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Zalando bastelt an einem App-Store: Neues Programm für Entwickler und Startups

Zalando startet den ersten partner aus dem neuen „Build-Programm“ in der Sport-Kategorie. (Screenshot: Zalando)

Zalando erweitert seine Plattformstrategie und ist dabei, für Lösungsanbieter, Startups und Entwickler im Rahmen seines Build-Programms eine Art App-Store zu erschaffen. 

Plattformstrategie heißt immer auch, möglichst viele Teilnehmer an einer Plattform zu beteiligen. Nicht nur Händler, sondern auch andere Akteure wie Dienstleister oder Lösungsanbieter. Und das will Zalando jetzt umsetzen. Sind neue, technologische Lösungen bisher eher im Rahmen eines klassischen Projektes von Zalando „eingekauft“ worden, wird sich das mit „Build“ ändern. Am Ende des Build-Programms soll als weiterer Bestandteil des Zalando-Ökosystems eine Art App-Store entstehen, der es möglich macht, den jeweiligen Zalando-Onlineshops neue Inhalte und Funktionalitäten hinzuzufügen.

Zalando Build: Ein App-Store entsteht

Vorerst befindet sich Zalando Build noch in der Betaphase, den potenziellen Partnern stehen vor allem APIs zur Verfügung, um Funktionalitäten zu entwickeln oder in den Zalando-Marktplatz zu integrieren.

Im Laufe der Zeit soll sich dann ein Ökosystem entwickeln, bis hin zu einer Art „App-Store“, der wesentlich einfachere und schnellere Onboarding-Prozesse für neue Anwendungen ermöglichen wird. Die europäischen Zalando-Onlineshops können dabei von Partnern mit unterschiedlichen Anwendungen bestückt werden.

Der Zugang zu diesem App-Store wird nicht vergleichbar offen wie Apples Pendant sein, die Auswahl der Funktionalitäten für die Zalando-Shops wird restriktiv beim Plattformbetreiber bleiben. Interessenten können sich jetzt bei Zalando anmelden.

Anwendungsbeispiele für „Zalando-Apps“

Zalando will vor allem seinen Kunden neue, spannende Funktionen oder Inhalte bieten. Alles, was direkt beim Kunden sichtbar ist, kann mit Apps angesteuert werden. Der thematische Augenmerk liegt dabei offensichtlich stark auf Personalisierung. Zalando kann sich dabei Anwendungen vorstellen, die komplette eigene Themenwelten realisieren, Inhalte kuratieren oder erschaffen – oder eher beratende Funktionalitäten wie einen Größenberater.

Erster Partner Bllush verbindet Social-Media-Fotos mit dem Zalando-Shop

Im deutschen Sport-Sortiment wird der erste Partner bald zu entdecken sein: Das israelische Startup Bllush, das Fotos aus Social-Media-Kanälen „klickbar“ macht und so mit Produkten im Zalando-Onlineshop verbinden soll.

Eine Integration von Bllush findet sich beispielsweise bei Net-A-Porter, ähnlich wird das wohl bei Zalando Build aussehen. (Screenshot: Bllush)

Wie sinnvoll ist ein „App-Store“ für ein Fashion-Ökosystem?

Nachdem sich Jahre zuvor das Fashion-Startup Aboutyou an einer Art App-Store im Rahmen seiner Open-Commerce-Strategie versucht hat und mittlerweile komplett auf Micro-Influencer und in gewissem Maße auf den Kunden als Content-Lieferanten und -Kuratoren setzt, versucht sich jetzt Zalando an einer ähnlichen Strategie.

Nüchtern betrachtet spart sich die Plattform damit den Integrationsprozess von Lösungsanbietern und reichert im Erfolgsfall seine Plattform um intelligente Funktionalitäten von außen an. Ob es notwendig ist, dazu gleich eine komplette Infrastruktur nach dem Vorbild eines App-Stores aufzubauen, bleibt abzuwarten.

Bei Aboutyou haben sich die Innovationen durch Anwendungen von externen Entwicklern im Rahmen gehalten. Im Bereich der technologischen Funktionalitäten kam nicht viel in deren „App-Store“ an. Irgendwie drehte sich zum Schluss doch immer alles um Inhalte. Es wird sich zeigen, ob das bei Zalando anders laufen wird. Vielleicht ist die Zeit jetzt reif.

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