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Würdest du Alexa eine Vollmacht ausstellen?

Vertrauensvorschuss für digitale Helfer: Möglicherweise sind immer mehr Deutsche bereit, Alexa & Co. Privates anzuvertrauen. (Bild: Shutterstock)

Prokura für Sprachassistenten: Die Studie eines Versicherers will herausgefunden haben, dass viele Deutsche ihren Sprachassistenten immer mehr anvertrauen. Gerne auch den Abschluss einer Versicherung.

Sprachassistenten wie Alexa oder Siri mit dem Abschluss einer Versicherung beauftragen? Immerhin schon 18 Prozent der zwischen 18 und 34 Jahre alten Deutschen können sich das offensichtlich vorstellen. In der Gesamtbevölkerung sei mit zwölf Prozent inzwischen mehr als jeder Zehnte dazu bereit, will die Studie „Digitale Versicherung 2018“ jetzt herausgefunden haben. Für sie sind im Auftrag des Schweizer Versicherungssoftware-Herstellers Adcubum mehr als 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt worden.

„Können Sie sich vorstellen, eine Versicherung komplett über einen digitalen Sprachassistenten wie Alexa (Amazon) oder Siri (Apple) abzuschließen?” (Grafik: Adcubum)
Frage: „Können Sie sich vorstellen, eine Versicherung komplett über einen digitalen Sprachassistenten wie Alexa (Amazon) oder Siri (Apple) abzuschließen?“ (Grafik: Adcubum)

„Je mehr sie auch in anderen Lebensbereichen Routinetätigkeiten und neue Aufgaben übernehmen, desto eher wird man ihnen den Abschluss einer Versicherung zutrauen.“

Dass die Bereitschaft in den kommenden Jahren möglicherweise noch deutlich zunehmen könnte, zeigt eine andere Zahl: Neben den zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung, die sich einen Abschluss über Sprachassistenten schon jetzt vorstellen können, bekunden weitere 24 Prozent, dass sie solche Assistenten zwar „eher gut“ finden, im Moment aber für sie noch kein Versicherungsabschluss darüber infrage komme.

„Können Sie sich vorstellen, eine Versicherung komplett online abzuschließen?” (Grafik: Adcubum)
Frage: „Können Sie sich vorstellen, eine Versicherung komplett online abzuschließen?“ (Grafik: Adcubum)
Whatsapp: 5 praktische Tipps für den Umgang mit dem Messenger
Seit 2014 zeigen blaue Häkchen in einem Whatsapp-Chat an, dass die entsprechende Nachricht von eurem Gegenüber gelesen wurde. An sich ist das ein praktisches Feature, vor allem wenn es darum geht, jemandem etwas mitzuteilen, auf das man keine direkte Antwort benötigt. Doch leider gibt es sie, jene unverbesserlichen Zeitgenossen, die es einfach nicht einsehen wollen, dass man nicht immer sofort auf eine ihrer Nachrichten reagieren kann oder will. Für sie ist ein blauer Haken eine offene Einladung nachzufragen oder gar zu kritisieren, warum sie keine Antwort auf ihre Nachricht kriegen. Wer mit solchen Menschen aus welchen Gründen auch immer in Kontakt steht, kann sich überlegen, ob er die blauen Häkchen nicht einfach deaktiviert. Dazu geht ihr in Einstellungen > Account > Datenschutz und deaktiviert die Lesebestätigungen. Aber Achtung: Dann seht auch ihr nicht mehr, wenn jemand eure Nachrichten gelesen hat. Zusätzlich könnt ihr im selben Menü auch dafür sorgen, dass innerhalb von Whatsapp nicht mehr angezeigt wird, wann ihr zuletzt online wart. Wobei ihr hier beachten solltet, dass ihr nach wie vor als „Online“ angezeigt werdet, wenn ihr es tatsächlich seid. Nur die Uhrzeit eurer letzten Whatsapp-Nutzung wird euren Kontakten nicht mehr eingeblendet. (Screenshot: Whatsapp)

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Prognose: Vertrauen in Sprachassistenten wächst

Bislang sei großen Teilen der Bevölkerung noch nicht bewusst, was diese Assistenten leisten könnten, sagt Adcubum-COO Rommel, möglicherweise auch im Hinblick auf sein eigenes Geschäftsmodell. Und er wagt eine eher wenig steile These: „Je mehr sie auch in anderen Lebensbereichen Routinetätigkeiten und neue Aufgaben übernehmen, desto eher wird man ihnen den Abschluss einer Versicherung zutrauen.“

Für viele Nutzer vielleicht ein Albtraum, für andere durchaus wünschenswert: Alexa und Konsorten könnten künftig nicht nur auf Zuruf tätig werden, sondern auch eigenständig Aktionen anbieten. Erkennt der Assistent etwa über Suchanfragen und Chats, dass der Nutzer sich ein Auto anschaffen will, könnte er ihm gleich den passenden Versicherungsschutz dafür vorschlagen.

Fest steht: Durch die Integration ins Wohnumfeld seien Alexa und Siri für Versicherer sehr wertvoll. Das sagen auch die Studienautoren. Kein anderes System sei „derart eng in das Umfeld der Menschen eingebettet“, heißt es.

Fragestellungen zum Online-Abschluss (Grafik: Adcubum)
Fragestellungen zum Online-Abschluss. (Grafik: Adcubum)

Langfristig sei auch denkbar, dass die Assistenten eine Art Prokura erhalten. Sie könnten für den Kunden dann also selbstständig neue Versicherungen abschließen oder bestehende Versicherungen erweitern. Ein Beispiel ist die Hausratversicherung: Kauft der Kunde sich ein smartes Haushaltsgerät, könnte sich Alexa automatisch um den Versicherungsschutz kümmern.

Alle Fragen und Ergebnisse der Studie könnt ihr euch hier anschauen.

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