Porträt

Y-Food: Wie gut ist die Flüssignahrung aus „Die Höhle der Löwen“?

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Wenn man Benjamin Kremer fragt, warum sein Drink besser sein soll als die millionenschwere Konkurrenz, sagt er: „Unser Haupthebel ist der Geschmack. Wir sind eins der wenigen Produkte, die gut schmecken.“ Viele andere Produkte seien auf Soja-Basis, so Benjamin Kremer. Sein Produkt entstehe mit laktosefreier, fettarmer Milch. Als einen Vorteil sieht er auch die Tatsache, dass das Getränk im Gegensatz zu Huel aus England schon fertig gemischt ist. „Das ist für unsere Kunden komfortabler.“

Wollen wir das wirklich trinken?

Seit der Aufzeichnung der Sendung ist bei den beiden Gründern viel passiert. Y-Food, erzählt Benjamin am Telefon, gibt es mittlerweile in etlichen Supermärkten in Deutschland und ab Januar sogar in der Schweiz bei Lidl. Die Umsätze, so Kremer, hätten sich seit Anfang des Jahres „verfünfzigfacht“ – monatlich seien es momentan um die 700.000 Euro, so der Gründer. Im Januar wollen sie auch ein Büro in New York eröffnen und es trotz der Konkurrenz dort auf dem amerikanischen Markt versuchen.

Ganz wollen die beiden Gründer gekochte Mahlzeiten aber nicht abschaffen. „Dafür lieben wir Essen viel zu sehr“, sagt Kremer. „Es gibt aber häufig Situationen, in denen man kein gutes Essen bekommt.“ Die Kunden, erklärt er, seien aber nicht nur gestresste Banker: „Es ist ein Querschnitt der Bevölkerung: LKW-Fahrer, Banker, Krankenschwestern“, so Kremer. In ein paar Monaten wollen die beiden in einer Serie-A-Finanzierungsrunde Investment einwerben: Von Risiko-Kapitalgebern erhoffen sie sich dabei „fünf bis zehn Millionen Euro für bei diesen Runden übliche 15 bis 20 Prozent aufzunehmen“, so der Gründer.

Wie groß Y-Food mit oder ohne Investment wird, bleibt abzuwarten. Wer weiß, vielleicht machen sie ja irgendwann der wohl größten und zweifellos ältesten Brei-Nahrung aus  Deutschland Konkurrenz – Alete.

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3 Kommentare
Hendrik
Hendrik

Für 12€/Tag kann man besser essen …

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borisch

Es gibt selber in der Sparte günstigere Alternativen, bei denen man teilweise sogar nur die Hälfte zahlt. Wir haben die mal für unser Lokalmagazin ausgetestet und unsere Ernährrung 10 Tage darauf umgestellt.

Man spart eine Menge Zeit, aber auf Dauer ist das nichts, vor allem nicht bei dem Preis. Bei 12€ kann ich mir auch selber für den ganzen Tag richtig tolle gesunde Mahlzeiten zubereiten. Das lohnt sich finanziell eigentlich nur bei den länger bestehenden Konkurrenzprodukten. Aber auch da wird man den Geschmack schnell satt.

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borisch

Soylent, Joylent, Mana.
Alles nichts neues. Und über Geschmack lässt sich streiten und dementsprechend auch nicht schützen, wie unlängst der EuGH urteilte.

Mana bietet auch flüssige Varianten an. Damit ist Y-Food einfach nichts mehr als eine weitere Kopie einer Kopie einer Kopie. Das ist mir nicht mal ansatzweise ein Investment wert.

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