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Entwicklung & Design

WordPress + Dropbox: 5 Plugins für Backups in der Cloud

Blogger mit selbstgehosteten WordPress-Installationen wissen um die Wichtigkeit regelmäßiger Backups. Nicht wenige, auch bekanntere Namen haben mit unregelmäßigem Backupverhalten schon üble Erfahrungen machen müssen. Wir stellen heute fünf Lösungen vor, die unter Zuhilfenahme von Dropbox dieses Übel bei der Wurzel packen. Manches Plugin ist dabei nicht auf Dropbox beschränkt, andere Plugins speichern neben der WP-Datenbank auch die Inhalte des wp-content-Ordners und bieten so nochmal eine ganz andere Qualität der Datensicherung.

1. WordPress Backup to Dropbox

Das Plugin mit dem sprechenden Namen WordPress Backup to Dropbox (WPDB) lässt den Verwender hinsichtlich seiner Funktionalität nicht im Dunklen:

  • WPDB sichert die WP-Datenbank in eurer Dropbox.
  • Für die Authentifizierung wird OAuth verwendet, so dass die Zugangsdaten nicht im Blog-Backend gespeichert werden müssen.
  • Ihr autorisiert das Plugin einmalig und das war's.
  • WPDB sichert in einen definierbaren Ordner.
  • Im Backend lässt sich einstellen, wie viele Backups gespeichert bleiben sollen.
  • Festlegen lässt sich zudem das Zeitintervall, wobei zu beachten ist, dass es sich nicht um Cron-Jobs handelt, sondern um das WordPress-eigene Verfahren, wonach Tasks angestoßen werden, sobald nach dem festgelegten Zeitpunkt wieder auf das Blog zugegriffen wird. Die Abweichung sollte sich demnach in Grenzen halten, wenn du nicht gerade über Themen bloggst, für die sich nur alle paar Jahre mal einer interessiert.

Das Plugin läuft unter PHP 5.2 und höher mit Zip-Support und setzt eine WP-Version ab 3.0 voraus. Es befindet sich in reger Entwicklung, das letzte Update stammt vom 2. Mai 2011. Zusätzlich zum Backup in der Dropbox kann eine lokale Kopie erstellt werden.

WordPress Backup To Dropbox: Zuverlässig, schnell, aber funktional eingeschränkt

2. EZPZ One Click Backup (EZPZ OCB)

Features und Besonderheiten:

  • EZPZ OCB speichert nicht nur die WP-Datenbank, sondern die komplette WordPress-Site mit allen Inhalten.
  • Dabei kann die Sicherung in der Dropbox oder auf einem beliebigen FTP-Server erfolgen.
  • Zudem lassen sich die Backups auch lokal ablegen.
  • Im Grunde lässt EZPZ OCB kaum Wünsche offen, auch eine zeitplangesteuerte Ausführung ist vorgesehen.

Leider gibt es einige Einschränkungen:

  • So ist es zum einen erforderlich, seine Dropbox-Daten im Plugin zu hinterlegen, OAuth ist nicht vorgesehen.
  • Zum anderen und das wiegt schwerer, ist EZPZ OCB mit einer ganzen Reihe gängiger Webspace-Services nicht kompatibel.

Mir gelang es beispielsweise weder bei DomainFactory, noch bei All-Inkl.com EZPZ OCB in einem meiner Blogs zum Laufen zu bekommen. Die geforderte PHP-Funktion exec steht auf meinen Spaces nicht zur Verfügung. Den Versuch, eine angepasste php.ini zu hinterlegen, habe ich nicht gemacht. Eventuell könnte man EZPZ so zur Mitarbeit überreden.

Ist man in der glücklichen Lage, über eine entsprechend funktionale Linux-Installation mit PHP 5 oder höher zu verfügen, ist EZPZ OCB eine gute Lösung, die kaum Eingriffe in den Prozess erfordert. Auch EZPZ OCB befindet sich in reger Entwicklung. Die letzte Version stammt vom 30. April 2011.

