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Die Zahl der Gründungen in Deutschland steigt wieder an – aufgrund tatkräftiger Frauen

Gründungen: Mehr Frauen machen sich selbstständig. (Foto: Shutterstock-Monkey Business Images)

Im vergangenen Jahr haben 216.000 Frauen in Deutschland ein Unternehmen gegründet – vier Prozent mehr als im Jahr davor. Das hat die Zahl der Neugründungen erheblich beeinflusst.

In Deutschland wird wieder mehr gegründet. Nicht nur, dass die Unternehmensgründungen nach drei Jahren wieder ansteigen. Auch wagen immer mehr Frauen die Selbstständigkeit. Ersteres hat zudem signifikant mit Letzterem zu tun. Denn entscheidend für die Stabilisierung der Zahlen trugen die Gründungstätigkeiten von weiblichen Gründern und Freiberuflern bei. Laut dem Gründungsmonitor der staatlichen Förderbank KfW machten sich 547.000 Menschen im Jahr 2018 selbstständig – davon 216.000 Frauen, rund vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der männlichen Gründer sank hingegen um fünf Prozent auf 331.000.

Guter Arbeitsmarkt schmälert Zahl der Gründungen in Deutschland

Zahl an Gründungen in Deutschland nimmt wieder zu. (Grafik: Gründungsmonitor der staatlichen Förderbank KfW)

In den drei Vorjahren 2015, 2016 und 2017 hatte es deutlich stärkere Rückgänge gegeben. Zu den Gründen für die aktuell positive Entwicklung gibt es noch keine abschließende Auswertung der KfW-Bank. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass vor allem die historisch gute Lage auf dem Arbeitsmarkt das Interesse an einer Selbstständigkeit deutlich schmälert. „Potenzielle Gründer finden derzeit andere sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufliche Entscheidungen fallen daher häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus“, bringt es KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner auf den Punkt.

Die Zahl der Menschen, die sich in einem Nebenjob selbstständig machten, fiel das fünfte Jahr in Folge auf nun 292.000 Personen. Das macht ein Minus von 31.000 Gründungen aus. Die Zahl der Vollerwerbsgründer legte dagegen auf 255.000 zu. Die Rede ist von einem Plus um 21.000 Gründungen. 70 Prozent der Befragten machte sich den Angaben zufolge selbstständig, um eine Geschäftsgelegenheit auszunutzen. Der Anteil derjenigen, die mangels besserer Erwerbsalternativen gründeten, lag hingegen bei nur 27 Prozent. Die restlichen drei Prozent der Befragten legten sich nicht fest.

Top-10 der deutschen Gründer-Unis
Platz zehn: WHU Otto Beisheim School of Management. Laut Startup-Monitor 2018 haben 1,3 Prozent der 3.700 befragten Gründer ihren Abschluss dort gemacht. (Foto: dpa)

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