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Von wegen 10-Milliarden-IPO: Xiaomi enttäuscht bei Börsendebüt

Xiaomi-Smartphone Mi 8. (Bild: Xiaomi)

Xiaomi hat ein enttäuschendes Börsendebüt hingelegt. Statt der erwarteten zehn erlöste der chinesische Techkonzern bei der Erstnotierung nur knapp fünf Milliarden US-Dollar.

Noch Anfang Mai waren Branchenbeobachter davon ausgegangen, dass der gern auch als Apple Chinas titulierte Techkonzern Xiaomi ein fulminantes Börsendebüt hinlegen werde. Die Rede war im Zuge der Beantragung des Börsengangs davon, dass Xiaomi bis zu zehn Milliarden Dollar erlösen könne und damit 100 Milliarden Dollar wert sei. Daher muss der am Montag in Hongkong erfolgte Xiaomi-IPO als enttäuschend für das ambitionierte Unternehmen gewertet werden.

Kurs der Xiaomi-Aktie pendelt beim Debüt knapp unter dem Ausgabepreis. (Screenshot: Börse Hongkong/t3n.de)

Denn der Ausgabepreis der Xiaomi-Aktien lag mit 17 Hongkong-Dollar nur am unteren Ende der zuvor festgelegten Preisspanne, wie boerse.ard.de berichtet. Diese Spanne hätte bis 22 Hongkong-Dollar gereicht. Der Börsenstart verlief zudem recht holprig. Zu Handelsbeginn war der Kurs des Papieres um fast sechs Prozent auf 16 Hongkong-Dollar gesunken. Am Vormittag bewegte sich die Aktie wieder ungefähr auf dem Niveau des Ausgabepreises. Damit beläuft sich der Wert des Konzerns auf rund 50 Milliarden US-Dollar.

Handelskonflikt drückt auf Xiaomi-IPO

Als ein Grund für das enttäuschende Börsendebüt des chinesischen Tech-Konzerns gilt das derzeit allgemein schwierige Marktumfeld. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat in den vergangenen Wochen auf die Aktienkurse gedrückt. Der Hongkonger Aktienindex ist allein im Juni um 6,5 Prozent gesunken.

Mitverantwortlich für die schwache Nachfrage nach Xiaomi-Papieren könnte aber auch die gestiegene Konkurrenz auf dem chinesischen Markt gewesen sein. Heimische Rivalen wie Oppo und Vivo haben Xiaomi in China schon überflügelt. Weltweit lag Xiaomi im ersten Quartal 2018 mit etwas über acht Prozent Marktanteil auf Platz vier hinter Samsung, Apple und Huawei. Oppo war Xiaomi mit sieben Prozent Marktanteil aber schon dicht auf den Fersen.

Ein Blick in Xiaomis Produkt-Portfolio
Kopfhörer in verschiedenen Ausführungen gehören auch zum Angebot. (Bild: Xiaomi)

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Das bisher größte Börsendebüt hatte im Jahr 2014 der chinesische Amazon-Rivale Alibaba hingelegt, der rund 25 Milliarden US-Dollar an der Wall Street erlöste. Laut boerse.ard.de stehen in diesem Jahr weitere Börsengänge für chinesische Techfirmen an, etwa der Online-Plattformbetreiber Meituan Dianping. Xiaomis Erstnotierung wird daher in Hongkong auch als Stimmungsbarometer betrachtet – derzeit sind die Aussichten demnach eher trüb.

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