3. BackWPup

BackWPup ist eine Art Schweizer Messer für cloudbasiertes WP-Backup:

  • BackWPup sichert nicht nur die Datenbank, sondern auf Wunsch auch wp-content.
  • Das Plugin unterstützt neben Dropbox auch Ordner auf dem Server, lokale Ordner, FTP-Server, Amazon S3, Microsoft Azure, RackSpaceCloud, SugarSync und ganz klassisch, die E-Mail.

Der Programmierer, Daniel Huesken, arbeitet nach eigenen Angaben fieberhaft an Version 2. Aktuell setzt BackWPup PHP 5.2 mit Unterstützung für curl, gzip und bzip2, sowie ein WP ab Version 2.8 voraus.

Das Plugin läuft auf meinen Blogs einwandfrei, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es auf 95 Prozent aller aktuellen Webspace-Pakete funktionieren sollte. Kleiner Nachteil: Passwörter müssen im Plugin hinterlegt werden, aber vielleicht kommt OAuth mit Version 2.

BackWPup: Eine UI, wie man sie von Backup-Programmen erwartet

4. SMEStorage Multi-Cloud WordPress Backup

Das SMES-Plugin basiert auf dem bekannten Plugin WordPress Database Backup, das in meinen Blogs seit Jahren für die Datenbanksicherung mit nachfolgender Versendung per E-Mail zuständig ist.

Frecherweise haben sich die Macher des SMES die Arbeit des ursprünglichen Entwicklers zunutze gemacht, um darauf einen kostenpflichtigen Premiumservice aufzusatteln. Dabei liest sich das Featureset ansonsten recht eindrucksvoll. SMES unterstützt die mit Abstand meisten Clouddienste, darunter auch beliebigen WebDAV-Space. Allerdings müssen sich Backupinteressierte zunächst einen Account auf SMEStorage.com anlegen und dort die Zugangsdaten ihres Clouddienstes hinterlegen. Vom WP-Backend aus wird die Sicherung dann über das Ansprechen des SMEStorage-Accounts abgewickelt.

Dem Betreiber kommt es erkennbar darauf an, seine Leistungen zu verkaufen. So ist beispielsweise die Zeitsteuerung von Backups bereits ein kostenpflichtiges Feature, wenn auch die Einrichtung eines Accounts zunächst kostenlos ist.

Mir ist der Dienst unsympathisch, daher werde ich euch das Plugin nicht empfehlen. Die Weiterentwicklung läuft eher gemäßigt. Die letzte Version datiert vom 1. Dezember 2010.

5. wp Time Machine

Gut, der Name ist wirklich nicht originell und suggeriert auch ein falsches Leistungsangebot.

  • wp Time Machine kann Backups der Datenbank und des wp-content-Folders sichern.
  • Dazu unterstützt es Dropbox, Amazon S3 und beliebige FTP-Server.
  • Zugangsdaten werden im Plugin hinterlegt.
  • Zeitgesteuerte Sicherung ist nicht möglich.

wp Time Machine erfordert PHP 5 und höher für das volle Leistungspaket, unter PHP 4 funktioniert es auch, dann aber nur mit FTP-Servern. Der Entwickler ist verhalten rege. Das letzte Update datiert vom 16.11.2010.

Meine Empfehlung:

Das derzeit ausgereifteste Bild geben WordPress Backup To Dropbox und BackWPup ab. WPBD ist uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man ausschließlich die WP-Datenbank sichern will. Auf dem Fuße folgt BackWPup, dem eigentlich nur das OAuth fehlt. Dafür sichert BackWPup nicht nur die Datenbank, sondern auch wp-content. Zudem unterstützt das Plugin die immer beliebter werdende Dropbox-Alternative SugarSync und einige andere Cloudservices.

Kennt Ihr weitere Alternativen? Setzt Ihr bereits Dropbox für WP-Backups ein?

Aktuelle News zum Thema WordPress:

  • WordPress 3.3 RC1 steht zum Download bereit - t3n News 01.12.2011
  • 11 kostenlose WordPress-Themes für den Herbstputz im Blog - t3n News 29.10.2011
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  • Riesensammlung von Codeschnipseln zu .htaccess, PHP, WordPress, JavaScript, HTML und CSS - t3n News 20.09.2011
  • Kostenlose WordPress-Themes und ihre Gefahren - t3n News 30.06.2011
  • SEO für WordPress - t3n News 01.02.2011

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17 Reaktionen
micho

Ich verwende diese schreckliche Unterstützung, die an der Wolke von Dropbox für meine Dropbox-Unterstützungen und Wanderung Steck-ist.
https://wordpress.org/plugins/dropbox-backup/. Ich bun zufrieden. Empfehlen Sie hoch.

