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Uber will in Zukunft auch Lebensmittel liefern

Bringt der Uber-Fahrer bald auch deinen Einkauf? Könnte sein, auch wenn es bisher nur vage Gespräche gibt. (Foto: Andrey_Popov/Shutterstock)

Uber verhandelt mit europäischen Supermarktketten über die Lebensmittellieferung. Vielleicht könnte das das Thema auch in Deutschland etwas forcieren.

Einigermaßen still geworden ist es um die Lieferung von Lebensmitteln und FMCG-Gütern an deutsche Haushalte. Vor zwei Jahren gab es etliche kleine und große Player, von Amazon über Rewe bis hin zu Myenso, die das sicherlich vorhandene Potenzial an Lebensmittelzustelldiensten auch in Deutschland unterstützen wollten. Konkrete Gespräche gibt es nach Meldungen der Nachrichtenagentur Bloomberg mit Großbritanniens zweitgrößtem Anbieter für Lebensmittel, der Sainsbury-Kette. In der Tat sind in Großbritannien etliche Anbieter von Amazon über Just Eat bis Deliveroo bereits erfolgreich.

Doch Sainsbury dürfte nicht der einzige potenzielle Partner sein, mit dem Uber derzeit spricht. Auch wenn die Lebensmittelzustellung nur eine Art Nebengeschäft oder Beifang ist und das Kerngeschäft bei Personentransporten bleiben wird, ist Uber eines der Unternehmen, die durch besondere Flexibilität überzeugen. Und es spricht grundsätzlich nichts dagegen, Zustellfahrten entsprechend vorzusehen und mit einzubauen, wenn das als Zusatzgeschäft passt.

Uber braucht weitere Standbeine – vielleicht durch Lieferdienste?

„Wir sprechen derzeit mit einer Reihe der großen Supermärkte in ganz Europa“, heißt es jedenfalls von Seiten Ubers. Ein besonderes Momentum ergibt sich daraus, dass Amazon kürzlich 575 Millionen US-Dollar in Deliveroo investiert hat – und damit andere Transportunternehmen, die sich als potenzielle Partner der Lebensmittelwirtschaft eignen, in Zugzwang bringt. Eine solche Kooperation könnte es in der Tat auch deutschen Händlern ermöglichen, den logistischen Aufwand der Zustellung in den Griff zu bekommen. Denn gerade das ist eines der akuten Probleme der Lebensmittelhändler.

t3n meint: Doch das Unternehmen hat in Deutschland immer noch zahlreiche andere Baustellen und startete erst kürzlich erneut sein Geschäft in Hamburg. Bis die Taxi-Alternative in einer nennenswerten Zahl deutscher Großstädte Fuß fassen kann, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Stellt sich die Frage, ob Uber erst dann für Lebensmittellieferungen überhaupt interessant wird, oder ob vielmehr die Lebensmittelzustellung ein vernünftiges Standbein sein könnte, das Uber in Deutschland dann auch in anderen Bereichen wie etwa der Personenbeförderung weiterbringt. Tobias Weidemann

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