Ratgeber

WordPress: Diese nützlichen Funktionen kannst du in der Konfigurationsdatei aktivieren

Symbolbild: Werkzeuggürtel (Foto: Shutterstock)

Im folgenden Artikel stellen wir euch fünf Szenarien vor, in denen eine Erweiterung der Konfigurationsdatei von WordPress Abhilfe schaffen kann.

Die Konfigurationsdatei (wp-config.php) kann durchaus mehr Angaben vertragen als nur die Zugangsdaten für die Datenbank, die Angaben zur Sprache und die Sicherheitsschlüssel. Du kannst die wp-config.php durch zusätzliche Angaben erweitern und somit unter anderem die Papierkorbfunktion, die Beitragsversionierung, die automatische Speicherung und einiges mehr anpassen.

Falls du die Konfigurationsdatei bis jetzt nicht erweitert hast, solltest du die zusätzlichen Angaben am besten im letzten Zehntel der Datei notieren. Also oberhalb des letzten Kommentars, der den Hinweis gibt, dass nachfolgenden Zeilen nicht geändert werden sollten. So kommt es nicht zu Schwierigkeiten oder du verlierst den Überblick.

define('WP_DEBUG', false);

//  *** Hier kannst du deine benutzerdefinierten Eingaben unterbringen ***

/* Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Bloggen. */
/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */

1. Papierkorb-Funktion konfigurieren oder ausschalten

Seit WordPress 2.9 werden Beiträge, Seiten und Kommentare nicht direkt gelöscht, sondern wandern in den Papierkorb. In der Standardeinstellung löscht WordPress Einträge im Papierkorb, die älter als 30 Tage sind. Mit folgendem Code in der Konfigurationsdatei gibst du an, nach wie vielen Tagen der Papierkorb automatisch geleert werden soll:

// Papierkorb nach 14 Tagen leeren
define('EMPTY_TRASH_DAYS', 14 );

Willst du den Papierkorb komplett deaktivieren, musst du folgende Eingaben tätigen:

// Papierkorb wird deaktiviert
define('EMPTY_TRASH_DAYS', 0 );

2. Versionsspeicherung begrenzen oder deaktivieren

Gerade bei ausführlichen Inhalten kann es sinnvoll sein, mehrere Versionen zu speichern, sodass die Möglichkeit besteht, zu einer früheren Version zurückzukehren. Es ist allerdings nicht empfehlenswert, unendlich viele Versionen anzufertigen, da jede Revision in der Datenbank gespeichert wird und somit zu deren Größe und Last beiträgt.

Mit dem folgenden Codefragment in der Konfigurationsdatei legst du fest, wie viele Speicherschritte WordPress notieren soll:

// Versionierung ist auf sieben Schritte beschränkt
define('WP_POST_REVISIONS', 7);

Soll die Versionierung der Inhalte komplett deaktiviert werden, gibst du folgendes ein:

// Die Versionierung wird deaktiviert
define('WP_POST_REVISIONS', false );

3. Autospeicherung konfigurieren

Standardmäßig wird im Editor von WordPress nach 60 Sekunden die automatische Speicherung ausgelöst. Willst du diesen Zeitraum auf drei Minuten erhöhen, musst du Änderungen in der wp-config.php einfügen:

// Autospeichern nach drei Minuten
define('AUTOSAVE_INTERVAL', 180 );

Beachte, dass der Zeitraum nur in Sekunden angegeben werden kann.

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5 Kommentare
Peter

Das php-memory-limit kann (wie viele andere Serverdaten) direkt in WordPress überprüft werden: Im Dashboard unter Werkzeuge / Website-Zustand, dort auf Bericht im Abschnitt Server

Antworten
Sven

Wenn die Erhöhung der Speichergrenze über die .htaccess Datei nicht funktioniert, kann man es auch noch über die .user.ini Datei versuchen. Diese muss i. d. R. selbst erstellt und in das Hauptverzeichnis der Anwendung geschoben werden, in der die Einstellungen wirken sollen.

Der Inhalt der .user.ini sieht dann etwa so aus:

memory_limit = 128M
max_input_vars = 3000

Antworten
Peter Schöne

Danke für einen guten Artikel!

Antworten
Benny

Der Tipp mit dem Reparieren der Datenbank war super. Sonst benutze ich dafür immer wp-optimize aber mit Hausmitteln ist das natürlich noch besser.

Antworten
Jörn

Danke für den Artikel. Hatte die Empty Trash Funktion gar nicht gekannt, aber schon oft gewünscht dass es so etwas gibt!

Antworten

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