Analyse

WWDC 2020: Was Apple außer iOS 14 und watchOS 7 noch vorstellen könnte

Apple WWDC 2020. (Bild: Apple)

Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2020 findet in diesem Jahr anders als sonst nur online statt. Trotz des menschenleeren Auditoriums im Apple Park ist das Programm aber prall gefüllt mit Highlights. Was zu erwarten ist, lest ihr hier.

Am Montag, den 22. Juni, ist es wieder soweit und Apple-Chef Tim Cook, begleitet von seinen Management-Team um Craig Federighi, Phil Schiller, Eddy Cue und zum ersten Mal ohne den ehemaligen Chefdesigner Jony Ive, wird iOS 14, macOS 10.16 und watchOS 7 ankündigen. Neben den üblichen großen OS-Updates hat Apple aber wohl noch mehr anzukündigen – auch Hardware steht womöglich auf dem Programm.

iOS 14 und iPadOS 14: Neuer Homescreen und mehr – Umbenennung in iPhone OS?

Apples iPadOS. (Bild: Apple)

Apples iPadOS. (Bild: Apple)

Eines der Highlights der WWDC 2020 wird die Ankündigung von iOS 14: Das große OS-Update, das im September auf Millionen iPhones verteilt wird, soll die Plattform wie damals iOS 12 wieder auf ein höheres Qualitätsniveau bringen. Der Release von iOS 13 mit seinen unzähligen Updates binnen weniger Wochen nach Veröffentlichung war ein Desaster.

Neben der erneuten Qualitätsoffensive hält iOS 14 dennoch viele Neuerungen bereit, von denen schon eine Menge geleakt wurden: So wird es den Leaks zufolge einen überarbeiteten Homescreen mit Listenansicht geben sowie eine neue Fitness-App. Zudem ist mit aufgebohrtem Messenger zu rechnen sowie der Option, Standard-Apps wie Mail, Browser und Musik-Apps nach eigenen Wünschen festzulegen.

Spannend ist außerdem das Gerücht, das der gut vernetzte Techjournalist John Prosser per Twitter teilte: Seinen Informationen zufolge könne Apple sein iPhone-Betriebssysten iOS in iPhone OS umtaufen. Diesen Namen trug das OS zwischen 2007 und 2009 – iOS 4 war die erste Version mit dem kürzeren Namen, der sich bis heute gehalten hat. Ob Prosser recht hat, werden wir Montag erfahren.

Eine Übersicht der bekannten iOS-14-Neuerungen findet ihr in folgenden Artikeln:

watchOS 7: Neue Funktionen für die Apple Watch

Die mittlerweile wohl zweitwichtigste Plattform Apples scheint in Sachen Verkaufszahlen die Apple Watch zu sein. Mit watchOS 7 kommen, wie es scheint, allerlei neue Funktionen auf die Smartwatch der Kalifornier.

watchOS 6

Apple bohrt mit watchOS 7 die aktuelle Version watchOS 6 (auf dem Screenshot) erneut auf. (Bild: Apple)

Das nächste OS-Update für die Smartwatch soll unter anderem teilbare Watchfaces liefern sowie die Möglichkeit, Fotos als Ziffernblatt zu nutzen. Ferner ist von neuen Profi-Watchfaces die Rede, die ein Tachymeter integriert haben sollen. Darüber hinaus könnte eine verbesserte Kontrolle für Uhren von Kindern an Bord sein – unter anderem sei es möglich, zu bestimmten Zeiten nur ausgewählte Komplikationen einzublenden, schreibt 9to5 Mac. Zudem wird gemunkelt, dass die Apple Watch auch den Blutsauerstoffgehalt messen können soll. Außerdem ist eine Schlaftracking-Funktion im Gespräch.

Mehr dazu:

macOS 10.16 und tvOS 14

macOS Catalina. (Screenshot: macOS / t3n)

Auf macOS 10.15 Catalina folgt macOS 10.16. (Screenshot: macOS / t3n)

Über die anstehenden Neuerungen von macOS 10.16 ist weit weniger bekannt als über iOS 14. Dennoch ist das eine oder andere durchgesickert: Unter anderem soll die Messages-App vom iPad auf den Mac wandern, was mit Project Catalyst realisiert werden dürfte. Weiter zieht wohl ein Übersetzung-Tool für Safari auf Siri-Basis in das OS ein, das auch für iOs 14 erwartet wird. Überdies scheint Apple an der Integration der Shortcut-Funktion in macOS zu arbeiten.

Apples Unterhaltungsplattform tvOS 14 wird derweil wohl eine kleine optische Überarbeitung und wohl auch die Fitness-App erhalten, die in iOS 14 einziehen wird, so heißt es.

Weiter könnte ein Kindermodus kommen, der es Apple-TV-Besitzern ermöglicht, ein spezielles Profil für die Kleinen zu erstellen. Es umfasse eine Reihe von Einschränkungen, wodurch nur bestimmte Inhalte angezeigt werden. Ebenso könnte die Bildschirmzeitfunktion auf tvOS wandern.

Mehr dazu:

WWDC 2020: Mac goes ARM

Apples Macs verlassen 2021 die Intel-Plrttform. (Bild: Apple)

Mit Projekt Kalamata arbeitet Apple am Wechsel seiner Macs von Intels x86-Architektur auf ARM-basierte Chips, die der Konzern selbst entwickelt. Seit Jahren kursieren Berichte über die Abkehr Apples von Intel, im Zuge der WWDC 2020 soll 15 Jahre nach dem Wechsel von Power-PC auf Intel ein erneuter Umbau erfolgen. Die ersten ARM-basierten Macs werden womöglich erst 2021 in den Handel kommen, denn damit möglichst viele Anwendungen mit der neuen Hardwareplattform kompatibel sind, brauchen App-Entwickler einen gewissen Vorlauf, um die Apps entsprechend anzupassen.

