.

An der Entwicklung von WordPress 5.3 waren mehr als 650 Personen beteiligt, die gemeinsam fast 660 Fehler behoben haben. Dem offiziellen Release der Version 5.3 gingen drei Beta-Versionen und vier Release-Candidates voraus.

WordPress-Nutzer können das Update aus ihrem Backend starten. Ebenso steht die aktuelle Version an dieser Stelle zum Download bereit.

Passend dazu: WordPress 5.2: Neue Version sorgt für mehr Sicherheit

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