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Zalando lässt Schuhkartons jetzt von Logistikrobotern einpacken

Logo des Online-Modehändlers Zalando. (Foto: dpa)

Zalando erprobt mit Toru von Magazino den Einsatz von Robotern in seinen Logistikzentren. Das soll Mitarbeiter entlasten.

Zalando testet aktuell Logistikroboter in einem Logistikzentrum in Erfurt. Der Schritt kommt nicht unerwartet, hat sich Zalando doch an dem Münchner Startup Magazino beteiligt, an dem auch Siemens Novel Business beteiligt ist. Magazino stellt autonome Roboter her, die in Koexistenz zum menschlichen Mitarbeiter Ware in Regale einräumen oder gezielt entnehmen können.

Zalando lässt Schuhkartons von Robotern einpacken

Die beiden Logistikroboter von Magazino sind seit einigen Wochen im Einsatz und bearbeiten Testbestellungen – noch erhalten Kunden also noch keine von Robotern eingetüteten Schuhe zugesandt. Carl-Friedrich zu Knyphausen, für die Weiterentwicklung der Intralogistik zuständiger Manager bei Zalando, erklärt, wieso die beiden Roboter erprobt werden: „Die Idee ist, dass er den Logistikmitarbeitern unergonomische Tätigkeiten wie das Herunterbeugen und weit nach oben Strecken beim Kommissionieren von Produkten aus den höchsten oder niedrigsten Regalebenen abnimmt.“ Bisher setzt Zalando dazu eher simple Fördertechniken wie Taschensortierer in Mönchengladbach und Lahr ein, die den menschlichen Mitarbeitern diese Bewegungen abnehmen.

https://twitter.com/Zalando_Press/status/1055759026221432832

Toru ist ein autonomer Roboter, der durch eine Kamera auf sichtgestützte Navigation setzt und selbstständig durch das Lager fährt. Wie seine Kollegen aus Fleisch und Blut arbeitet der Roboter seine Pickliste ab: Er fährt nach einer selbst errechneten Route durch das Lager, um einzelne Schuhkartons aus dem Lager zu entnehmen oder dort einzulagern. Das Lagergut trägt Toru in einem integrierten Regal umher. Die Roboter können gleichzeitig mit dem Menschen agieren und sind so programmiert, dass der Mensch Vorrang hat – die Maschine stoppt schlicht, falls ein Mensch seinen Weg kreuzt.

Toru, der Logistikroboter mit Computer-Vision

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Perspektive: Es wird nicht bei Schuhkartons bleiben

Magazino konzentriert sich aktuell auf die Fashionbranche und explizit auf Schuhkartons. Gegenüber t3n erklärt das Unternehmen, dass das Setup innerhalb eines Lagers sehr spezifischen Anforderungen folgt und sich der Robotikspezialist deshalb vorerst auf Schuhe konzentrieren wird. Bisherige Pläne, weitere Greifarme für unterschiedliches Stückgut zu entwickeln, sind nicht aufgegeben, liegen aber fürs Erste auf Eis.

Zalando-Manager Knyphausen erklärt zur möglichen Zukunft der Technologie: „Ich kann mir vorstellen, dass Technologie in Zukunft verstärkt zur Hilfe bei manuellen Prozesse eingesetzt wird, da Faktoren wie steigende Anforderungen an Ergonomie und Arbeitsschutz den Einsatz vorantreiben werden.“

Magazino erpobt aber unabhängig von Zalando auch den autonomen Transport von Ladungsträgern im Fashion-Bereich. Auch wenn sich der Fashion-Onlineshop und Magazino dazu nicht äußern, könnten Roboter zukünftig bei Zalando sogenannte Masterkartons, die ganze Chargen eines Kleidungsstücks enthalten, ein- und auslagern.

Das würde zu Zalandos Aussagen bezüglich der Entlastung der menschlichen Mitarbeiter passen, schließlich haben diese Kartons ein erhebliches Gewicht. Nüchtern betrachtet entlastet der Roboter seine menschlichen Kollegen nicht nur durch einzelne Arbeiten. Die Logistikbranche leidet an Personalmangel und ist auf zukunftsorientierte Automatisierungstechnologie angewiesen.

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