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Xerox erwägt Milliarden-Übernahme von HP

(Foto: HP)

David greift zu Goliath: Der US-Kopierhersteller Xerox will das mehr als drei Mal so große PC-Urgestein Hewlett-Packard (HP) übernehmen.

Der unter Druck stehende Kopierer- und Druckerhersteller Xerox könnte laut einem Zeitungsbericht nach dem traditionsreichen PC-Hersteller HP greifen. Xerox erwäge eine Offerte in bar sowie in Aktien für HP, die gegenwärtig auf einen Marktwert von rund 27 Milliarden US-Dollar (24,3 Milliarden Euro) kommen, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Noch sei aber keine Entscheidung getroffen.

Zusammenschluss von Xerox und HP könnte Bewegung in den Sektor bringen

Ein Zusammenschluss könnte den Unternehmen, die mit dem Wandel der Branche ringen, frischen Schwung verleihen. Zudem wären in überlappenden Bereichen wohl deutliche Einsparungen möglich. Frisches Geld erhofft sich Xerox aktuell durch den Verkauf des Anteils an einem Gemeinschaftsunternehmen mit Fujifilm an den japanischen Technologiekonzern für 2,3 Milliarden Dollar. Xerox habe sich außerdem eine informelle Finanzierungszusage einer großen Bank gesichert. Dennoch bleibt unklar, wie der Konzern den Riesen-Zukauf stemmen will.

Der Aktien-Kurs von HP stand nach Veröffentlichung der Nachricht im Frankfurter Handel im Plus, das Papier von Xerox verlor dagegen. HP ist mehr als drei Mal so groß wie Xerox. Jedes Gebot würde eine Prämie auf den derzeitigen Aktienkurs von HP enthalten, erklärten die Personen.

Unklar, wie Xerox die Übernahme finanzieren will

Xerox stellt Drucker und Kopierer her und macht den meisten Umsatz mit Vermietung und Wartung. HP verkauft kleinere Drucker und ist zugleich einer der größten PC-Hersteller weltweit. HP verkündete Anfang Oktober Sparmaßnahmen inklusive eines Abbaus von 9.000 Stellen. Außerdem solle das Druckergeschäft wiederbelebt werden, hieß es. Das erziele zwar tendenziell höhere Gewinne, habe jedoch Probleme, weil die Kunden Tintenpatronen woanders einkaufen.

HP verkaufte in der Vergangenheit Drucker mit Verlusten und verdiente dann Geld mit dem Verkauf von Druckerpatronen. Mit einem neuen Geschäftsmodell will HP Kunden beim Kauf eines Drucker mit wiederkehrenden Rabatten an Tintenpatronenkäufe binden. Außerdem investiert HP in 3D-Druck.

Die Aktienkurse der Unternehmen entwickelten sich in letzter Zeit unterschiedlich: Das Xerox-Papier legte um in diesem Jahr um 84 Prozent zu – nach der Bekanntgabe des Sparprogramms und starker Quartalszahlen. Der Kurs von HP ging um zehn Prozent seit Jahresbeginn zurück. dpa

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Ein Kommentar
Fakler
Fakler

HP verkauft kleinere Drucker : Kleinere Drucker ? Was ist damit gemeint .. ? Sind Indigo Drucker, Plotter kleine Drucker ?

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