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Zalando: Stärkstes Wachstum seit 5 Jahren gemeldet

Logo des Berliner Online-Modehändlers Zalando. (Foto: dpa)

Mehr Umsatz, die Aussicht auf weiteres Wachstum und verbesserte Profitabilität kündigt der Berliner Online-Modehändler Zalando an. Strategisch setzt Zalando voll auf das Plattformmodell.

Die Geschäfte des Onlinehändlers Zalando haben im Schlussquartal noch einmal angezogen. Der Konzern kündigte am Donnerstag zudem weiteres Wachstum an. Auch die zuletzt arg gebeutelte Profitabilität soll sich wieder verbessern. Dabei setzt der Modehändler verstärkt auf seine Plattformstrategie. Seine Partnerprogramme will Zalando weiter ausbauen. Die Aktie legte vorbörslich zu.

Zalando: Trend zu wenig gefüllten Warenkörben hält an

Im wichtigen vierten Quartal konnte Zalando deutlich mehr Kunden gewinnen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dabei verzeichnete Zalando das stärkste Wachstum aktiver Kunden in einem Quartal seit fünf Jahren. Dabei hielt allerdings der Trend zu geringer gefüllten Warenkörben an, wie aus einer Präsentation des Unternehmens hervorging. Auch musste Zalando wieder mehr Rabatte gewähren, was auf die Marge drückte.

Der Umsatz stieg im Quartal um knapp 25 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) nahm von 112,6 Millionen auf 117,8 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge sank jedoch leicht von 8,4 Prozent auf 7,1 Prozent. Das war mehr, als von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwartet hatten.

Zalando rechnet mit 20 Prozent Wachstum plus

Für das neue Geschäftsjahr strebt Zalando weiteres Wachstum an: Der Umsatz soll am unteren Ende der Spanne von 20 bis 25 Prozent wachsen, das bereinigte Ebit sieht der Konzern bei 175 Millionen bis 225 Millionen Euro, was im günstigsten Fall wieder deutlich mehr wäre als 2018. Dabei will der Konzern weiter investieren – 300 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.

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Zalando will dabei weiter Geld in maßgeschneiderte Angebote stecken und international expandieren. Zudem soll das Partnerprogramm ausgebaut werden. Damit können Marken ihre Produkte auf der Zalando-Plattform direkt an die Kunden verkaufen. Im vergangenen Jahr trug das Partnerprogramm zehn Prozent zum Bruttowarenvolumen von Zalando bei, bis 2023/24 sollen bis zu 40 Prozent erreicht werden. Das Bruttowarenvolumen umfasst die Gesamtausgaben von Kunden sowohl für Waren von Zalando als auch für solche aus dem Partnerprogramm. Bis 2023/24 soll es auf 20 Milliarden Euro klettern – von aktuell 6,6 Milliarden Euro.

Zalando erweitert den Vorstand

Im Gesamtjahr erreichte der Konzern seine zweimal gesenkten Ziele. Der Umsatz stieg 2018 um 20 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Euro, das bereinigte Ebit sank von 215 Millionen auf 173,4 Millionen. Neben hohen Investitionen litt Zalando wie andere Modehändler auch unter dem heißen Sommer und damit verbundenen vollen Lagern und musste Kunden hohe Rabatte gewähren, um die Ware loszuschlagen. Unter dem Strich verdiente Zalando erheblich weniger: Der Nettogewinn wurde mit 51,2 Millionen Euro fast halbiert.

Um seine Wachstumsziele zu erreichen, erweitert Zalando seinen Vorstand auf fünf Mitglieder und verteilt die Verantwortlichkeiten neu. In den Vorstand neu berufen wurde dabei David Schröder, der künftig das Finanzressort übernehmen soll. Um die Produkt- und Technologiestrategie soll sich Jim Freeman als Chief Technology Officer kümmern. dpa

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