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Wristify: Mit diesem Armband musst Du nie mehr frieren

Mit Wristify haben Studenten ein Armband entwickelt, das dem Körper einen Streich spielt. Dank cleveren Temperatur-Impulsen soll es Nutzern das Frieren ersparen und in der Konsequenz zu geringeren Heizkosten im Haushalt verhelfen.

Wenn junge Forscher den menschlichen Körper austricksen, dann tun sie es mit diesem Gadget. Mit Wristify haben vier Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ein thermoelektrisches Armband entwickelt, das Einfluss auf die menschliche Körpertemperatur nimmt. Es reguliert das Wärme- beziehungsweise Kälteempfinden des eigenen Körpers. Damit haben die Macher vor allem den hohen Energieverbrauch in Millionen von Haushalten im Visier.

Thermoelektrisches Armband täuscht den Körper

Das thermoelektrische Armband Wristify überlistet das körpereigene Temperaturempfinden und soll so Energiekosten senken. (Bild: MIT)
Das thermoelektrische Armband Wristify überlistet das körpereigene Temperaturempfinden und soll so Energiekosten senken. (Bild: MIT)

Im Sekundentakt feuert Wristify kurze thermische Impulse auf das Handgelenk des Nutzers ab. Das Armband misst kontinuierlich die Raum- und Hauttemperatur und kann den Körper so in Echtzeit kühlen beziehungsweise aufwärmen. Dafür bedienen sich die Studenten eines simplen Tricks: Sehr geringe, schnelle Wechsel der Temperatur auf kleinen, stark durchbluteten Teilen der menschlichen Haut täuschen den gesamten Körper. Das mit einem Lithium-Polymer-Akku ausgestattete Armband ist in der Lage, die körpereigene Temperatur um bis zu 0,4 Grad Celsius zu verändern.

Mit Wristify 100 Kilowattstunden im Monat sparen

Was das für den US-amerikanischen Energiehaushalt bedeuten könnte, erklären die Erfinder gleich selbst. „Wir wollen den hohen Energieverbrauch in Gebäuden reduzieren, indem wir den individuellen Wärmekomfort der Menschen adressieren“, erklärt Sam Shames, Student und Miterfinder des Armbands. Allein 16,5 Prozent des US-amerikanischen Energieverbrauchs entfallen auf die Beheizung beziehungsweise Kühlung von Gebäuden. „Warum ein ganzes Büro beheizen, wenn wir nicht unmittelbar beim Menschen ansetzen können?“, fügt der Student Michael Gibson hinzu. Nach Schätzungen der Studenten können mit Wristify die Energiekosten pro Haushalt um bis zu 100 Kilowattstunden im Monat gesenkt werden.

10.000 US-Dollar für die Weiterentwicklung

Mit Wristify haben die vier Studenten den ersten Preis bei der diesjährigen „Making And Design Materials Engineering Competition“ gewonnen. Der Award ist mit 10.000 US-Dollar dotiert. Das Preisgeld will das Team nun in die Weiterentwicklung des thermoelektrischen Armbands investieren. Neben einem noch besseren Wirkungsgrad soll besonders die Optik von Wristify alltagstauglich gemacht werden. Schon in Kürze werde man mit Industriedesignern zusammenarbeiten. Dann soll Wristify genauso gut aussehen wie es sich anfühlt.

via web.mit.edu

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4 Reaktionen
Christian

Denke nicht das sowas auf Dauer gesund ist. Wie Peter bereits schrieb haben wir uns nicht ohne Grund so entwickelt. Wenn die Heizkosten sparen wollen, sollen die nicht jedes Gebäude mit Klimaanlagen zupflastern.

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Frieren ist nicht cool

Eine Frage ist wirklich ob es Unterkühlung oder Überhitzung bewirken kann.

Angeblich weiten sich bei Alkohol-Konsum die Blutgefäße. Also kommt einem das wärmer vor (wohl weil man besser durchblutet wird) aber man erfriert häufiger weil man die Kälte angeblich nicht mehr so wahrnimmt und z.B. draussen einschläft.

Trotzdem würde ich es begrüßen wenn es so schnell wie möglich kaufbar und bezahlbar wäre.
Arbeiten draussen im Winter, Müll rausbringen, Blätter (jetzt im Herbs) in der Kälte einsammeln, Arbeiten im Sommer,... würden damit vielleicht angenehmer.

In anderen Artikeln wurden übrigens Wohngemeinschaften wo es einem zu kalt und dem anderen zu warm war als Zielgruppe genannt.

Man müsste es mal unter der Dusche probieren ob man dann kälteres Wasser verträgt...

Heizungen haben einige Stellschrauben. Z.b. die Wassertemperatur, die zentrale Ein/Ausschaltung und die einzelnen Raum/Heizkörper-Thermostate. So wie man beim Schaltgetriebe überlegen muss ob man in den höheren Gang schaltet und niedrigere Drehzahl nutzt oder in der hohen Drehzahl bleibt und den Gang nicht hochschaltet, so muss man auch die Stellschrauben bei der Heizung einstellen. Wie beim benzinsparenden Fahren oder gesunder Ernährung ist sparendes Heizen also eine Disziplin- und Know-How-Herausforderung.
Und weil das zu kompliziert ist oder man zu faul ist, ist wohl das Projekt vom iPad (oder war es iPhone)-Erfinder mit den schlauen Heizsystemen für viele wohl einfacher. Auch weil es automatisch läuft.

Gibt es inzwischen eigentlich Bluetooth-basierte Thermometer für Gartenhaus, Garage, Keller, alle Wohnräume ? Dann könnte man erfassen wo's wann wie warm war und selber optimieren oder auf dem Screen des Ipad ein rotes Ausrufezeichen blinken sehen und auf dem SmarTV eine Growl-Like-Meldung lesen weil jemand die Tür oder Fenster offen gelassen hat und ein Raum unter 19 Grad (oder was auch immer) gerutscht ist bzw. auffällig schnell kalt wird. Der Kühlschrank piept ja auch wenn die Tür zu lange offen steht.

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Jonas

Ich wage mal einen Blick in die Zukunft: Das Teil wird bei Frauen der absolute Renner, nie mehr kalte Füße.

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Peter

Hm, meinen die Herren nicht, dass das Kälteempfinden vielleicht einen gewissen Sinn hat? Und dass es vielleicht sogar unangenehme und/oder ungesunde Nebenwirkungen haben könnte, dies zu überlisten? Immerhin hat die Evolution sehr lange daran gefeilt, dies so zu arrangieren.

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