ARM-basierte Chips sollen mehrere Vorteile gegenüber Intel-basieren Macs liefern: Unter anderem seien sie leistungsfähiger und dennoch weniger Energie verbrauchen. Ferner sei bei von Apple entwickelten Chips mit einer optimierten Grafikleistung und KI-Funktionen zu rechnen. Abgesehen davon erhält Apple so mehr Kontrolle über die Hard- und Softwareentwicklung, wie es schon bei den iPhones und der Apple Watch der Fall ist.

Mehr dazu:

Hardware auf der WWDC 2020: Neue iMacs in frischer Optik

Pro-Display XDR

Angelehnt an Pro-Display XDR und iPad Pro: Apples neuer iMac soll dünnere Displayränder erhalten. (Bild: Apple)

Was neue Hardware angeht, könnte Apple eine neue Generation seines iMac vorstellen. Zum ersten Mal seit 2012 soll es Berichten zufolge ein Redesign des All-in-one-Rechners geben. Die neue Generation soll optisch eine Mischung aus Pro Display XDR und dem iPad Pro werden.

Weiter heißt es, dass der neue iMac einen T2-Chip für Sicherheits- und Controller-Funktionen und AMD-Navi-GPU enthalten soll. Die HDD-SSD-Kombi in Form von Fusion Drive werde gestrichen und durch reine SSD-Speicher ersetzt. Als Prozessor könnte Apple noch auf Intels „Comet Lake“-Chips setzen, die im April angekündigt wurden.

Apples Tracking Airtags. (Bild: Macrumors)

Kommen Apples Tracking Airtags zur WWDC 2020? (Bild: Macrumors)

Abgesehen davon könnte Apple seine ersten ANC-Bluetooth-Kopfhörer und eine kleine Variante des Homepods zeigen. Darüber hinaus könnte der Hersteller auch seine Tile-ähnliche Tracking-Lösung Airtags präsentieren, mit denen verlegte Geldbörsen oder Taschen wiedergefunden werden können.

Über Apples Neuankündigungen am 22. Juni werden wir zeitnah für euch berichten und einen Liveticker bereitstellen. Wenn ihr die WWDC 2020 live verfolgen wollt: Apple wird über verschiedene Plattformen wie Youtube und die eigene Website einen Livestream anbieten.

Mehr zum Thema:

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3 Kommentare
Peter
Peter

Also von den letzten Keynotes weiß ich eine Sache:

Die Leaks waren allesamt spannender als den Standardkram, den Apple dann rausgehauen hat. Das war bei den iPhones mit ihren minimalen Verbesserungen und der Notch so und das wird bei dem iMac auch wieder so sein.

In den Home Office Zeiten aktuell… wie wäre es mal, wenn die MacBook eine Webcam bekommen, die nicht wie aus den 90ern aussieht :P und vielleicht mal FaceID? Ich weiß, ist zu viel verlangt.

Vermutlich behält der iMac sogar seine riesigen schwarzen Displayränder. Ich traue Apple aktuell gar nichts mehr zu und Updaten werde ich MacOS etc. auch erst, nachdem sicher ist, dass es nicht dasselbe Bugfest wie zuletzt immer wird.

Sorry aber die letzten Jahren ist Apple einfach nur beständig schlechter und unzuverlässiger geworden. Das einzige was ich gut finde, ist die Konzentration auf Privatsphäre und ich hoffe, es ist mehr als eine Strategie vom Marketing.

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Bizarro-Peter
Bizarro-Peter

@Peter:

Also deine subjektive Wahrnehmung ist ja schön und gut, aber objektiv gesehen, hat Apple in den letzten Jahren mehr und bessere Produkte auf den Markt gebracht, als jemals zuvor. Anscheinend ist dies aber auch ein Effekt, den man bei Kindern und deren Geburtstagen beobachten kann, jedes Mal werden die Eltern noch ein schöneres und größeres Geschenk kaufen, die Kinder werden aber von Mal zu Mal gelangweilter durch die Geschenke und wünschen sich immer mehr Superlativen. Das nennt man „Verwöhnt“. Und anscheinend sind wir Apple Anwender unglaublich verwöhnte „Blagen“, denen man es nicht mehr recht machen kann…

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Peter
Peter

Ach was. Das war ja nie Apple bzw. Apple in den 80ern sogar schonmal das Genick gebrochen. Jetzt gibt es mehrere Versionen von allem, eine merkwürdige Namensgebung (Ich sage nur Pro und Air), während jedes Software-Update massive Probleme mit sich bringt. Das letzte „neue“ iPhone war das X, danach waren es Evolutionen, keine Revolutionen.

Ich bin kein verwöhntes Blag, mal abgesehen von meinem hohen Alter. Ich zahle mehrere tausend Euro für mein MacBook Pro und erwarte Perfektion für diesen Preis. Software wie auch Hardware. Das war auch immer so, bis es vor drei, vier Jahren eben nicht mehr so war. Da musste ich dann die Tastatur tauschen lassen (gleich zwei mal), bekam eine TouchBar, dessen ESC Button im Alltag oft nicht direkt genug reagiert, Displayränder (die bei anderen auch jetzt noch kleiner sind als die vom neuen MacBook) und so weiter und sofort.

Verwöhnt bist du, wenn du nichts dafür zahlen würdest und alles haben willst. Ich zahle aber richtig vield Geld für die Geräte von Apple. Warum? Weil ich es gerne tue, wenn ich dafür etwas bekomme. Ist dem nicht mehr so, fange ich an zu meckern.

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