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Jetzt ist es offiziell: Xiaomi beantragt 10-Milliarden-Dollar-IPO

Xiaomi-Hauptquartier in Peking. (Foto: testing/Shutterstock.com)

Gemutmaßt wurde schon länger, jetzt ist es offiziell: Xiaomi hat einen Börsengang bei der Hongkonger Börse beantragt. Zehn Milliarden US-Dollar sollen erlöst werden.

Schon im Januar war durchgesickert, dass der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi an die Börse strebt. Jetzt hat Xiaomi den IPO offiziell beantragt. Sein Börsendebüt will das gerne auch mal als Apple Chinas titulierte Startup in Hongkong hinlegen. Details zu dem Börsengang gibt Xiaomi in dem Antrag zwar nicht preis. Aber die South China Morning Post berichtet unter Berufung auf Banker, dass zehn Milliarden Dollar erlöst werden sollen. Das würde das erst acht Jahre alte Unternehmen zu einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar katapultieren.

Xiaomi nach IPO drittgrößter Tech-Konzern Chinas

Das von Lei Jun gegründete Startup wäre nach dem Börsengang auf einen Schlag der drittgrößte Tech-Konzern Chinas hinter Baidu und JD.com. Lei Jun könnte zum reichsten Mann Chinas aufsteigen, er soll 75 Prozent an dem Unternehmen halten, wie Techcrunch berichtet. Im internationalen IPO-Ranking würde Xiaomi auf Platz 15 einsteigen. Den bisher größten Börsengang hatte Alibaba im Jahr 2014 mit einen Wert von 25 Milliarden hingelegt. Auf Platz zehn findet sich in dem von Bloomberg aufgestellten Ranking übrigens die Deutsche Telekom, die 1996 rund 13,1 Milliarden Dollar erlöste.

Der Antrag für den Börsengang offenbart zwar keine Details über die geplante Preisspanne beim Aktienverkauf, aber einige andere interessante Informationen zu Xiaomi. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf umgerechnet rund 15 Milliarden Euro fast verdoppelt. Der operative Gewinn wurde auf 1,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr sogar verdreifacht. Aufgrund von Sonderausgaben stand unter dem Strich dennoch ein Nettoverlust in der Höhe von 5,7 Milliarden Euro.

Ein Blick in Xiaomis Produkt-Portfolio
Die Mi Box ist eine Android-TV-Set-Top-Vox. (Bild: Xiaomi)

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30 Prozent der Einnahmen aus dem Börsengang will Xiaomi eigenen Angaben zufolge in die weitere Expansion in Südostasien, Europa, Russland und anderen Regionen stecken. Weitere 30 Prozent sind für Forschung und Entwicklung sowie noch einmal 30 Prozent für Investitionen in das Internet der Dinge und den Ausbau des Bereichs smarte Geräte geplant. Die übrigen zehn Prozent will Xiaomi für den Ausgleich von Verbindlichkeiten nutzen.

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