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Zweiter Mord: Chinesisches Uber Didi Chuxing stellt seinen Fahrdienst ein

Filiale von Didi Chuxing in Wuhan. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Mord innerhalb von vier Monaten zieht Didi Chuxing die Konsequenzen: Ab Montag soll es erstmal keine Fahrten geben.

Ein Fahrer des Ride-Sharing Dienstes Hitch vom chinesischen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing hat am Freitag eine 20-jährige Passagierin vergewaltigt und ermordet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Didi daraufhin „enttäuschende Fehler“ zugegeben. Als Konsequenz stellt das Unternehmen ab Montag alle Fahrten sein.

Beschwerde über Fahrer verhinderte Vorfall nicht

Die 20-Jährige war am Freitagmittag in das Auto des mutmaßlichen Mörders eingestiegen – eine Stunde später schrieb sie einer Freundin, dass sie Hilfe brauche. Dann sei der Kontakt abgebrochen. Der 27-järhige Fahrer wurde wenige Stunden später festgenommen, wie Reuters unter Berufung auf Informationen der Polizei schreibt.

Zwar war der Fahrer nicht vorbestraft, seine Papiere waren gültig und auch ein Datenabgleich per Gesichtserkennung vor seiner Einstellung hat nichts Auffälliges gezeigt. Aber: Einen Tag vor dem Mord an der jungen Frau hat sich bereits eine andere Passagierin über ihn beschwert – er sei ihr gefolgt, nachdem sie aus dem Auto ausgestiegen sei. Auf diesen Hinweis habe man nicht schnell genug reagiert, räumte Didi ein. Auch die Kommunikation mit der Polizei habe nicht gut funktioniert.

Heftige Vorwürfe gegen Chinas größten Fahrdienst

Über eine Milliarde Passagiere seien in den letzten drei Jahren mit Hitch unterwegs gewesen, schreibt Reuters. Damit sei Didi ist von der Anzahl der Fahrten her der weltweit größte Fahrdienst. Nach dem Vorfall am Freitag gab es viel Kritik von den chinesischen Staatsmedien. Der Post eines bekannten chinesischen Schauspielers, der die App nach dem Vorfall gelöscht hat, wurde tausendfach geteilt.

Schon im Mai hatte Didi Chuxing viel Kritik einstecken müssen, nachdem ein Fahrer einen Passagier ermordet hatte. Daraufhin wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Zu den neuen Maßnahmen gehört etwa, dass am frühen Morgen und späten Abend Fahrer nur Passagiere vom gleichen Geschlecht mitnehmen dürfen.

Diesmal zieht Didi Chuxing schärfere Konsequenzen. Das Unternehmen will das gesamte Geschäftsmodell überdenken – solange wird es keine Fahrten geben.

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