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Zuckerberg hat was gegen Google – doch seine Mitarbeiter wollen die G-Suite

Google-Anwendungen waren für Mark Zuckerberg mal tabu. Doch jetzt könnte Facebook auf Druck der Mitarbeiter von Office 365 zu  Googles G-Suite wechseln.(Bild: Andrej Sokolow/dpa )

Google könnte mit Facebook bald einen neuen Großkunden für die G-Suite gewinnen, obwohl Mark Zuckerberg eigentlich sämtliche Softwareprodukte des Unternehmens verbannt hat.

Bei Facebook könnte bald Googles Cloud-Angebot für Unternehmen, G-Suite, Einzug halten. Googles Cloud-Paket, das aus den Office-Anwendungen in der Cloud, dem dazu passenden E-Mail-Angebot und einer Datenablage in der Cloud besteht (und zudem den Kalender, die App-Engine und entsprechende Server-Infrastruktur beinhaltet), ist neben Microsofts Office 365 ein durchaus ebenbürtiger Konkurrent. Und da ein großer Teil der Facebook-Mitarbeiter mit Office 365 unzufrieden sein soll, könnte bald ein Wechsel stattfinden. Das berichtet das oftmals sehr gut informierte Portal The Information aus Unternehmenskreisen.

Palastrevolution bei Facebook: Zuckerberg gegen Google-Anwendungen

Bemerkenswert ist das zum einen, weil es eine Art Palastrevolution ist, nachdem Mark Zuckerberg bereits 2011 alle Google-Produkte von den Facebook-Arbeitsplätzen verbannt hatte. Das gilt allerdings nur für Facebook selbst – bei Oculus und Whatsapp, die ebenfalls zum Facebook-Imperium gehören, soll das anders sein. Hinzu kommt, dass Microsoft immer noch einen kleinen Anteil an Facebook hält, sodass die Ablehnung der eigentlich doch naheliegenden Office-365-Produkte auch in dieser Hinsicht eher nicht so gut ankommt.

Für Google wäre ein solcher Deal in zweierlei Hinsicht attraktiv: Zum einen würde das Unternehmen gut drei Millionen US-Dollar im Jahr mehr verdienen, wenn man die 27.000 Mitarbeiter und die üblichen regulären Preise ansetzt – unterm Strich dürfte der Deal aber wohl etwas günstiger ausgehen, wenn ein solcher Großkonzern verhandelt. Zum anderen wäre das ein immenser Image-Gewinn für Google. Zumal Google mit seinen Cloud-Services weit hinter anderen Unternehmen zurückliegt und nur Platz sieben weltweit belegt. Microsoft rangiert hier auf dem ersten Platz, Amazon AWS folgt direkt dahinter.

Ob eine Entscheidung bereits getroffen ist oder das Unternehmen noch nach Alternativen sucht, ist nicht bekannt. Dabei könnten außerdem Dropbox sowie das Collaboration-Tool Salesforce Quip auf der Abschussliste stehen, da sich diese über die G-Suite ersetzen ließen.

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2 Kommentare
ShelmZ
ShelmZ

Zweiter AbsatzL „Das gilt allerdings nur für Google selbst“ sollte eigentlich „Das gilt allerdings nur für Facebook selbst“ heißen, oder?

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Tobias Weidemann

Völlig korrekt, danke für den Hinweis – gemeint ist natürlich Facebook, Artikel wurde korrigiert.

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