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WPA3: Neue WLAN-Verschlüsselung bringt mehr Sicherheit bei Hotspots

WPA3 verbessert den Datenschutz bei öffentlichen Hotspots. (Bild: Shutterstock/jannoon028)

Mit WPA3 führt Wi-Fi-Alliance die nächste Generation des Verschlüsselungsstandards ein. Die neue Version verhindert unter anderem den Angriff auf schwache Passwörter und bringt mehr Sicherheit bei Hotspots.

Die 14 Jahre alte Version WPA2 birgt bekanntgewordene Sicherheitslücken. Diese will Wi-Fi-Alliance, ein Zusammenschluss von Wi-Fi-Unternehmen und der Entwickler von Wi-Fi-Protected-Access (WPA), mit der dritten Generation des Verschlüsslunsprotokolls nun beheben. Die ersten Geräte mit WPA3 können ab 2019 erwartet werden.

Passwörter werden in WPA3 besser geschützt

Bei WPA2 war es aufgrund einer Sicherheitslücke möglich, mithilfe einer Liste Passwörter zu erraten. Vor allem schwache Passwörter sind für diesen sogenannten Wörterbuchangriff anfällig. Während das in der alten Version sogar offline möglich war, muss der Angreifer jetzt aktiv mit dem Netz verbunden sein und kann Passwörter auch nur einzeln schicken. Das erschwert den Angriff massiv und macht ihn für halbwegs sicher gewählte Passwörter unpraktikabel.

Inzwischen werden fast alle übers Internet übertragenen Daten mit TLS verschlüsselt. Das ist auch nötig, da sich heutzutage viele Nutzer mit öffentlichen Netzwerken wie Hotspots oder WLAN-Netzen in Zügen und Cafés verbinden. WPA3 spielt hier also keine Rolle, da sich jeder Nutzer in das kabellose Netzwerk einwählen kann. Sinnvoll sind die Optimierungen aber vor allem für private Netzwerke, da dort das Eindringen eines Angreifers deutlich erschwert wird.

Verbesserungen in öffentlichen Netzwerken und Easy-Connect

In WPA3 hält außerdem ein Zertifizierungsprogramm bei Hotspots Einzug. Vorteile ergeben sich hier bei Netzwerken, die keine Authentifizierung verwenden oder die Weitergabe von Anmeldeinformationen durchführen wollen. Hier verbessern sich der Datenschutz und die Benutzerfreundlichkeit der öffentlichen Netze.

Mit der neuen WPA-Version ist außerdem Wi-Fi-Easy-Connect möglich. Damit reagiert Wi-Fi-Alliance auf den wachsen IoT-Markt. Mit Easy-Connect ist es nun ohne Probleme möglich, auch Geräte ohne Display mit einem Router zu verbinden. Dafür befinden sich auf beiden Geräten QR-Codes. Diese müssen für eine herzustellende Verbindung lediglich gescannt werden, beispielsweise mit einem Smartphone.

Zusätzlich setzt Wi-Fi-Alliance bei WPA3-Enterprise für Unternehmen auf eine 192-bit-Suite, die die Sicherheit beim Arbeiten mit sensiblen Daten optimieren soll.

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