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Zalando investiert in Robotik-Startup Magazino

Der Roboter namens Toru (r.) arbeitet „parallel zum Mitarbeiter (l.)”, wie es heißt. (Bild: Magazino)

Schuhkartons einlagern, bitte! Mit Robotern, die „sicher gemeinsam mit Menschen agieren“, will Zalando seine wachsenden Logistikzentren pimpen. Ein Münchener Startup soll helfen.

Um die Betriebsabläufe in seinen Logistikzentren weiterzuentwickeln, sei Automatisierung in Kombination mit moderner Robotertechnologie „ein wichtiger nächster Schritt“, heißt es von Zalando.

Deshalb habe man im Zuge einer Finanzierungsrunde einen Minderheitsanteil am Robotik-Startup Magazino erworben. Zu den neuen Investoren, die insgesamt 20,1 Millionen Euro mitbringen sollen, gehören zudem der internationale Technologiekonzern Körber, Cellcom sowie Fiege-Logistik. Mit der Kapitalerhöhung soll laut Magazino vor allem der Vertrieb im In- und Ausland ausgebaut und die Entwicklung der Roboter vorangetrieben werden.

Die Münchener sind Spezialisten für sogenannte Intralogistik-Anwendungen in der E-Commerce-Logistik. Man entwickelt und produziert intelligente, wahrnehmungsgesteuerte, mobile Roboter und beschäftigt nach Angaben von Zalando dafür das „europaweit größte Team“.

Ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von Robotern sei bei Magazino das auf künstlicher Intelligenz basierende Betriebssystem, das sich wie ein menschliches Gehirn durch Deep-Learning-Methoden an Veränderungen in der Umgebung anpasse, lerne, und mit zunehmender Erfahrung die Effizienz der Roboter automatisch verbessere, wie es heißt.

3D-Kameras und Sensoren

Mit 3D-Kameras und zahlreichen Sensoren könnten die entwickelten Roboter, wie beispielsweise die „Toru“ genannte Bauart, angeblich bereits heute Schuhkartons eigenständig einlagern und zur Bearbeitung einer Bestellung wieder aus dem Regal greifen. Für Zalando offenbar ein Grund, näher hinzusehen.

Durch die Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung könnten die Roboter „sicher gemeinsam mit Menschen agieren“, wie es wörtlich heißt. Eine Einsatzmöglichkeit sei die Unterstützung von Mitarbeitern bei körperlich anstrengenden Aufgaben, zum Beispiel dem Kommissionieren von Produkten aus den höchsten oder niedrigsten Regalebenen.

Für die mittlerweile mehr als 7.600 Logistik-Mitarbeiter würden solche Robotik-Lösungen eine „sinnvolle Ergänzung“ darstellen, meldet Zalando. Seit dem Start der eigenen Logistikaktivitäten im Jahr 2011 habe man die Betriebsabläufe in den Logistikzentren weiterentwickelt, zunächst mit einfacher Transportband- und Sortiertechnik, anschließend mit Ware-zur-Person-Technologie, durch die dem Mitarbeiter die bestellten Produkte direkt zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung gestellt werden.

„Sicherung einer Zukunftstechnologie“

„Unsere Investition in Magazino sichert uns eine Zukunftstechnologie, die mit unserer bestehenden Infrastruktur in hohem Maße kompatibel ist und die flexibel eingesetzt werden kann, um zukünftig Mitarbeiter in unseren Logistikzentren zu unterstützen“, sagt David Schröder, Senior-Vice-President Convenience von Zalando.

In den ersten neun Monaten von 2017 seien von den Logistikzentren aus 65 Millionen Bestellungen an 22,2 Millionen aktive Kunden in Europa ausgeliefert worden, behauptet das Unternehmen.

Mehr zu Thema: t3n-360-Grad-Reportage: Diese Roboterhand will den E-Commerce automatisieren

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