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Xiaomis Smartphone-Absatz wackelt trotz guter Zuwächse in Europa

Xiaomi Mi Stores soll es noch in diesem Jahr in ersten deutschen Städten geben. (Foto: Shutterstock)

Xiaomi hat heute seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2019 vorgelegt und einen deutlichen Rückgang beim Wachstum gemeldet.

Der chinesische Elektronik-Konzern Xiaomi ist mittlerweile der viertgrößte Smartphone-Hersteller der Welt. Auch in Europa konnte Xiaomi sich den vierten Platz sichern und legte dabei mit 73 Prozent den größten Zuwachs unter den Smartphone-Herstellern vor. Insgesamt 5,5 Millionen Smartphones setzte der chinesische Hersteller allein im dritten Quartal 2019 in Europa um.

Xiaomis Wachstum wird einstellig

Das ist sicherlich sehr erfreulich für Xiaomi, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erfolgsverwöhnte Unternehmen sich mit einem sich verlangsamenden Wachstum anfreunden muss. So konnte Xiaomi seinen Gesamtumsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal nur noch um 5,5 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro steigern. Bisherige Steigerungsraten im Vorjahresvergleich lagen um 15 Prozent, teils darüber.

Wie Reuters berichtet, musste Xiaomi im Heimatland China sogar einen Absatzrückgang seiner Smartphones von 7,8 Prozent im Vorjahresvergleich hinnehmen. Hierfür macht das Unternehmen einen allgemeinen Rückgang des Smartphone-Absatzes in China verantwortlich, den das Marktforschungsunternehmen Canalys für das Berichtsquartal auf immerhin drei Prozent beziffert hatte. Bis auf Huawei bekamen alle chinesischen Hersteller den Einbruch zu spüren.

Rohertrag steigt dennoch spürbar, Gewinnmarge verbessert sich

Dennoch erzielte Xiaomi im dritten Quartal einen Rohertrag in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 25,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die gute Gewinnentwicklung hat maßgeblich damit zu tun, dass es Xiaomi gelungen ist, die Bruttogewinnspanne im Smartphone-Segment auf neun Prozent anzuheben. In Vorquartalen hatte diese Spanne bisweilen nur 3,3 Prozent betragen.

Internationale Expansion trägt Früchte

Zudem macht sich Xiaomis internationale Expansion bezahlt. Damit generiert das Unternehmen mit 3,4 Milliarden Euro bereits 48,7 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Volksrepublik. Entsprechend will das Unternehmen die Erschließung weiterer Märkte vorantreiben.

Die Zahl der aktiven Nutzer der MIUI-Plattform, Xiaomis angepassten Android-Systems, wächst kontinuierlich und beläuft sich inzwischen auf 292 Millionen.

Mit dem weltweiten Start von 5G erhofft sich der Hersteller einen Wachstumsschub. Laut Xiaomi-Chef und Unternehmensgründer Lei Jun plant das Unternehmen, im nächsten Jahr mindestens zehn verschiedene 5G-Smartphones auf den Markt zu bringen.

Passend dazu: Europäischer Smartphone-Markt: Samsung dominiert, Xiaomi legt weiter zu

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