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fuerdenerfolg

Ich fahre auch gut mit Dropbox bin da sehr Positiv überrascht gewesen.

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Valentino

Hallo,

wissen Sie ob die Option bei "Wordpress to Dropbox" wie viele Backups gespeichert werden können weggefallen ist?

LG

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Christian

Danke für die tolle Auflistung.
"WordPress Backup to Dropbox" lieft bei mir nicht und "wp Time Machine" klappt bei mir nicht immer, werde es mal mit BackWPup versuchen.

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phoenigs

hmm WordPress Backup to Dropbox funktioniert bei mir schonmal nicht :(

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phoenigs

Super Artikel. Habe mir ehrlich gesagt noch nie gedanken darüber gemacht ein Backup von meinen Seiten zu machen. Aber für ein paar Projekte lohnt sich sicherlich der Aufwand

Antworten
Alexextra

Danke für die Zusammenfassung. WordPress + Dropbox klingt sehr spannend.

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Dieter Petereit

@hansimglueck: SMEStorage in seiner kostenpflichtigen Variante verschlüsselt das Backup.

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hansimglueck

Sehe ich das richtig, das kein einziges der dollen Plugins die Daten vor der Übertragung verschlüsselt? Und jetzt kommt mir nicht mit "Aber Dropbox verschlüsselt doch". Wer seine Daten extern in welcher Cloud auch immer lagert und nicht eigenhändig verschlüsselt handelt fahrlässig.

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Vincent

Hört sich nach einen guten Plugin an, habe bisher noch kein Backup von meinen Blog gemacht, da kommt das ganz gut ;D

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Gerkan

Pascal Hennemann? Hast Du Probleme? Eins von fünf hier beschriebenen Plugins ist bei caschy behandelt und du sprichst von Kopiererei? Aldä, schol mein Brüda.

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Pascal Hennemann

http://stadt-bremerhaven.de/wordpress-backup-zu-dropbox-sugarsync-co

Dieter Kopierereit, wenn man schon selber keine Ahnung mehr hat was man bloggen soll... einfach auch weiterhin inspirieren lassen. Ist das ein Spass hier ;)

Antworten
Tanja Handl

Wir sind auch glücklich mit Dropbox - und das wird auch so bleiben. :) Trotzdem spannend, auch einmal Näheres über die Alternativen zu lesen.

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Dieter Petereit

Hallo Peter!

Danke für die Klarstellung. Allerdings habe ich keine angepasste php.ini in Verwendung. Bedeutet aber im Umkehrschluss: Wenn man dieses Problem bei Euch hätte, könnte man es mit einer angepassten php.ini beseitigen, sollte es aber prinzipiell nicht müssen, da es nach Deiner Aussage standardmäßig funktionieren sollte. So oder so: EZPZ ist auf Euren Spaces ans Laufen zu bekommen!

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Peter Mueller

Hallo Dieter,

ich hoffe es ist in Ordnung, wenn wir (domainFACTORY) als in dem Artikel genannter Anbieter hier antworten.

Zu EZPZ OCB: Der Befehl exec() ist im PHP auf unseren Servern eigentlich per Default aktiviert und sollte einwandfrei funktionieren. Lediglich wenn man eine eigene php.ini-Datei anlegt und dort mit disable_functions exec() explizit deaktiviert, steht es nicht zur Verfügung. Daran sollte es also nicht scheitern :-)

Bei Bedarf bitte einfach gerne an unseren technischen Support wenden. Wir werden gerne versuchen, die Ursache gemeinsam herauszufinden und zu beseitigen!

Viele Grüße,
Peter

Peter Mueller, Product Manager domainfactory GmbH

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Dennis

Auch wenn das Wordpress Backup to Dropbox noch bei mir fehler wirft "Backup failed on 2011-05-10 at 10:44:15 with an exception - error creating sql dump file. (ERROR_4)" aber ich denke das kriegt man auch noch irgendwie hin.

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