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Vom Bargeld zum Smartphone: Aktuelle Payment-Trends im stationären Handel

Aus dem
t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

Bargeld gibt in Deutschland beim Bezahlen am Point of Sale (PoS) weiterhin den Ton an. Zwischen 60 und 80 Prozent aller Kunden zahlen im stationären Handel noch bar. Das ist in anderen Ländern wie den USA, England oder auch Skandinavien anders, aber auch in Deutschland zeichnet sich ein Wandel ab. Der folgende Artikel gibt einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen und Payment-Trends.

Vom Bargeld zum Smartphone: Aktuelle Payment-Trends im stationären Handel

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Aktuell dominieren Banken und ihre Partner bargeldlose Zahlungen am PoS. Dies betrifft sowohl Kunden (Bezahlkarte) als auch Händler (Terminal). Die aktuellen Lösungen erwecken den Eindruck, dass der Smartphone-Hype, das mobile Internet sowie der Trend zu Deals, Rabatten oder Loyalty komplett an den Banken vorbeigegangen ist. Es scheint, als konzentrieren sich die Geldhäuser mit neuen Lösungen vor allem auf die großen Händler oder geschlossene Systeme wie Fußballstadien. In die Nische, abseits der großen Händler, stoßen neuerdings allerdings auch in Deutschland ganz neue Anbieter, die sich nahezu alle an zwei erfolgreichen Vorbildern aus den USA und Schweden orientieren: Square und iZettle.

Der stationäre Handel wird mobil

Die Zielgruppe der neuen Bezahllösungen rekrutiert sich vor allem aus kleinen oder fliegenden Händlern und Dienstleistern, die heute in der Regel nur Bargeld akzeptieren. Denkbar sind aber auch Händler, die ihre bestehenden Lösungen ersetzen. Nach „Vertragsunterzeichnung“ im Internet erhält der Händler von allen Anbietern die Hardware (kostenlos oder gegen eine geringe Schutzgebühr) in Form eines Kartenlesers zur Erweiterung des mobilen Endgeräts sowie eine kostenlose App.

Händler geben in der App den zu bezahlenden Betrag ein, lesen die Karte des Kunden über ein kleines Gerät aus und der Kunde autorisiert die Zahlung in der Regel per Unterschrift auf dem mobilen Gerät des Händlers. Anders als bei den heutigen Kartenterminals fallen keine laufenden Gebühren für Miete oder Bereitstellung der Hardware an. Vielmehr fällt lediglich pro Transaktion eine Gebühr für den Anbieter an – in der Regel ein kleiner Anteil vom Kaufpreis zuzüglich eines kleinen fixen Cent-Betrags (Beispiel Streetpay: 2,75 Prozent plus 0,19 Euro pro Transaktion).

Square mischt US-Anbieter auf

Wie es zusätzlich zur reinen Bezahlung weitergehen kann, zeigt heute schon Square in den USA. Das vom Twitter-Gründer Jack Dorsey 2009 gegründete Startup mausert sich in den USA zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die bestehenden PoS-Anbieter. Inzwischen akzeptieren mehr als zwei Millionen stationäre Ladengeschäfte Square. Das Unternehmen wickelt mehr als sechs Milliarden US-Dollar pro Jahr an Transaktionensvolumen ab.

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Square vertreibt seine Kartenleser zudem nicht mehr nur über das Web, sondern auch über einige der größten amerikanischen Outlets wie Walmart. Durch die weite Verbreitung von Square im Handel hat das Startup inzwischen weitere Lösungen geschaffen, die sowohl für den Handel als auch für die Kunden erheblichen Mehrwert bieten. Händler erhalten zum Beispiel mit dem „Square Register“ einen kompletten Ersatz der Ladenkasse für ihr iPad, das zudem mit Loyalty und Rabattangeboten ausgestattet ist.

Kunden die per Square bezahlen wollen, können sich eine eigene App mit dem Namen „Pay with Square“ installieren. Die App fungiert dabei als vollwertige mobile Geldbörse (Wallet). Kunden hinterlegen ihre Kreditkartendaten und können bei Square-Händlern ohne Vorzeigen der Karte kontaktlos von App zu App bezahlen. Zudem integriert die App Location-Based-Service-, Loyalty- und Deal-Komponenten.

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