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Zuckerberg in Brüssel: Facebook-Chef entschuldigt sich, sagt aber nicht viel

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei der Befragung vor dem EU-Parlament. (Screenshot: EU-Parlament/t3n.de)

Nach seinem Auftritt vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg auch dem EU-Parlament in Brüssel Rede und Antwort gestanden. Eine Entschuldigung gab es, aber sonst wenig Konkretes.

Mitte April hatte sich Mark Zuckerberg mehrere Stunden lang vor dem Rechts- und Handelsausschuss des US-Senats befragen lassen. Zu den Themen gehörten der Datenskandal rund um Cambridge Analytica sowie die mögliche Einflussnahme Russlands bei der US-Wahl 2016. Am Dienstag ist der Facebook-Chef jetzt auch in Brüssel erschienen, um im Europaparlament zum Datenskandal um Cambridge Analytica auszusagen. Zuckerberg gestand zwar Fehler ein und entschuldigte sich, allerdings blieb er konkrete Antworten meist schuldig.

Zuckerberg vor dem EU-Parlament: Gesammelte Fragen, wenig Antworten

Bei der Anhörung vor dem EU-Parlament hatte Zuckerberg zwei entscheidende Vorteile. Zum einen dauerte die Befragung nur eineinhalb Stunden. Der US-Senat hatte sich zwei Tage Zeit genommen. Zum anderen hatte Zuckerberg die EU-Parlamentarier dazu gebracht, dass die Fragen gesammelt gestellt und von dem Facebook-Chef am Stück beantwortet werden mussten. So kam es, dass Zuckerberg trotz der teils härteren und kritischeren Fragen in vielen Fällen ebenso ausweichend antworten konnte wie vor dem US-Senat, wie Zeit Online berichtet. Viele Beobachter kritisierten das.

Facebook habe nicht genug getan, um zu verhindern, dass die von dem Konzern entwickelten Instrumente auch dafür verwendet werden zu schaden, sagte Mark Zuckerberg. Und: „Das war ein Fehler, und es tut mir leid.“ Diese Passagen stammen aus einer vorab von Facebook verbreiteten Erklärung. Außerdem, so der Facebook-Chef, habe sein Unternehmen in puncto Fake-News, ausländische Beeinflussung von Wahlen oder Informationsmissbrauch seine „Verantwortung nicht breit genug betrachtet“.

Jetzt benötige Facebook Zeit, um Veränderungen vorzunehmen. In Europa soll die Zahl der Menschen, die bei Facebook für Schutz und Sicherheit tätig seien, von 7.000 auf 10.000 erhöht werden. Darüber hinaus habe Facebook allein in Frankreich im Vorfeld der Präsidentenwahl 30.000 Fake-Accounts gelöscht. Gegen Fake-News gehe Facebook mit Hilfe von Faktencheckern vor. Eine künstliche Intelligenz erkenne zudem Hassrede oder terroristische Inhalte schon vor der Veröffentlichung.

Auf Fragen, wie, ob es einen Austausch von Daten zwischen Facebook und Whatsapp gebe oder ob Facebook-Nutzer die Möglichkeit erhalten werden, sich personalisierter Werbung zu entziehen, antwortete Zuckerberg hingegen nicht. Unbeantwortete Fragen sollen nachträglich beantwortet werden, hieß es. Ein Monopol sieht Zuckerberg in Facebook jedenfalls nicht. Schließlich hätten Nutzer und Werbetreibende andere Wahlmöglichkeiten und ausreichend Wettbewerb. Immerhin zeigte sich der Facebook-Gründer offen für eine Debatte über mehr staatliche Regulierung von Plattformen wie Facebook.

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