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Von Wu-Tang zur Blockchain: US-Rapper Ghostface Killah kündigt ICO an

Die Wu-Tang-Mitglieder Ghostface Killah und RZA. (Foto: dpa)

Der ICO-Hype geht weiter: Jetzt will auch der US-Rapper Ghostface Killah, der als Mitglied des Wu-Tang Clans bekannt wurde, ein Stück vom Blockchain-Kuchen haben.

ICO geplant: Der Wu-Tang-Rapper Ghostface Killah und das Startup Cream Capital

Der Hype um das Blockchain-basierte Finanzierungsmodell Initial-Coin-Offering (ICO) hält noch immer an. Jetzt will auch der US-Rapper Ghostface Killah mit der von ihm mitbegründeten Firma Cream Capital davon profitieren. 30 Millionen US-Dollar will das Unternehmen durch ihr ICO einnehmen, das für den 11. November 2017 geplant ist. Das geht aus einem Bericht von CNBC hervor.

Ghostface Killah, der mit bürgerlichem Namen Dennis Coles heißt, wurde als Mitglied der Rapgruppe Wu-Tang Clan in den 1990er Jahren weltbekannt. Auf diese Vergangenheit spielt auch der Firmenname an. 1993 veröffentlichte die New Yorker Band den Song „C.R.E.A.M.“, was für „Cash Rules Everything Around Me“ stand. Bei Cream Capital steht das C allerdings nicht für Cash sondern für Crypto. Ebenfalls erwähnenswert: An dem Lied „C.R.E.A.M.“, das vom Time Magazine zu einem der besten 100 englischsprachigen Lieder gekürt wurde, war Ghostface Killah gar nicht beteiligt.

Rapper-ICO: Wie funktioniert Cream?

Cream Capital will zwei Token veröffentlichen: Der Cream-Cash-Token soll dabei an den Dollarwert gekoppelt sein. Das Ziel soll die Schaffung einer Kryptowährungen ohne die teilweise extremen Kursschwankungen sein. Jedes Mal, wenn ein US-Dollar in Cream-Cash getauscht wird, entsteht ein entsprechender Token. Wird der US-Dollar ausbezahlt beziehungsweise Ether getauscht, wird dieser Token zerstört.

Zusätzlich gibt es noch eine Art Dividenden-Token. Die sind auf 100 Millionen Stück limitiert und sollen bei dem geplanten ICO verkauft werden. Außerdem können Cream-Token generiert werden, indem Nutzer Cream-Cash für eine bestimmte Zeit in einem Wallet festhalten. Je länger der Zeitraum, desto mehr Dividenden-Token bekommen die Investoren.

Mit dem Wu-Tang Clan wurde Ghostface Killah weltberühmt. Seine Kryptowährung Cream wird allerdings deutlich kritischer gesehen. (Foto: Shutterstock)

„Bring da motherfuckin‘ ruckus“ – Experten kritisieren Idee hinter dem Cream-Token

Wirklich begeisterte Reaktionen hat das Konzept von Cream bislang nicht hervorgerufen. Experten stören sich nicht zuletzt daran, dass es sich um ein quasi-zentralisiertes System handelt, was der dezentralen Idee von Kryptwährungen entgegen läuft. Daher bleibt vielen Experten unklar, welchen Vorteil der Einsatz von Cream bringen soll. Gegenüber der International Business Times nennt Aaron Lasher vom Bitcoin Wallet Bread das Ganze eine übertechnisierte synthetische Version des Dollars und wirft die Frage auf, welcher Vorteil aus der Nutzung von Cream erwachsen solle.

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Legalität. Zwar arbeitet Cream Capital nach Angaben des Firmenchefs Brett Westbrook eng mit den US-amerikanischen Regulierungsbehörden zusammen, dennoch haben einige Experten Zweifel an der Legalität des Konzepts. Denn letztlich funktionieren die Cream-Token wie Wertpapiere, wodurch die Macher gegen geltendes US-Recht verstoßen könnten. „Das klingt superillegal“, fasst Aram Barnett, der CEO des kryptozentrischen Hedgefunds Alluminate seine Bedenken zusammen.

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