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Zuckerberg soll Vorsitz des Verwaltungsrats bei Facebook räumen

Facebook-CEO Mark Zuckerberg auf der f8-Entwicklerkonferenz. (Foto: dpa)

Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll den Aufsichtsratsvorsitz aufgeben. Hinter der Forderung stehen Vertreter mehrerer amerikanischer Investmentfonds, die auch einen guten Grund dafür anführen.

Mark Zuckerberg weht der Wind gerade besonders stark ins Gesicht. Vier staatliche US-Investmentfonds haben seine Abberufung als Chef des Verwaltungsrates gefordert. Die Chefs der Investmentfonds der Bundesstaaten Illinois, New York, Pennsylvania und Rhode Island sind der Meinung, dass der Wechsel an der Verwaltungsratsspitze dazu führen könne, dass Facebook transparenter und unabhängiger würde.

Dass diese Forderung aufkommt, hat auch mit der gesellschaftlich prägenden Rolle Facebooks zu tun. Das Unternehmen ist schließlich mehr als ein Autohersteller oder ein Industrieunternehmen, es trage hohe Verantwortung, sodass Unabhängigkeit und Verlässlichkeit im Direktorium eminent wichtig seien, wie der Chef des Rechnungshofs von New York City, Scott Stringer, erklärt.

Zuckerberg könnte etwas gegen die Ämterhäufung bei Facebook tun

Facebook hat zu dem Vorschlag bisher nicht Stellung bezogen. Zuckerberg ist insbesondere seit der Untersuchung in Sachen Cambridge Analytica in der Kritik. Er vereint allerdings in der Tat in einer selbst für US-Konzerne unüblichen Struktur die Funktionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und Aufsichtsratschefs. Damit hält er die Mehrheit der Stimmen im Unternehmen, obwohl er nur eine Minderheit der Aktien hält.

Ganz neu ist der Vorschlag allerdings nicht. Er stammt von Trillium Asset Management, einer auf Investitionsmanagement spezialisierten Firma, die bereits im Juni angesichts der Befragung Zuckerbergs vor dem US-Kongress angemerkt und kritisiert hatte, dass nur die Einsetzung eines unabhängigen Oberaufsehers die Situation entschärfen könne. In der Tat könnte Zuckerberg die Situation entschärfen, indem er zwar weiterhin den Vorstandsvorsitz hält, aber den Verwaltungsratsposten aufgibt – ausreichend loyale und passende Anwärter dürfte es hierfür ja geben und die finanzielle Seite des Postens dürfte in seinem Fall auch nicht allzu stark ins Gewicht fallen.

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