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Youtube will härter gegen gefährliche Mutproben und Streiche vorgehen

Youtube-CEO Susan Wojcicki. (Foto: dpa)

Youtube will zukünftig stärker gegen lebensgefährliche Mutproben und zum Teil verstörende „Streiche“ vorgehen. Dazu wurden jetzt die Richtlinien der Plattform angepasst.

Sich mit Eiswasser übergießen, einen großen Haufen Zimt essen oder gleich in giftige Waschmittelkapseln beißen: Einige Youtuber machen offenbar alles, wenn es ihnen als Herausforderung verkauft wird. Für die Plattformbetreiber wird das spätestens dann zum Problem, wenn die virale Mutprobe potenziell tödliche Folgen für die kameraaffinen Darwin-Award-Anwärter hat. Um dem Problem Herr zu werden, hat Youtube daher seine Plattformrichtlinien angepasst und weist jetzt explizit darauf hin, dass genau die Mutproben verboten sind, bei denen jemand umkommen könnte.

Gleichzeitig macht Youtube in den überarbeiteten Richtlinien klar, dass es auch für gefilmte und auf der Plattform veröffentlichte Streiche Grenzen gibt: So sollen alle Streiche von Youtube verbannt werden, bei denen das Opfer Angst um das eigene Leben hat. Gleiches gilt natürlich auch für Streiche, bei denen tatsächlich eine Verletzungsgefahr besteht. Ebenfalls verboten sind „Streiche“ an Kindern, die starken emotionalen Stress verursachen und damit das Potenzial haben, die Heranwachsenden lebenslang zu traumatisieren. Dass diese Richtlinien notwendig sind haben verschiedene Youtuber in der Vergangenheit leider mehrfach bewiesen.

Streiche und Mutproben auf Youtube: Übergangsphase von zwei Monaten angekündigt

Innerhalb der nächsten zwei Monate, also bis März 2018, wird Youtube Videos, die gegen die neuen Regeln verstoßen, lediglich löschen. Nach Ablauf der Übergangsfrist bekommen Kanalbetreiber außerdem für jeden Verstoß eine Verwarnung ausgesprochen, die für jeweils drei Monate Gültigkeit besitzt. Nach der ersten Verwarnung behält sich Youtube das Recht vor, einem Kanal die Livestreaming-Funktion abzuschalten.

Erhält ein Youtuber eine zweite Verwarnung innerhalb von drei Monaten, dann kann dieser zwei Wochen lang keine neuen Videos hochladen. Verletzt ein Kanalbetreiber die Regel dreimal innerhalb von drei Monaten, wird das Konto geschlossen. Wer der Meinung ist, zu unrecht eine Verwarnung erhalten zu haben, der kann dagegen Beschwerde einlegen. Wird die Beschwerde von Youtube allerdings abgelehnt, dann sperrt die Plattform den Beschwerdeweg für 60 Tage.

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