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Yo braucht 5.000 Unterstützer – oder die Spaß-App stirbt

Yo vor dem Aus. (Foto: t3n.de)

Einst Everybody‘s Darling, jetzt vor dem Aus. Die einstige Hype-App Yo kämpft offenbar ums finanzielle Überleben. 5.000 Unterstützer werden gesucht. Bis jetzt sind es nur 31.

Über die 2014 als reine Spielerei gestartete und wenig später zum Hype aufgestiegene App Yo hat wahrscheinlich jeder seine eigene Geschichte zu berichten. Die einen feierten das Konzept als genial einfache Möglichkeit der Konversation mit Freunden und Kunden, als geniales Anti-Facebook. Andere fanden die App, bei der zunächst nicht viel mehr getan werden konnte, als ein „Yo“ zu senden, einfach doof. Oder wie Tech-Blogger Robert Scoble schrieb: „This is the stupidest, most addictive app I've ever seen in my life.“

Yo scheint jetzt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Über einen Blogpost bei Medium forderten die Yo-Macher Nutzer und (ehemalige) Fans der App auf, auf der Seite Patreon zu Unterstützern des Projekts zu werden. Dort können verschiedene Finanzierungshöhen gewählt werden – zwischen einem US-Dollar („Fan“) und 100 Dollar („Super Angel“) pro Monat. Das Geld dürfte zunächst einmal in die Aufrechterhaltung der Services fließen. In den vergangenen Monaten hatte die App immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen.

Die Ausfälle beziehungsweise die darauffolgenden Beschwerden von Yo-Nutzern haben übrigens den Mitgründer Or Arbel erst davon überzeugt, dass es sich lohnt, die App weiter am Leben zu erhalten. Denn es habe jedes Mal zahlreiche E-Mails gegeben, in denen eine baldige Wiederaufnahme der Services gefordert wurde, erklärte Arbel gegenüber Mashable. Reaktionen auf Twitter, in denen Yo-Nutzer gefragt hätten, wie sie helfen könnten, hätten schließlich zu der Idee mit dem Crowdfunding via Patreon geführt, so Arbel.

Yo-App: Seit 2016 per Autopilot betrieben

Bald nach dem Start der Schnapsidee-App hatte zu entwickeln. Nach dem kurzen Hype scheint das Projekt aber spätestens seit 2016 auseinandergefallen zu sein. Viele Entwickler seien zu Facebook oder Netflix gewechselt, sagte Arbel. Der frühere CEO Moshe Hogeg betreibt jetzt ein Blockchain-Startup. Seit über einem Jahr läuft Yo also im Modus Autopilot.

31 statt 5.000 Unterstützer: Ob Yo noch einmal die Kurve kriegt? (Screenshot: Patreon.com/t3n.de)

Ob Arbel mit dem jetzigen Hilferuf das Ruder noch einmal herumreißen kann, ist allerdings fraglich. 5.000 Unterstützer sucht der Yo-Mitgründer per Patreon. Bis Freitagabend waren nur 31 zusammengekommen. Das dürfte bei Weitem nicht reichen, um die App zu retten.

Um zu verstehen, wie heiß Yo einmal war, solltet ihr den t3n-Kommentar aus dem Jahr 2015 lesen: Vergiss alles, was du über Yo gehört hast – die App ist keine Spielerei mehr

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