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Zalando übernimmt Anatwine als Schnittstelle zwischen Modelabels und Händlern

Zalando kauft ein und übernimmt Anatwine. (Foto: Zalando)

Zalando baut weiter an seiner Plattform-Strategie. Jetzt hat der Modehändler mit Anatwine einen Marktplatz-Enabler mehrheitlich übernommen. Doch das ist nicht die erste Übernahme dieser Art.

Anatwine ist ein Technologiepartner, der als Bindeglied zwischen Mode- und Bekleidungsmarken und Online-Modehändlern fungiert. Das 2013 in Großbritannien gegründete Unternehmen soll Händlern und Marken dabei helfen, Umsätze und Gewinne zu steigern. Nachdem Zalando in den vergangenen zwei Jahren bereits zweimal an Kapitalerhöhungen von Anatwine teilgenommen und im Millionenumfang investiert hatte, übernimmt der Modehändler nun sämtliche Beteiligungen außerhalb des Managements und wird damit Mehrheitseigner, wie das Unternehmen mitteilt.

Zalando schluckt Anatwine: 44 Prozent Wachstum – pro Monat

Anatwine läuft gut: 2016 hatte der Software-Dienstleister noch verkündet, man wachse monatlich um 44 Prozent seit der Gründung. Auch über mehrere Jahre vermeldet der Dienstleister Wachstumsraten von 400 Prozent jährlich. Zu den Kunden zählen neben Zalando auch Adidas, The Iconic, House of Fraser und Next. Anatwine war als Wholesale-Dienstleister für die Modelabels und Onlineshopping-Portale an den Start gegangen. Händler können dank Echtzeitzugriff auf die Bestände der Hersteller etwaige Lieferengpässe vermeiden.

Doch das ist nicht das einzige Unternehmen dieser Art, an dem Zalando beteiligt ist: Im Mai 2016 hatte Zalando bereits Tradebyte übernommen, einen IT-Dienstleister, der es mit einer Schnittstelle ermöglicht, dass Händler ihren Shop in einen Marktplatz verwandeln können – das andere Puzzleteil also, mit dem Zalando in den kommenden Jahren seinen Erfolg fortsetzen will. Mit dem Unternehmen aus Ansbach arbeitet Zalando bereits seit 2012 zusammen. Man wolle die Technologie noch enger an sich binden und ins eigene Portfolio integrieren, erklärte Zalando im vergangenen Jahr.

Doch nicht nur hier hat Zalando den Fuß in der Tür: So ist das Unternehmen auch zusammen mit der dänischen Bestseller-Gruppe in einem Joint Venture am B2B-Marktplatz Fashiontrade.com beteiligt und hat Anteile am Berliner Startup Buyingshow. Beide wollen Modelabels und Händler vernetzen. Außerdem ist Zalando 2016 mit einer Minderheitenbeteiligung beim französischen Startup Le New Black eingestiegen, einem Online-Showroom für Modelabels. Es dürfte in den nächsten Jahren also nicht schwer sein, bei den wichtigen Technologien dabei zu sein, sondern eher, das Konglomerat an Beteiligungen zielführend zu kombinieren.

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