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Yahoo scannt noch immer E-Mails zu Werbezwecken – so schützt du dich davor

Yahoo Mail. (Screenshot: Yahoo/t3n.de)

Auch nach der Übernahme durch die Verizon-Tochter Oath scannt Yahoo wie Schwester AOL gezielt E-Mails seiner Nutzer, um die Daten an Werbetreibende zu verkaufen. Doch es gibt einen Ausweg.

Google hat vor einem Jahr versprochen, das automatisierte Analysieren von Gmail-E-Mails zu Werbezwecken zu stoppen. Microsoft hat nach eigenen Angaben Nutzer-E-Mails nie systematisch ausgewertet. Anders sieht das bei Yahoo und AOL aus. Die beiden mittlerweile zur Verizon-Tochter Oath gehörenden E-Mail-Anbieter setzen weiterhin auf das Scannen von E-Mails zu Werbezwecken.

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge bietet Yahoo in Präsentationen Advertisern die Daten aus der Analyse von 200 Millionen Posteingängen seines Mail-Dienstes an. Auch AOL durchsuche die E-Mails seiner Nutzer entsprechend, bestätigte Oath. Gescannt würden aber lediglich Marketing-E-Mails, etwa von Online-Plattformen. Persönliche E-Mails werden laut Oath dagegen ignoriert.

Yahoo scannt Marketing-E-Mails und gibt Erkenntnisse an Advertiser weiter

Das Ganze funktioniert wohl so: Nutzer, die oft Flugtickets via E-Mails erhalten, werden von dem System als Vielreisende eingestuft. Dank der Platzierung entsprechender Cookies sehen sie dann auf anderen Websites entsprechende Werbeanzeigen. Beim Scannen der E-Mails dürften aber nicht nur Maschinen eingesetzt werden, sondern auch Menschen. Die Information darüber haben sich die E-Mail-Dienste von AOL und Yahoo im Frühjahr in ihre Datenschutzrichtlinien geschrieben.

Laut dem Oath-Manager Doug Sharp sei das die Gegenleistung für die Möglichkeit, gratis E-Mails senden und empfangen zu können. Schließlich sei das für den Anbieter mit hohen Kosten versehen. Allerdings werden auch die E-Mails der Nutzer des kostenpflichtigen Premium-Services durchleuchtet, wie The Verge schreibt. Sharp zufolge würden die Nutzer ohnehin auf sie zugeschnittene Werbeanzeigen bevorzugen.

Im Ad-Interest-Manager können Yahoo-Nutzer der Auswertung zu Werbezwecken widersprechen. (Screenshot: Yahoo/t3n.de)

Allerdings gibt es eine Möglichkeit, der Analyse der eigenen E-Mails zu widersprechen. Diese findet sich aber nicht in den Einstellungen. Stattdessen muss eigens die Website „Ad Interest Manager“ aufgerufen werden. Dort sollten Nutzer im Bereich Advertising Choices in den beiden Reitern Across the web und On Yahoo jeweils den Button Opt Out klicken. Natürlich haben Nutzer auch die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln.

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