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Yahoo überrascht vor Übernahme durch Verizon mit Gewinn und Umsatzsprung

Das kriselnde Online-Urgestein Yahoo hat im letzten eigenständigen Quartal vor der Übernahme seines Kerngeschäfts durch den US-Telekomkonzern Verizon bessere Geschäfte als erwartet gemacht.

Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Umsatz um 22 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Unter dem Strich verdiente Yahoo 99,4 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust in etwa gleicher Größenordnung angefallen.

Die Quartalszahlen fielen besser aus als von Analysten angenommen. Vor dem 4,48 Milliarden Dollar schweren Verkauf an Verizon, der im Juni vollzogen werden soll, beeindruckte Anleger dies jedoch wenig. Die Aktie reagierte nachbörslich kaum. Ursprünglich hatte der Kaufpreis deutlich höher gelegen, doch nach Bekanntwerden zweier großer Hackerattacken auf Nutzerkonten von Yahoo hatten die Unternehmen einen Abschlag von 350 Millionen Dollar vereinbart.

Quartalszahlen besser als erwartet

In den Monaten bis zur Übernahme werde man sich um einen starken Abschluss bemühen und für die bestmögliche Integration bei Verizon planen, versprach Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Die ehemalige Google-Managerin hatte im Juli 2012 das Ruder beim von Rivalen wie Facebook im Kampf um Werbeerlöse längst abgehängten Online-Dino übernommen. Sie konnte die Hoffnungen nicht erfüllen – die Lage verschlechterte sich, bis Yahoo 2016 zum Verkauf gestellt wurde.

Nachdem die Übernahme durch Verizon im letzten Juli beschlossen worden war, kam es für Yahoo noch dicker: Es wurde bekannt, dass Hacker bei zwei riesigen Cyberattacken in den Jahren 2013 und 2014 Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern erbeutet hatten. Damit handelt es sich um die größten bislang bekannten Datendiebstähle bei Unternehmen überhaupt. Neben dem niedrigeren Kaufpreis vereinbarten Verizon und Yahoo danach auch einen Kompromiss zur gemeinsamen Bewältigung von Rechtskosten im Zusammenhang mit den Hackerangriffen. dpa

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