Karriere

Zeitfresser am Arbeitsplatz [Infografik]

(Foto: Rennett Stowe / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Am Arbeitsplatz wird viel Zeit verschwendet – geschätzt 40 Prozent Produktivitätsausfall verursacht privates Surfen im Internet während der Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommen die Macher der Website timedoctor.com und visualisieren ihre erstaunlichen bis erschreckenden Ergebnisse in einer ausführlichen Infografik. Wie viel Zeit Mitarbeiter während der Arbeit mit privaten Angelegenheiten verschwenden, was die beliebtesten Zeitfresser sind und wie Unternehmen darauf reagieren erfahrt ihr hier.

Wie Mitarbeiter Arbeitszeit verschwenden und Unternehmen darauf reagieren

  • der Produktivitätsverlust für Unternehmen durch Zeitverschwendung am Arbeitsplatz beträgt 40 Prozent
  • knapp die Hälfte der Zeit wird vom Surfen im Netz vereinnahmt
  • ein Drittel der Zeit fällt auf Socializing-Aktivitäten mit Mitarbeitern sowie auf private Angelegenheiten während der Arbeit, knapp 20 Prozent sind private Telefonate, 15 Prozent nehmen ausgedehnte Mittagessen ein
  • der durchschnittliche User verbringt 55 Minuten täglich auf Facebook
  • 33 Prozent der Mitarbeiter checken ihre privaten E-Mails drei Mal am Tag, sieben von zehn Leuten schauen auch ihre privaten Mails bei der Arbeit nach
  • über die Hälfte aller Unternehmen verbieten Social Media Nutzung am Arbeitsplatz
  • unter den Top 10 der von Unternehmen geblockten Internetangebote rangieren hauptsächlich Social Media Angebote wie Facebook, Twitter und YouTube sowie pornografische Inhalte wie Redtube, Pornhub und Playboy
  • jeweils knapp die Hälfte der Unternehmen tracken den Content der angesurften Seiten ihrer Mitarbeiter, führen Monitoring bei E-Mails durch und speichern und kontrollieren Daten
  • ganze 70 Prozent des gesamten Traffics zu pornografischen Inhalten fallen auf Arbeitstage im Zeitraum zwischen neun und 17 Uhr

Zeitfresser am Arbeitsplatz: Arbeitsnehmerverhalten und Reaktionen der Unternehmen. Quelle: timedoctor.com

Weiterführende Links:

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: Rennett Stowe / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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27 Kommentare
Veolore

Diesen Beitrag habe ich mir während der Arbeitszeit angeschaut und damit 5 Minuten verschwendet.

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Korrekturleser
Korrekturleser

Das ist falsch übersetzt:

> 33 Prozent der Mitarbeiter checken ihre E-Mails drei Mal am Tag, sieben von zehn Leuten schauen auch ihre privaten Mails bei der Arbeit nach

Richtig ist:

33 Prozent der Mitarbeiter checken ihre privaten E-Mails drei Mal am Tag; sieben von zehn Leuten beantworten sie auch bei der Arbeit

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Fincher
Fincher

„Socializing with co-workers“ ist also Verschwendung von Arbeitszeit? Ich bin mir sicher, es würde die Produktivität erheblich steigern, wenn Kollegen ausschließlich über dienstliche Themen miteinander reden dürften, und die Unternehmen dies per großem Lauschangriff überwachen. Und die paar Nährstoffe, die man mittags braucht könnte man sich auch intravenös am Schreibtisch zuführen – ebenfalls eine erheblich Produktivitätssteigerung.

Was für ein Menschenbild steht eigentlich hinter solchen Untersuchungen?

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Marcel Seer
Marcel Seer

@Korrekturleser: In einem Punkt stimme ich mit dir überein: Im ersten Satzteil füge ich gerne noch hinzu, dass private E-Mails drei Mal am Tag gecheckt werden.

Von „beantworten“ steht in der Infografik allerdings nichts. 7 von 10 Mitarbeitern checken ihre privaten Mails bei der Arbeit, so wie ich es auch geschrieben habe. „Respondents“ heißt ja hier „7 von 10 Befragten“ und hat nichts mit der Beantwortung der Mails zu tun.

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INKstar
INKstar

Was stimmt an dem Satz nicht?

„On average, workers with an internet connection spend 21 hours a week online while in the office – wich us roughly 1 hour a day (or 22 hours per month).“

Auf welchem Planeten spielt das? Da kommt wer mit Wochen / Monaten und tagen nich so ganz klar … oder übersehe ich da was????

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Monika

ein relativ gr. Bildungsunternehmen, dass zu 80% mit Freiberuflern arbeitet, hat bei den gr.social Seiten Fanseiten oder eine Gruppe errichtet ;)

gleichzeitig wurden in allen PCs, die der Gruppe „Büro“ zugeordnet waren, all diese Webseiten gesperrt-das waren genau jene PCs , die auch die Gruppe der Freiberufler nutzen durfte …

4 Monate später erklärte man unternehmensseitig, das Projekt social Media sei wegen Nichtakeptanz gescheitert

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Nauglamir
Nauglamir

Arbeit ändert sich wie alles im Leben. Durch technische Hilfsmittel werden handwerkliche Tätigkeiten einfacher und leichter gemacht. Und jene die im Büro arbeiten werden immer mehr Büro und Privat vermischen. Die ganze Arbeitsphilosophie ist durch Computer und technischen Hilfsmitteln „anders“ geworden. Wir verwenden mehr Zeit für Controlling und Überwachung, dadurch wird die Effizienz gesteigert, auf der anderen Seite muss allerdings der „Ausgleich“ gefördert werden, sonst droht der Burn-Out zur Volkskrankheit zu werden. Wichtig ist nur das dieser Ausgleich auch sinnvoll genutzt wird. Facebook z.B. macht für mich keinen sozialen Sinn, im Gegenteil. Da lass ich die Angestellten lieber eine halbe Stunde über privates im „Officetreff“ einen Kaffee während der Arbeit trinken, als Facebook im Netzwerk freizugeben. Aber dazu gibts eh schon viel Literatur und wissenswertes Online…

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Robi Lack

Das ist ja mal wieder eine typische Studie von „ennet dem Teich“ oder?

Nur weil die Amis die halbe Zeit auf zwielichtigen Seiten herum surfen, heisst das doch noch lange nicht, dass das, in diesem Ausmass, auch bei uns der Fall sein muss.
Nichtsdestotrotz die Unternehmen sind zukünftig noch mehr gefordert. Es grüssen die Social Media Guidlines und die frühzeitige Aufklärung (beginnend in der Schule) der Internetuser, bezüglich Privatsphäreneinstellungen usw…

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PhilippTu
PhilippTu

Solange es keine totale Überwachung der Aktivitäten am Arbeitsplatz gibt, wird es immer Leute geben, die meinen, dass sie „zwischendurch“ immer mal wieder ein Päuschen machen können und durch das Wes surfen können. Neben diesem Zeitverlust gibt es aber auch noch einige andere, wzB. E-Mails, sei es das lesen und bearbeiten oder das Suchen nach einer bestimmten Mail oder einem bestimmten Anhang. Dazu gibt es einen tollen Blog-Artikel, der einem genau diese Kosten darstellt. Wer interesse hat: http://www.lookeen.net/de/5881/news/a-fundamental-waste-of-money-through-searching-for-relevant-information/

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